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Abstimmungen im Bundestag: Linkspartei fehlt am häufigsten

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Abstimmungen im Bundestag: Linkspartei fehlt am häufigsten

18.01.2020, 15:00 Uhr | AFP

Abstimmungen im Bundestag: Linkspartei fehlt am häufigsten. Die Sitzverteilung im Plenum im Bundestag, der Parteien AfD (l-r), FDP, CDU und CSU, Grüne, SPD, Linke: Seit den vergangenen Wahlperioden hat sich die Zahl der Ordnungsrufe vervielfacht. (Quelle: dpa/Michael Kappeler)

Die Sitzverteilung im Plenum im Bundestag, der Parteien AfD (l-r), FDP, CDU und CSU, Grüne, SPD, Linke: Seit den vergangenen Wahlperioden hat sich die Zahl der Ordnungsrufe vervielfacht. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

Einem Bericht zufolge können die wenigsten Parteien mit vorbildlicher Anwesenheit bei Abstimmungen im Bundestag glänzen – das Schlusslicht bildet die Linkspartei. Der Bericht zeigt auch: Der Ton im Bundestag wird rauer. 

Abgeordnete der Linkspartei haben einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr am häufigsten im Bundestag gefehlt. Eine Auswertung aller 77 namentlichen Abstimmungen im Jahr 2019 durch die "Rheinische Post" ergab bei der Linkspartei eine durchschnittliche Fehlquote von 14,8 Prozent, wie das Blatt am Samstag berichtete.

Bei AfD und FDP fehlten demnach im Schnitt 13,6 Prozent ihrer Fraktionsangehörigen. 10,2 Prozent der Grünen-Abgeordneten seien durchschnittlich den Abstimmungen ferngeblieben. Bei der SPD waren es 11,6 Prozent der Abgeordneten, die die namentlichen Abstimmungen versäumten. Lediglich die Unionsfraktion lag mit einer Fehlquote von 8,1 Prozent unterhalb der Zehn-Prozent-Marke.

2019 gab es zehn Ordnungsrufe

Die Zahl der Ordnungsrufe nahm laut "Rheinischer Post" deutlich zu. Gab es in den zurückliegenden drei Wahlperioden nur ein bis zwei Äußerungen, bei denen der jeweilige Parlamentspräsident Abgeordnete zur Ordnung rufen musste, verzeichnete das Stenografische Protokoll im Jahr 2018 sechs Ordnungsrufe und im vergangenen Jahr sogar zehn. Sie richteten sich je vier Mal gegen AfD-und Linken-Abgeordnete und je einmal gegen Politiker von Grünen und SPD.

Im Vorjahr waren je zwei an die Adresse von AfD und Linken und je ein Ordnungsruf an Politiker von SPD und FDP ergangen. Anlässe waren unter anderem Beleidigungen wie "Hetzer", "Terrorist", "lächerliche Schießbudenfigur", die Aufforderung "Nazis aus dem Bundestag" oder das Tragen eines Antifa-Ansteckers durch eine Linken-Politikerin.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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