Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Innenpolitik >

Schulz verteidigt Brandrede: "Auf groben Klotz muss man groben Keil setzen"

...

Schulz verteidigt "Misthaufen"-Rede  

"Auf groben Klotz muss man groben Keil setzen"

13.09.2018, 07:48 Uhr | dpa

SPD-Politiker Martin Schulz über AfD und Alexander Gauland (Screenshot: Deutscher Bundestag)
Schulz attackiert Gauland in Bundestagsdebatte

Der Ex-Kanzlerkandidat wirft der AfD die Reduzierung komplexer Sachverhalte auf ein Thema vor.

"Misthaufen der Geschichte": Schulz attackiert Gauland in Bundestagsdebatte. (Quelle: t-online.de)


Auf den "Misthaufen der deutschen Geschichte" wollte SPD-Politiker Schulz den AfD-Chef Gauland verbannen. Sein Einwurf brachte ihm neben Lob auch viel Kritik ein. Nun verteidigt Schulz ihn.

Der frühere SPD-Vorsitzende Martin Schulz hat seine Brandrede gegen AfD-Chef Alexander Gauland im Bundestag verteidigt – und seine Partei zum kompromisslosen Kampf gegen Rechts aufgerufen. "Ich werde innerhalb der Bundestagsfraktion und in der SPD meinen Beitrag dazu leisten, dass sichtbar wird, dass die SPD das Bollwerk der Demokratie in diesem Lande ist", sagte Schulz. 

Schulz verteidigte, dass er gesagt hatte, Gauland gehöre auf den Misthaufen der deutschen Geschichte. Er glaube, dass die rassistische Rhetorik der AfD "mit zum Übelsten gehört, was es in der deutschen Geschichte gegeben hat", sagte Schulz. "Auf einen groben Klotz muss man auch mal einen groben Keil setzen." 

Lob von der Basis

Der damalige SPD-Kanzlerkandidat Schulz war im Zuge der Bildung der großen Koalition nach innerparteilichem Druck als SPD-Chef zurückgetreten. Er hatte auch ursprüngliche Ansprüche auf das Amt des Außenministers zurückgenommen und ist nun einfacher Abgeordneter. 



An der Basis gab es massenhaft Lob für Schulz und Forderungen nach einer wichtigeren politischen Rolle. Für den bayerischen Landtagswahlkampf ist Schulz zu einer fünftägigen Tour eingeladen worden. "Die Zivilgesellschaft in diesem Land muss sich bewegen", forderte Schulz, der vor seiner Kanzlerkandidatur Präsident des Europaparlaments war. 

Positive Emotion mobilisieren

Wenn er die Reaktionen auf den Auftritt sehe, sei die Politik gut beraten zu zeigen, "dass, was die AfD an Emotionen wecken kann mit destruktivem Charakter, können wir auch als positive Emotion zur Verteidigung der Demokratie mobilisieren."

Schulz hatte im Bundestag um das Wort gebeten und zu Gauland gesagt, er bediene die tradierten "Mittel des Faschismus", wenn er den Eindruck erwecke, die Migranten seien an allem Schuld. "Eine ähnliche Diktion hat es in diesem Hause schon einmal gegeben", kritisierte Schulz mit Blick auf den Nationalsozialismus. Es sei höchste Zeit, "dass sich die Demokraten in diesem Lande gegen diese Form der rhetorischen Aufrüstung, die am Ende zu einer Enthemmung führt, deren Resultat Gewalt auf den Straßen ist", wehrten.

Verwendete Quellen:
  • dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
NIVEA Fanartikel für jeden Tag und jede Gelegenheit
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018