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US-Abzugspläne: Regierung fürchtet um deutsche Soldaten in Afghanistan

US-Abzugspläne  

Regierung fürchtet um deutsche Soldaten in Afghanistan

21.12.2018, 13:27 Uhr | dpa, psch

US-Abzugspläne: Regierung fürchtet um deutsche Soldaten in Afghanistan. US-Soldaten im afghanischen Helmand (Quelle: dpa)

US-Soldaten im afghanischen Helmand (Quelle: dpa)

US-Präsident Donald Trump will nach Medienberichten die Hälfte der US-Soldaten aus Afghanistan abziehen. Die Bundesregierung fürchtet nun um die Sicherheit der deutschen Soldaten.

Am Donnerstag berichtete die "Wall Street Journal", US-Präsident Donald Trump wolle nicht nur die US-Armee aus Syrien abziehen. Auch solle etwa die Hälfte der 14.000 US-Soldaten aus Afghanistan nach Hause zurückkehren. Nun ist die Bundesregierung alarmiert. Und ist bei der US-Regierung um Aufklärung über deren Pläne bemüht.

Ein Sprecher des Außenministeriums in Berlin sagte, man versuche auf mehreren Gesprächskanälen herauszufinden, was Trumps Regierung plane. Dazu gebe es Kontakte mit Ansprechpartnern in den USA.

"Die USA stellen ein ganz wesentliches Kontingent für diesen Einsatz. Sie stellen den Kommandeur. Sie bilden das Rückgrat des internationalen Engagements in Afghanistan. Das ist ein wirklich unverzichtbarer Partner", sagte der Sprecher. Die afghanischen Sicherheitskräfte benötigten weiter Unterstützung in einer Situation, in der es ein politisches und militärisches Ringen mit den Taliban geben.


Der US-Präsident hat schon seit langem vor, US-Truppen aus Afghanistan abzuziehen, hatte sich jedoch von seinem Verteidigungsminister James Mattis davon überzeugen lassen, die Zahl der Soldaten dort zunächst noch aufzustocken. Laut "Wall Street Journal" schlägt Trump nach dem Rücktritt Mattis' wieder seinen ursprünglichen Kurs ein.

Die Situation in Afghanistan ist schon jetzt äußerst angespannt. Etwa die Hälfte des Landes ist unter Kontrolle der Taliban. Die Regierung fürchtet, ein amerikanischer Teilabzug könne die Zentralregierung noch weiter schwächen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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