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Sachsen: Kretschmer mit schwachem Ergebnis als CDU-Landeschef bestätigt

Landesparteitag in Sachsen  

Kretschmer als CDU-Chef bestätigt – mit schwachem Ergebnis

06.11.2021, 16:04 Uhr | AFP, dpa

Sachsen: Kretschmer mit schwachem Ergebnis als CDU-Landeschef bestätigt. Michael Kretschmer: Nur rund drei Viertel der Delegierten bestätigten den sächsischen Ministerpräsidenten als CDU-Landeschef. (Quelle: dpa/Robert Michael)

Michael Kretschmer: Nur rund drei Viertel der Delegierten bestätigten den sächsischen Ministerpräsidenten als CDU-Landeschef. (Quelle: Robert Michael/dpa)

Der sächsische Ministerpräsident ist als Vorsitzender der CDU wiedergewählt worden. Allerdings hatte er in den letzten Jahren deutlich bessere Ergebnisse erzielt. Ursache könnte die vergangene Bundestagswahl sein.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bleibt CDU-Landeschef. Auf einem Landesparteitag in Dresden wurde der 46-Jährige am Samstag mit 76,35 Prozent der Stimmen in dem Parteiamt bestätigt. Kretschmer nahm selbst an der Veranstaltung teil, nachdem er zuvor wegen eines Corona-Falls im familiären Umfeld mehrere Tage in Quarantäne gewesen war.

2017 hatte Kretschmer bei seiner ersten Wahl 90 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können, zwei Jahre später waren es sogar 95,5 Prozent. In seiner Rede vor mehr als 200 Delegierten stimmte Kretschmer seine Partei zuvor auf einen langen Weg ein. "Wir müssen uns auf einen Marathonlauf einrichten."

Kretschmer trat vor vier Jahren die Nachfolge von Stanislaw Tillich an, der sich aus beiden Ämtern zurückgezogen hatte, nachdem die CDU im Freistaat bei der Bundestagswahl nur zweitstärkste Kraft hinter der AfD geworden war.

Schwache Ergebnisse bei Bundestagswahl

Bei der jüngsten Bundestagswahl Ende September wurde die CDU in Sachsen sogar nur noch drittstärkste Partei hinter der AfD, die erneut vorn lag, und der SPD. Zudem holte die AfD zehn der 16 Direktmandate im Land. Ein Thema des Parteitags war deshalb auch die Aufarbeitung des desaströsen Bundestagsergebnisses der CDU.

Kretschmer selbst hatte 2017 nach 15 Jahren sein Bundestagsdirektmandat im Wahlkreis Görlitz an die AfD verloren. Zwei Jahre später, im September 2019, holte er dann bei der Landtagswahl für die CDU den Wahlsieg und regiert seitdem mit SPD und Grünen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP und dpa

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