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Anschlag in Köln geplant – Hinweise auf islamistische Gruppe


Möglicher Anschlagsplan auf Kölner Dom
Faeser: "Wir lassen uns nicht einschüchtern"

Von t-online, dpa, lim, cck, pdi

Aktualisiert am 24.12.2023Lesedauer: 3 Min.
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Wegen Anschlagsplänen: Aufnahmen zeigen Großeinsatz der Polizei am Kölner Dom. (Quelle: t-online)
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Terroristen sollen Anschläge an Silvester und Weihnachten in Europa geplant haben. Der Kölner Dom war wohl eines der Ziele. Die Täter sind offenbar Islamisten.

Terroristen sollen einen islamistischen Anschlag an Silvester auf den Kölner Dom geplant haben. Das bestätigten Sicherheitsbehörden der Deutschen Nachrichten-Agentur (dpa), zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Am Samstagabend hatte es darum einen Polizeieinsatz am Dom gegeben. Es soll zudem eine Festnahme in Deutschland und mehrere in Österreich gegeben haben.

ie Reaktion auf den möglichen Anschlagsplan von zeigt nach Ansicht von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), wie ernst die Sicherheitsbehörden derlei Gefahren nehmen. "Wir alle lieben unsere weihnachtlichen Traditionen und lassen uns nicht einschüchtern oder in unserer Lebensweise einschränken", sagte die SPD-Politikerin der Funke Mediengruppe. "Aber genauso gilt: Wir nehmen die islamistische Terrorgefahr sehr ernst und sind äußerst wachsam." Die Sicherheitsbehörden hätten die islamistische Szene im Visier und handelten konsequent. "Das zeigen auch die aktuellen Maßnahmen."

Bund und Länder setzten alle polizeilichen und nachrichtendienstlichen Mittel ein, um Gefahren früh zu erkennen und jedem Hinweis nachzugehen, sagte Faeser.

Auch Sicherheitsbehörden in Österreich und Spanien hatten laut "Bild" Hinweise erhalten, dass eine islamistische Terrorzelle möglicherweise an Silvester oder Weihnachten mehrere Anschläge in Europa verüben will. Nach dpa-Informationen könnte es bei der Gruppe möglicherweise einen Bezug zu einem Ableger des Terrornetzwerks Islamischer Staat (IS) geben, der sich Islamischer Staat Provinz Khorasan (ISPK) nennt. In Afghanistan trägt diese Gruppe schon seit einigen Jahren einen bewaffneten Konflikt mit den militant-islamistischen Taliban aus. Mehr zu der Gruppe lesen Sie hier.

Ziele könnten dabei offenbar Weihnachtsgottesdienste in Köln, Wien und Madrid sein. Nach "Bild"-Informationen hat es am Samstag bereits erste Festnahmen durch Spezialeinheiten in Wien und auch eine in Deutschland gegeben. Laut der ARD soll eine Person im Saarland festgenommen worden sein, die in Verbindung zur ISPK stehen könnte. Vom Generalbundesanwalt war zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht zu bekommen.

"Arbeitsreiche Zeit" für die Polizei

Der Dom wurde durchsucht, um sicherzugehen, dass nicht bereits gefährliche Gegenstände in der Kirche deponiert worden sind, teilte die Polizei mit. Auch Sprengstoff-Spürhunde waren im Einsatz. Der Staatsschutz, der bei politisch motivierten Straftaten aktiv wird, hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Polizei werde dafür sorgen, dass "alle Menschen einer Kontrolle unterzogen" würden, sagte Polizeisprecher Wolfgang Baldes am Sonntagvormittag den Sendern "ntv" und "Welt TV". Die Polizei rief dazu auf, früh anzureisen und keine Taschen mit in den Dom zu bringen, damit die Kontrollen nicht unnötig lange dauern. Vor Ort gebe es viele Beamte, die Heiligabend "eigentlich frei gehabt hätten", sagte Baldes "Aber es geht hier um die Sicherheit der Menschen in Köln." Es werde daher eine "sehr arbeitsreiche Zeit" für die Polizei werden.

Österreich hingegen teilte mit, dass vier Menschen bei Ermittlungen gegen ein islamistisches Netzwerk festgenommen worden sind. Derzeit liefen Befragungen der Verdächtigen und entsprechende Auswertungen, teilte die Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst im österreichischen Innenministerium am Sonntag mit. Nähere Details könnten aus kriminaltaktischen Gründen derzeit nicht genannt werden.

Die Polizei in Köln wollte sich am Sonntag allgemein zu den Ermittlungen äußern. Gleichzeitig hieß es, dass die Behörde wegen der laufenden Ermittlungen keine Details bekannt geben werde.

Die Polizei Wien erhöht die Schutzmaßnahmen

Das Innenministerium in Wien teilte am Sonntag mit, dass die Sicherheitslage in Österreich und ganz Europa angespannt sei. Deshalb träfen die Sicherheitsbehörden während der Weihnachtsfeiertage Vorsichtsmaßnahmen in Form von erhöhter Be- und Überwachung im öffentlichen Raum. In Wien soll besonders der Stephansdom gefährdet sein.

Es sollen zivile und uniformierte Einsatzkräfte mit besonderer Ausrüstung und auch Gewehren im Einsatz sein. "Die polizeiliche Aufmerksamkeit richtet sich vor allem auf Kirchen und religiöse Veranstaltungen, insbesondere Gottesdienste, und auf Weihnachtsmärkte", teilte die Polizei bereits am Samstag mit.

Seit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel vom 7. Oktober nehmen Befürchtungen zu, dass es auch in Deutschland zu Anschlägen kommen könnte.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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