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Markus Söder will Zulassung von Impfstoff aus Russland und China prüfen

Vor Gipfel mit Merkel  

Söder will Zulassung von Impfstoff aus Russland und China prüfen

30.01.2021, 14:15 Uhr | rtr

Markus Söder will Zulassung von Impfstoff aus Russland und China prüfen. Markus Söder: Der bayerische Ministerpräsident will auch die Impfstoffe aus China und Russland in Betracht ziehen. (Quelle: dpa/Sven Hoppe)

Markus Söder: Der bayerische Ministerpräsident will auch die Impfstoffe aus China und Russland in Betracht ziehen. (Quelle: Sven Hoppe/dpa)

Vor dem Impfgipfel verlangt Bayerns Ministerpräsident Söder, weitere Corona-Mittel zu prüfen. Außerdem solle der Staat stärker in die Impfstoffherstellung eingreifen.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert kurz vor dem Impfgipfel, die Zulassung der russischen und chinesischen Impfstoffe zu prüfen. "Die europäischen Zulassungsbehörden sollten schnellstens auch den russischen und chinesischen Impfstoff prüfen", verlangte Söder im Interview mit der "Welt".

Wenn diese sicher und effizient seien, sollten auch sie genutzt werden. Bislang sind in der Europäischen Union das Vakzin von Moderna und das von Biontech und Pfizer zugelassen. Am Freitag gab die EU zudem grünes Licht für den Impfstoff von Astrazeneca.

Söder: Staat soll klare Vorgaben machen

Zudem schlug Söder eine höhere Produktion von Vakzinen und schlägt eine staatlich gelenkte "Not-Impfstoffwirtschaft" vor. "Ich bekenne mich zur sozialen Marktwirtschaft", sagte der CSU-Chef der "Welt". Es gebe aber wegen der Corona-Pandemie eine Notlage, die auf längere Sicht die Marktwirtschaft fundamental beschädigen könne. "Deshalb sollte es eine Not-Impfstoffwirtschaft geben, in der der Staat klare Vorgaben macht. Wir brauchen also mehr Produktionskapazitäten und schnellere Genehmigungsverfahren."

Dass die Ausweitung der Produktionskapazitäten nicht einfach so möglich ist, zeigt das Beispiel des Mainzer Unternehmens Biontech und seinem Partner Pfizer. Der US-Konzern hatte mehrere Monate gebraucht, um in den USA die Anlagen für die Produktion des Impfstoffes aufzubauen. Auch in Deutschland muss ein Werk in Marburg aufwendig umgerüstet werden.  Mehr zu den Hintergründen lesen Sie hier. 

Impfgipfel mit Merkel am Montag

Am Montag sind Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, den 16 Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder sowie Vertretern von Impfstofffirmen und der EU-Kommission geplant. Dabei soll es um Versorgungsprobleme, mögliche neue Produktionskapazitäten und andere Schwierigkeiten beim Impfen in Ländern und Kommunen gehen. Konkrete Beschlüsse seien aber nicht zu erwarten, dämpfte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag die Erwartung.

Das Robert Koch-Institut meldete am Samstag mehr als 12.000 Neuansteckungen und 794 Todesfälle. Am vergangenen Samstag waren noch mehr als 16.000 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel auf knapp 91. Vor einer Woche hatte sie noch bei 113 gelegen. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ziel der Bundesregierung ist ein Wert von 50. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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