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Vor Landtagswahl in Bayern: Söder und Hartmann liefern sich hitziges TV-Duell

TV-Duell vor Landtagswahl  

Söder will in Bayern keine Berliner Verhältnisse

27.09.2018, 09:56 Uhr | dpa, AFP, dru

Vor Landtagswahl in Bayern: Söder und Hartmann liefern sich hitziges TV-Duell. Markus Söder und Ludwig Hartmann: Bayerns Ministerpräsident und der grüne Landtagsfraktions-Chef standen sich beim einzigen TV-Duell vor der bayerischen Wahl gegenüber. (Quelle: dpa/Sven Hoppe)

Markus Söder und Ludwig Hartmann: Bayerns Ministerpräsident und der grüne Landtagsfraktions-Chef standen sich beim einzigen TV-Duell vor der bayerischen Wahl gegenüber. (Quelle: Sven Hoppe/dpa)

In zweieinhalb Wochen wählt Bayern. Sicher scheint, dass künftig eine Koalition im Freistaat regiert. Vielleicht aus CSU und Grünen? Deren Spitzenkandidaten lieferten sich am Abend ein hitziges TV-Duell.

Zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Bayern darf die CSU die absolute Mehrheit wohl endgültig abschreiben. In einer aktuellen Insa-Umfrage kommt die Partei auf nur noch 34 Prozent. Wahrscheinlich wird Bayern also künftig von einer Koalition regiert – vielleicht aus CSU und Grünen? Die Ökopartei ist in der Umfrage mit 17 Prozent zweitstärkste Kraft. Beim TV-Duell am Mittwochabend schenkten sich die Spitzenkandidaten beider Parteien allerdings nichts.

Um die Themen Wohnungsbau, Umweltschutz und Asylpolitik entbrannte eine hitzige Debatte zwischen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Grünen-Spitzenkandidat Ludwig Hartmann. Letzterer attackierte Söder etwa wegen des hohen Flächenverbrauchs im Freistaat. "Man braucht eine Politik, die denkt, bevor der Bagger kommt", forderte Hartmann. Söder hielt den Grünen im Gegenzug eine "Verbotskultur" vor: Diese wollten immer nur "alles verbieten und vorschreiben".

In der Asylpolitik forderte Hartmann mehr "Menschlichkeit", etwa ein Bleiberecht für gut in den Arbeitsmarkt integrierte Ausländer. Söder verwies dagegen auf eine notwendige Balance zwischen Humanität und Ordnung. "Wer Straftaten begeht, der muss in sein Heimatland zurück", forderte Söder unter anderem.

Hartmann: CSU treibt in München Preise hoch

Bei dem im Wahlkampf besonders intensiv diskutierten Thema Wohnungsnot hielt Hartmann der CSU vor, die Lage durch ihre Politik verschärft zu haben. So habe der Freistaat in München Grundstücke meistbietend verkauft, was die Preise der auf den Grundstücken entstehenden Wohnungen in die Höhe getrieben habe. Hartmann forderte mehr staatliches Geld, um den Mietwohnungsbau zu fördern. "Ich erwarte bei der Wohnungspolitik wirklich einen starken Staat, der auch mal durchgreift."

Söder hielt dem Herausforderer von den Grünen vor, vor allem München im Blick zu haben und die Situation außerhalb der Landeshauptstadt zu übersehen. In Bayern müsse sich auch die Eigentumsquote erhöhen, dafür habe seine Landesregierung mit einem eigenen bayerischen Baukindergeld Impulse gegeben.

"Das tägliche Zerfleischen, das möchte ich in Bayern nicht"

Söder warnte in dem TV-Duell vor Verhältnissen wie in Berlin. "Das tägliche Zerfleischen, das möchte ich in Bayern nicht." Jeder müsse sich also bei der Landtagswahl überlegen, ob er wirklich sieben Parteien im Landtag haben wolle und damit wolle, dass Bayern "völlig instabil" werde, argumentierte er. Hartmann hielt dagegen, es sei doch CSU-Chef Horst Seehofer persönlich, der in Berlin für Chaos und Instabilität sorge.


Söder und Hartmann schlossen eine schwarz-grüne Koalition nach der Landtagswahl nicht aus. "Wir wollen Bayern gestalten und zum Guten verändern", sagte Hartmann. Mit den Grünen könne man deshalb jederzeit über eine ökologische und gerechte Politik reden. "Wir spielen aber nicht jedes Spiel mit", betonte er. Söder schloss ein Bündnis ebenfalls nicht aus, betonte allerdings, dass die beiden Parteien doch in vielen Punkten sehr weit voneinander entfernt seien.

Bald sieben Parteien im Münchner Landtag?

Bei der Wahl am 14. Oktober könnten neben CSU, SPD und Grünen auch AfD, Freie Wähler und die FDP in den Landtag einziehen. Falls wider Erwarten auch die Linke den Sprung schaffen sollte, wären es sieben Parteien.

Die einstündige Sendung war das einzige TV-Duell vor der Wahl am 14. Oktober. Es ist das erste Mal, dass der Bayerische Rundfunk keinen SPD-Kandidaten dazu eingeladen hat, sondern einen Grünen-Politiker. Der Sender begründete dies damit, dass die Grünen in den jüngsten Umfragen klar zweitstärkste Kraft waren – mit mehreren Prozentpunkten Abstand vor den Sozialdemokraten.

Verwendete Quellen:
  • dpa, AFP
  • Eigene Recherchen

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