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Nato berät schwierige Lage in Afghanistan

Von dpa
09.11.2017Lesedauer: 2 Min.
US-Soldaten machen sich in Kundus zum Abflug in einem Hubschrauber vom Typ UH-60 Blackhawk bereit.
US-Soldaten machen sich in Kundus zum Abflug in einem Hubschrauber vom Typ UH-60 Blackhawk bereit. (Quelle: Brian Harris/Planet Pix/ZUMA./dpa)
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Brüssel (dpa) - Die Verteidigungsminister der Nato-Staaten wollen heute über die geplante Verstärkung ihres Afghanistan-Einsatzes beraten.

Nach Angaben von Generalsekretär Jens Stoltenberg wird die Zahl der Soldaten zur Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte im kommenden Jahr auf rund 16.000 steigen. Dies entspricht einem Plus von mehr als 3000 zusätzlichen Kräften.


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Hintergrund der geplanten Truppenaufstockung ist das Wiedererstarken der radikalislamischen Taliban und die Expansion der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in das Land. Erst am Dienstag hatten IS-Kämpfer in Kabul einen großen Fernsehsender angegriffen und einen Wachmann getötet.

Ob Deutschland im kommenden Jahr auch mehr Soldaten nach Afghanistan schicken wird, ist angesichts der noch nicht abgeschlossenen Regierungsbildung nach der Bundestagswahl unklar. Das Verteidigungsministerium bestätigte jüngst aber Überlegungen, die Ausbildungstruppe der Bundeswehr in Afghanistan wieder zu verstärken. Die sogenannte Mandatsobergrenze ermöglicht derzeit eine Entsendung von bis zu 980 Soldaten - zur Zeit sind nur in Mali mehr deutsche Soldaten stationiert.

Eine Liste der Länder, die sich an der Truppenaufstockung beteiligen werden, hat die Nato bislang nicht veröffentlicht. Nach Angaben aus Bündniskreisen werden die USA allerdings zumindest vorerst mit etwa 2500 bis 2800 Soldaten einen Großteil der Verstärkung stellen. Andere am Einsatz beteiligte Länder haben demnach insgesamt lediglich 700 bis 800 zusätzliche Soldaten zugesagt.

Am Mittwoch hatten die Verteidigungsminister der Bündnisstaaten unter anderem über Änderungen an der Nato-Kommandostruktur und den Nordkorea-Konflikt gesprochen. Mit den Beratungen über Afghanistan endet das Nato-Treffen. Direkt im Anschluss wird es allerdings noch ein Treffen der internationalen Koalition gegen den IS geben. An ihr sind neben den 29 Nato-Staaten noch Dutzende andere Länder beteiligt.

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