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Armin Laschet: Flugzeug kann nach Israel-Besuch nicht landen

Wegen Drohnen-Alarm  

Flugzeug mit Armin Laschet kann nicht landen

02.03.2020, 17:08 Uhr | dpa

Armin Laschet: Flugzeug kann nach Israel-Besuch nicht landen. Armin Laschet (CDU) im Flugzeug in Köln: Der Politiker musste, wie alle anderen Fluggäste, eine Stunde im Flieger warten. (Quelle: dpa/ Jörg Blank)

Armin Laschet (CDU) im Flugzeug in Köln: Der Politiker musste, wie alle anderen Fluggäste, eine Stunde im Flieger warten. (Quelle: Jörg Blank/dpa)

Armin Laschet war auf dem Rückweg von seinem Besuch in Israel – doch sein Flugzeug konnte überraschend nicht in Frankfurt landen. Der Grund: Ein Pilot hatte in der Nähe des Flughafens eine Drohne gesehen.

Eine Drohnensichtung am Frankfurter Flughafen hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet vorübergehend ausgebremst. Der Kandidat für den CDU-Bundesvorsitz und ein Großteil seiner Delegation konnten am Montag bei der Rückkehr von einer Israel-Reise nicht wie geplant in Frankfurt landen, da ein Pilot eine Drohne gesichtet hatte. Der Airport wurde daraufhin geschlossen.

Laschets Maschine war bereits im Landeanflug, als der Flugkapitän um 11.27 Uhr über Bordlautsprecher mitteilte, dass wegen einer Drohnenmeldung weder Ankünfte noch Abflüge in Frankfurt möglich seien. Die Maschine wurde nach Köln umgeleitet, um dort nachzutanken. Dort wurde das Flugzeug mit Laschet an Bord gegen 12.00 Uhr auf eine Parkposition geleitet. Der CDU-Politiker musste wie seine Delegation und alle anderen Passagiere rund eine Stunde in der Maschine warten.

"Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist"

"In solchen Situationen denke ich immer an die Operette "Fledermaus": Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist", sagte Laschet mitreisenden Journalisten. Gegen 13.00 Uhr verließ der Ministerpräsident in einem Fahrzeug der Bundespolizei das Rollfeld. Aus seinem Umfeld hieß es später, Laschet werde seine abendlichen Termine in Berlin wie geplant wahrnehmen können.

Laschet wollte sich am frühen Abend zunächst in der Parteizentrale in Berlin mit seinen Konkurrenten Friedrich Merz und Norbert Röttgen treffen, um das weitere Vorgehen bis zum Sonderparteitag am 25. April zu besprechen. An dem Treffen mit der scheidenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer sollten auch Generalsekretär Paul Ziemiak und CDU-Bundesgeschäftsführer Stefan Hennewig teilnehmen. Eine Pressekonferenz im Anschluss war nicht geplant.

Laschet sollte am Abend Preis der jüdischen Gemeinde erhalten

Anschließend sollte Laschet in Berlin von der Union progressiver Juden den Israel-Jacobson-Preis erhalten. Die Laudatio wollte der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland halten, Abraham Lehrer. In der Begründung für den Preis heißt es, Laschet erhalte die Auszeichnung in Anerkennung seiner Verdienste für das liberale Judentum, die Stärkung des jüdischen Lebens in NRW sowie "für seinen persönlichen Einsatz für Begegnung und Dialog zwischen den Religionen und Kulturen".

Der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp sagte, er hoffe, dass die Verantwortlichen für die Drohnenflüge zur Rechenschaft gezogen werden können. Es entstehe ein erheblicher Schaden für den Flughafen Frankfurt. "Man muss sich fragen, welche Irren in der Nähe von einem Flughafen mit Drohnen hantieren", sagte der FDP-Politiker. Der Frankfurter Flughafen nahm am Montagmittag nach mehr als eineinhalb Stunden Sperrung wieder seinen Betrieb auf.

In Israel für den Kampf gegen Antisemitismus geworben

Bei seiner Israel-Reise hatte Laschet unter anderem die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem besucht und einen Kranz niedergelegt. Bei einem Treffen mit dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin sicherte Laschet Israel ein entschlossenes Vorgehen von Staat und Gesellschaft gegen Antisemitismus, Rassismus und rechtsextreme Gewalt zu.

Der Besuch des CDU-Politikers war mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet worden, da es die erste Auslandsreise des Ministerpräsidenten war, nachdem er seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz vergangene Woche bekanntgegeben hatte.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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