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Lambrecht ├╝berrascht mit Statement: "Gepard ist kein Panzer"

Von afp, lw

Aktualisiert am 23.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Christine Lambrecht: Die Verteidigungsministerin rechtfertigt die beschr├Ąnkten Waffenlieferungen an die Ukraine.
Christine Lambrecht: Die Verteidigungsministerin rechtfertigt die beschr├Ąnkten Waffenlieferungen an die Ukraine. (Quelle: Michael Kappeler/dpa-bilder)
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In der Debatte um Waffenlieferungen an die Ukraine hat Verteidigungsministerin Lambrecht mit einer Aussage f├╝r Verwirrung gesorgt ÔÇô und eine Welle der Kritik angesto├čen.

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht hat bei ihrer Regierungserkl├Ąrung im Bundestag mit einer Aussage zum Gepard-Panzer ├╝berrascht. "Der Gepard ist kein Panzer", sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch in Berlin. Die Erkl├Ąrung: In der Systematik der Bundeswehrfachleute werde der Gepard nicht als Panzer klassifiziert.

"Der Gepard ist ja daf├╝r da, Infrastruktur zu sch├╝tzen dadurch, dass er dann mit diesem Rohr in die Luft schie├čt", erkl├Ąrte Lambrecht weiter. Ihre Aussagen sorgten nicht nur im Bundestag, sondern auch auf Twitter f├╝r Verwirrung. Denn: Der Gepard ist ein Panzer, genauer ein Flugabwehrkanonenpanzer. Was steckt also dahinter?

Was Lambrecht vermutlich meint: Der Gepard ist im Vergleich zum Sch├╝tzenpanzer Marder und Kampfpanzer Leopard kein "Hauptkampfpanzer". Kampfpanzer sind die am st├Ąrksten gepanzerte und am flexibelsten bewaffnete Panzergattung und bilden das R├╝ckgrat der Landstreitkr├Ąfte.

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Leopard, Marder und Gepard unterscheiden sich in Einsatzgebieten

Gew├Âhnlich sind Kampfpanzer gepanzerte Gleiskettenfahrzeuge mit einer Kanone als Hauptwaffe in einem rundum drehbaren Turm. Sie sollen einen m├Âglichst guten Kompromiss aus Panzerung, Feuerkraft und Beweglichkeit darstellen. Ihre Aufgabe ist die Bek├Ąmpfung gegnerischer Panzer und befestigter Stellungen.

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Der Gepard ist der Bundeswehr zufolge jedoch in erster Linie entwickelt worden, um im begleitenden Einsatz die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen H├Âhenbereich zu sch├╝tzen. Er kann Luftziele in einer Entfernung von etwa 5.500 Metern und Bodenziele in einer Entfernung bis zu 2.000 Metern treffen.

"Der Gepard bildete zusammen mit dem Flugabwehrraketenpanzer (FlaRakPz) Roland und zuletzt dem leichten Flugabwehrsystem Ozelot das System Heeresflugabwehr der Bundeswehr", hei├čt es auf der Internetseite der Bundeswehr. Nahezu bis zur Aufl├Âsung der Heeresflugabwehrtruppe vor zehn Jahren sei der Gepard in der Bundeswehr in Nutzung gewesen.

Leopard, Marder und Gepard sind also alles Panzer, sie unterscheiden sich jedoch in ihren Funktionen. Lambrecht erl├Ąuterte diese Differenzen in der Regierungserkl├Ąrung jedoch nicht.


Stattdessen betonte sie, dass die Bundesregierung vorerst daran festhalte, keine "Panzer westlicher Bauart" an die Ukraine zu liefern, da dies auch andere L├Ąnder nicht t├Ąten. Einen "deutschen Alleingang" werde es in dieser Frage nicht geben, so Lambrecht. Exportantr├Ąge aus der Industrie f├╝r Leopard- und Marder-Panzer habe daher der Bundessicherheitsrat bisher nicht genehmigt.

