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Presse zur Abwahl von Volker Kauder: "Erster Akt der Merkeldämmerung"

Pressestimmen zur Kauder-Abwahl  

"Eine echte Watschn, die Merkel da bekommen hat"

26.09.2018, 11:43 Uhr | dpa

Unions-Fraktion: Volker Kauder abgewählt, Ralph Brinkhaus neuer Vorsitzender (Screenshot: Reuters)
Kauder als Unions-Fraktionschef abgewählt

Das Führungstrio der CDU gilt aufgrund der überraschenden Entscheidung als geschwächt.

Polit-Beben in Berlin: Volker Kauder ist als Unions-Fraktionschef abgewählt worden, sein Nachfolger ist Ralph Brinkhaus. (Quelle: t-online.de)


Die Abwahl Volker Kauders sorgt auch im Ausland für Erstaunen: Die Presse sieht darin den Anfang vom Ende der Kanzlerschaft Angela Merkels.

Volker Kauder ist nicht länger Unionsfraktionschef im Bundestag, die Abgeordneten wählten überraschend Ralph Brinkhaus auf diese Postion. Das schreibt die nationale und internationale Presse dazu:

"Der Standard", Österreich: "Es ist eine echte Watschn, die Merkel da bekommen hat. Brinkhaus plädiert für einen eigenständigeren und selbstbewussteren Kurs der Fraktion, sie soll künftig weniger Kanzlerwahlverein sein. Wäre die Unzufriedenheit mit Merkels Politik nicht so groß, hätte er keine Chance gehabt."

"t-online.de", Berlin: "Das Votum der Abgeordneten ist mutig, es ist revolutionär. Die Parlamentarier stellen Kauder vom Platz und zeigen Merkel die dunkelgelbe Karte. Sie signalisieren ihr: Deine Zeit geht zu Ende, wir wollen uns jetzt für den Neuanfang aufstellen."

Unions-Überraschung: Ralph Brinkhaus neuer Fraktionsvorsitzender. (Quelle: Reuters)

"Frankfurter Allgemeine Zeitung", Deutschland: "Kampfkandidaturen sind selten an der Spitze einer Fraktion (...). Allein die Tatsache, dass es dieses Mal (...) anders kam, spricht dafür, dass Merkel und Kauder die Dinge nicht mehr so in der Hand hatten wie noch in den vergangenen Wahlperioden. (...) Lässt sich das mit Erschöpfung erklären? Merkel macht, insbesondere gegenüber Horst Seehofer, nicht den Eindruck. Wohl aber gibt es das Phänomen, dass die Autorität zwangsläufig sinkt, wenn sich erst einmal das Ende einer Amtszeit abzeichnet."

"Neue Zürcher Zeitung", Schweiz: "Später einmal, wenn Angela Merkel nicht mehr Kanzlerin ist, wird man sich an diesen 25. September 2018 erinnern: als Tag, an dem die Abgeordneten von CDU und CSU der Frau ihre Gefolgschaft aufgekündigt haben und einen von Merkels engsten Vertrauten fallen ließen. Wie viel Zeit zwischen diesem Datum und dem tatsächlichen Ende der Ära Merkel liegen wird, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Aber das Ende ist in Sicht."

"Times", Großbritannien: "Angela Merkels Autorität ist durch einen Überfall aus den Reihen ihrer eigenen Partei schwer beschädigt worden. (...) Es war die erst dritte derartige Kampfansage in der 73-jährigen Geschichte dieser konservativen Allianz, und sie wurde von der Opposition als erster Akt der Merkeldämmerung bejubelt."

"Tages-Anzeiger", Schweiz: "Merkel hatte zuletzt selbst gespürt, wie heikel die Abstimmung werden könnte. Noch am Vortag hatte sie in einem für sie außergewöhnlichen Schritt Fehler beim Umgang mit Hans-Georg Maaßen zugegeben, dem umstrittenen Chef des Verfassungsschutzes, und eine künftig wieder bessere Arbeit der Koalition versprochen. Die Demutsgeste sollte auch bei den eigenen Abgeordneten den Ärger über das desaströse Bild besänftigen, das die von ihr geführte Regierung in den letzten Monaten abgegeben hatte. Am Ende nutzte es nichts. Der Autoritätsverlust von Merkel (und Seehofer) schreitet in immer schnellerem Tempo voran."

"Süddeutsche Zeitung", München: "Brinkhaus' Sieg könnte eine schwer zu steuernde Dynamik in Gang setzen. Angela Merkel wird prüfen müssen, ob sie der Fraktion oder dem Bundestag insgesamt die Vertrauensfrage stellt. Seit diesem Dienstag kann die Kanzlerin sich des Rückhalts der eigenen Leute nicht mehr sicher sein. Das ist zu wenig, um kraftvoll zu regieren."

"NRC Handelsblad", Niederlande: "Mit dem Sturz von Kauder hat die Fraktion nicht nur gezeigt, dass sie sich unabhängiger von Merkel aufstellen will. Zugleich ließen die Abgeordneten erkennen, dass sie bereits in die Zukunft schauen wollen, in die Ära nach Merkel."

Verwendete Quellen:
  • dpa

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