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Ist die K-Frage bei den Gr├╝nen schon gekl├Ąrt?

dpa, Martina Herzog

Aktualisiert am 03.04.2021Lesedauer: 3 Min.
Robert Habeck (M.) und Annalena Baerbock im Februar 2020: "Aber nat├╝rlich ist es am Ende ein kleiner Stich ins Herz."
Robert Habeck (M.) und Annalena Baerbock im Februar 2020: "Aber nat├╝rlich ist es am Ende ein kleiner Stich ins Herz." (Quelle: /imago-images-bilder)
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In der Union wird lauthals um die Kanzlerkandidatur gestritten. Bei den Gr├╝nen bleibt es dagegen auch ohne Spitzenkandidaten auff├Ąllig ruhig. M├Âglicherweise ist ja schon l├Ąngst alles klar.

Es ist ein rhetorischer Drahtseilakt, den Annalena Baerbock und Robert Habeck schon seit Monaten trittsicher absolvieren: Einerseits betonen beide Parteichefs, sie trauten sich das Kanzleramt zu und seien wild entschlossen, es zu erobern. Andererseits verkneifen sie sich (fast) jeden Seitenhieb auf den jeweils anderen. "In bester Laune" wolle man die Entscheidung ├╝ber den Spitzenkandidaten zwischen Ostern und Pfingsten gemeinsam treffen, erkl├Ąrte Baerbock Anfang Januar gewohnt frohen Mutes. Nach Ostern k├Ânnte es schnell gehen, ist zu h├Âren.

Die Geschlossenheit der Gr├╝nen-Spitze findet Christian Hoffmann, Professor f├╝r Kommunikationsmanagement an der Uni Leipzig, beachtlich. "Eine offene Entscheidung w├Ąre ja ein gro├čer Anreiz, sich selbst auf Kosten des anderen nach vorne zu spielen ÔÇô und das tun beide nicht." Das l├Ąsst den Experten f├╝r politische Kommunikation zweifeln, ob die Kandidatenfrage hinter den Kulissen nicht vielleicht doch schon gekl├Ąrt ist. So oder so: "Die offene Kandidatenfrage ist eine Belastungsprobe, die manche andere Partei schlechter durchhalten w├╝rde."

Ein anderer Ton als bei Laschet und S├Âder

Meist sprechen Baerbock und Habeck mit solch n├╝chterner Distanz ├╝ber die Entscheidung, als betreffe sie sie gar nicht. "Ich glaube, keinem von uns f├Ąllt es schwer zu sagen: Du bist der oder die Richtige", sagte Baerbock vor Kurzem dem "Spiegel". Um dann doch mal seltene Betroffenheit durchscheinen zu lassen: "Aber nat├╝rlich ist es am Ende ein kleiner Stich ins Herz."

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Es klingt entwaffnend ehrlich. Ein ├Ąhnlicher Satz aus dem Mund des CDU-Vorsitzenden Armin Laschet oder von CSU-Chef Markus S├Âder, die beide als Anw├Ąrter auf die Spitzenkandidatur der Union gehandelt werden und sich die eine oder andere Spitze nicht verkneifen? Undenkbar.

Die Gr├╝nen geben sich fast staatstragend

F├╝r die ├ľkopartei ist es wiederum nicht so ungew├Âhnlich. "Die Gr├╝nen sprechen insbesondere junge und weibliche W├Ąhler an und setzen dazu auf zwei sympathische Parteichefs, die auch mal ├╝ber Pers├Ânliches sprechen", sagt Hoffmann. Baerbock verbindet bildungspolitische Forderungen in der Corona-Krise mit Anekdoten aus dem Bekanntenkreis, Habeck schl├Ągt den Bogen vom eigenen Einkauf im Discounter zu den gro├čen Ver├Ąnderungsprozessen der Gegenwart.

Mit ihrem weitgehenden Verzicht auf Polemik gegen den politischen Gegner, der demonstrativen Einm├╝tigkeit und dem betonten Blick aufs gro├če Ganze wirken Baerbock und Habeck geradezu staatstragend. Unverzichtbar f├╝r eine Partei, die zwar noch nie einen Kanzler gestellt hat, aber nun vermitteln will, dass sie das Land lenken k├Ânnte.

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Habeck ist wohl die riskantere Wahl

"Es ist geschickt von den Gr├╝nen, sich Zeit zu lassen mit der Kandidatenk├╝r", meint Kommunikationsexperte Hoffmann. "Je fr├╝her man jemanden benennt, desto mehr Zeit hat die ├ľffentlichkeit auch, ihn oder sie genau unter die Lupe zu nehmen." Und da w├Ąre sowohl bei Baerbock als auch bei Habeck einiges zu finden: Ihr fehlt Regierungserfahrung, die er als Umweltminister in Schleswig-Holstein gesammelt hat. Daf├╝r verheddert er sich ├Âfter in der eigenen Argumentation, w├Ąhrend sie ihre Botschaften detailsicher vermittelt.

Was schwerer wiegt f├╝r die Kandidatenk├╝r und bei den W├Ąhlerinnen und W├Ąhlern ist offen. Die "Zeit" zitierte einen nicht genannten Gr├╝nen j├╝ngst mit der Einsch├Ątzung: "Mit Annalena als Spitzenkandidatin landen wir zwischen 17 und 19 Prozent. Mit Robert zwischen 14 und 24 Prozent." Der Argumentation kann Hoffmann etwas abgewinnen: "Habeck bringt mehr unorthodoxen Charme mit. Wenn sich die Gr├╝nen f├╝r ihn entscheiden, k├Ânnten sie vielleicht mehr Stimmen holen ÔÇô sie k├Ânnten aber auch tiefer fallen." Die Entscheidung f├╝r Habeck br├Ąchte sowohl mehr Chance als auch mehr Risiko.

Die Methode Biden

Das Ganze ist ein Luxusproblem, das r├Ąumen auch Gr├╝ne ein ÔÇô schlie├člich stehen da gleich zwei beliebte F├╝hrungsfiguren zur Auswahl. Unter Habeck und Baerbock tritt die Partei geeint auf wie schon lange nicht mehr. ├ľffentliche Fl├╝gelk├Ąmpfe sind pass├ę. In den Umfragen robben sich die Gr├╝nen immer n├Ąher an die Union heran, mit Werten von mittlerweile ├╝ber 20 Prozent.

Ihren Erfolg schreiben die Gr├╝nen selbst dem wachsenden Bewusstsein f├╝r Klima- und Umweltschutz zu. Hoffmann f├╝hrt ihn eher auf die Wechselstimmung im Land zur├╝ck: "Union und SPD wirken abgek├Ąmpft. Da bieten die Gr├╝nen die Perspektive auf Ver├Ąnderung ohne einen allzu radikalen Wechsel."

Die Gr├╝nen-Spitze verhalte sich gerade ein wenig so, wie es der heutige US-Pr├Ąsident Joe Biden im Wahlkampf getan habe: "Sie versuchen vor allem, Fehler zu vermeiden und keine hei├čen Eisen anzupacken." Wie lange das noch klappt, wenn die Kandidatenfrage bei ihnen und der Union gekl├Ąrt ist, bleibt abzuwarten.

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  • Johannes Bebermeier
Von Johannes Bebermeier
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