Der Gepard (Archivbild): Er dient der Verteidigung.
Der Gepard (Archivbild): Er dient der Verteidigung. (Quelle: Bj├Ârn Trotzki/imago-images-bilder)

Auf Twitter kritisierten einige Nutzerinnen und Nutzer Lambrechts Aussagen zum Gepard-Panzer: "Aber wenn es kein Panzer ist, was ist es dann?", fragte einer. "Offensichtlich hat sich Frau Verteidigungsministerin Lambrecht noch nicht tiefer in ihr Ressort eingearbeitet", kommentierte ein anderer.

Die Bundestagsabgeordnete Serap G├╝ler (CDU) schrieb zu dem Vorfall auf Twitter: Der Gepard "schie├čt (...) nicht einfach in die Luft, sondern auf gegnerische Ziele. Und er tut dies nicht mit einem Rohr, sondern mit zwei Maschinenkanonen." Lambrecht hatte die Gepard-Aussage get├Ątigt, nachdem G├╝lers Parteikollege Florian Hahn gefragt hatte, warum Deutschland keine Marder, aber Geparden liefere.

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"Ziemlich an der Grenze dessen angelangt, was noch verantwortbar ist"

Zuvor hatte sich die Verteidigungsministerin detailliert ├╝ber die deutsche Unterst├╝tzung der Ukraine beim Einsatz schwerer Waffen im Krieg gegen Russland ge├Ąu├čert. N├Ąchste Woche beginne die Ausbildung ukrainischer Soldaten an dem von Deutschland zugesagten Mehrfachraketenwerfersystem Mars II, sagte Lambrecht. Nach Abschluss der Ausbildung k├Ânne das System in die Ukraine geliefert werden.

Die Bereitstellung des Mehrfachraketenwerfersystems Mars II sei "in der Vorbereitung", sagte die Ministerin. Deutschland werde wie bereits angek├╝ndigt drei solcher Systeme bereitstellen, Gro├čbritannien ebenfalls drei und die USA vier.

Die Raketenwerfer stammen aus Bundeswehrbest├Ąnden, ebenso wie die sieben Panzerhaubitzen 2000, deren Lieferung an Kiew die Bundesregierung zuvor best├Ątigt hatte. Mit Abgabe der beiden Waffensysteme sei Deutschland "ziemlich an der Grenze dessen angelangt, was noch verantwortbar ist", wenn die Landes- und B├╝ndnisverteidigung weiter gew├Ąhrleistet werden solle, r├Ąumte Lambrecht ein. Geplant ist ihren Angaben zufolge noch die Lieferung des Luftabwehrsystems Iris-T von der R├╝stungswirtschaft ÔÇô und des Gepard-Panzers.

Ringtausch-Projekte "auf einem guten Weg"

Mit Blick auf die nunmehr angelaufene Lieferung schwerer Waffen betonte Lambrecht, dass die Ukraine zugesichert habe, diese nicht gegen russisches Territorium einzusetzen. Kiew habe "von sich aus" zugesichert, dass russisches Gebiet nicht beschossen werde.

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Zur Frage der angedachten Ringtausch-Projekte mit mehreren L├Ąndern sagte Lambrecht, diese seien "auf einem guten Weg". Entsprechende Gespr├Ąche liefen mit Polen, Griechenland, der Slowakei und Slowenien. Sie gehe davon aus, dass es "sehr zeitnah" losgehen k├Ânne. Beim Ringtausch geht es darum, dass andere L├Ąnder schwere Waffen sowjetischer Bauart an die Ukraine abgeben und Deutschland daf├╝r Ersatz zur Verf├╝gung stellt.

Lambrecht ├Ąu├čerte sich auch zur Entscheidung der Bundesregierung, nun doch die bereits erfolgten und auch die noch geplanten Waffenlieferungen an die Ukraine ├Âffentlich zu machen. Eine entsprechende Liste steht seit Dienstag im Internet.

Die Ukraine habe urspr├╝nglich darum gebeten, keine Details zu ver├Âffentlichen, sagte Lambrecht. Diese Position habe Kiew aber inzwischen aufgegeben. Nachdem sich die Bundesregierung auch mit ihren Verb├╝ndeten "intensiv" abgestimmt habe, sei daher die Ver├Âffentlichung im Internet beschlossen worden. Auch weiterhin werde aber aus Sicherheitsgr├╝nden geheim gehalten, wann und auf welchen Transportwegen Waffen geliefert w├╝rden.

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