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Salafisten-BrĂŒder sollen Anschlag mit Schusswaffen geplant haben

Von dpa, pdi

Aktualisiert am 22.03.2019Lesedauer: 2 Min.
Anti-Terror-Einsatz (Symbolbild): Polizisten haben am Freitagmorgen in mehreren StÀdten in Hessen und Rheinland-Pfalz Durchsuchungen vorgenommen.
Anti-Terror-Einsatz (Symbolbild): Polizisten haben am Freitagmorgen in mehreren StÀdten in Hessen und Rheinland-Pfalz Durchsuchungen vorgenommen. (Quelle: Manngold/imago-images-bilder)
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Anti-Terror-Durchsuchungen in der islamistischen Szene im Rhein-Main-Gebiet: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen die VerdÀchtigen einen Anschlag mit einem Fahrzeug und Schusswaffen verabredet haben.

Die Polizei hat im Rhein-Main-Gebiet mehrere Salafisten festgenommen, die einen Terroranschlag geplant haben sollen. Sie wurden am Freitag nach Antiterror-Durchsuchungen in Hessen und in Rheinland-Pfalz gefasst. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen sie "gemeinsam verabredet haben, einen islamistisch-terroristisch motivierten Anschlag unter Einsatz eines Fahrzeugs und Schusswaffen zu verĂŒben und dabei so viele "UnglĂ€ubige" wie möglich zu töten", wie eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft mitteilte.

Insgesamt wurden elf Menschen festgenommen. Einer davon offensichtlich in anderem Zusammenhang, denn die Ermittlungen richten sich lediglich gegen zehn Beschuldigte zwischen 20 und 42 Jahren. HauptverdĂ€chtige sind zwei 31 Jahre alte BrĂŒder aus Wiesbaden und ein 21-JĂ€hriger aus Offenbach, die jeweils die deutsche Staatsangehörigkeit haben, wie die Sprecherin berichtete. Zur Vorbereitung des Anschlags sollen die MĂ€nner bereits Kontakt zu verschiedenen WaffenhĂ€ndlern aufgenommen, ein grĂ¶ĂŸeres Fahrzeug angemietet und Geld gesammelt haben. Weitere Angaben dazu, wie konkret die AnschlagsplĂ€ne entwickelt waren, gab es nicht.

"Rechtzeitig eingeschritten"

Verdeckte Ermittlungen hĂ€tten auf die Spur der Beschuldigten gefĂŒhrt, hieß es. Ihnen wĂŒrden Terrorismusfinanzierung und das Verabreden zu einem Verbrechen zur Last gelegt. Es bestehe der Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefĂ€hrdenden Straftat, so die Staatsanwaltschaft. Bei der Festnahme hĂ€tten die Beschuldigten keinen Widerstand geleistet. An den Durchsuchungen und Festnahmen waren auch SpezialkrĂ€fte beteiligt.

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Im Zuge der Durchsuchungen wurde umfangreiches Material sichergestellt, darunter mehr als 20.000 Euro Bargeld, mehrere Messer, kleinere Mengen Rauschgift sowie eine Vielzahl schriftlicher Unterlagen und elektronischer DatentrÀger.

Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) erklĂ€rte, er gehe davon aus, dass es den Ermittlern gelungen sei, eine schwere Straftat zu verhindern. "Die Polizei ist rechtzeitig eingeschritten, um mögliche Anschlagsplanungen in einem frĂŒhen Stadium zu unterbinden", erklĂ€rte Beuth. Die Behörden hĂ€tten die radikal-islamistische Szene fest im Blick. "Und wir werden unsere BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mit allen Mitteln des Rechtsstaats vor Terror und Gewalt schĂŒtzen."

4.170 Islamisten in Deutschland

Das Rhein-Main-Gebiet gilt als einer der Schwerpunkte der hessischen Salafistenszene. Durchsuchungen und Razzien im Zusammenhang mit radikalem Islamismus hatte es bereits in den vergangenen Jahren mehrfach gegeben. Das Landesamt fĂŒr Verfassungsschutz schĂ€tzte die Zahl der Islamisten in Hessen in seinem Jahresbericht fĂŒr 2017 auf 4.170, darunter 1.650 Salafisten.


In den vergangenen Monaten waren immer wieder TerrorverdĂ€chtige festgenommen worden, die AnschlĂ€ge geplant haben sollen. In DĂŒsseldorf ist ein tunesisch-deutsches Ehepaar angeklagt, das an einer Bombe mit dem Bio-Kampfstoff Rizin gearbeitet haben soll. Im vergangenen August war zudem in Berlin ein Mann tschetschenischer Herkunft festgenommen worden, der mit dem Berliner AttentĂ€ter Anis Amri bekannt war und zusammen mit einem Franzosen einen Sprengstoff-Anschlag vorbereitet haben soll. Im Dezember 2018 hatte die Polizei in Mainz einen Syrer festgenommen, der verdĂ€chtigt wurde, sich an der Vorbereitung eines Terroranschlags in den Niederlanden beteiligt zu haben. In Deutschland war er bis dahin nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten.

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