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Unwetter in Frankreich: Drei Einsatzkräfte sterben bei Hubschrauberabsturz

Unwetter in Südfrankreich  

Drei Einsatzkräfte bei Hubschrauberabsturz gestorben

02.12.2019, 10:36 Uhr | AFP

Frankreich: Heftige Unwetter sorgen für Überschwemmungen

Heftige Unwetter haben im Süden Frankreichs erneut für Überschwemmungen gesorgt. Besonders stark betroffen waren die Regionen Var und Alpes-Maritimes. (Quelle: t-online.de)

Höchste Alarmstufe im Süden Frankreichs: Heftige Unwetter haben für starke Überschwemmungen gesorgt. (Quelle: t-online.de)


Drei Angehörige des französischen Zivilschutzes sind in der Nacht beim Absturz ihres Hubschraubers ums Leben gekommen. Die Männer waren im Einsatz zur Unterstützung der Bevölkerung bei schweren Unwettern im Süden des Landes.

Im Einsatz gegen die schweren Unwetter in Südfrankreich sind in der Nacht auf Montag drei Einsatzkräfte des Zivilschutzes bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Frankreich habe drei Helden verloren, erklärten Innenminister Christophe Castaner und sein Staatssekretär Laurent Nuñez am Montag. Bei schweren Unwettern im Département Var waren am Sonntag zwei Menschen gestorben.

Das Hubschrauber-Unglück ereignete sich nach Angaben des Innenministeriums gegen 01.30 Uhr in der Nähe von Marseille. Der Hubschrauber des Typs EC145 verlor demnach während eines Aufklärungs- und Rettungsfluges den Radio- und Radarkontakt. Nach Angaben von Innenminister Castaner und Nuñez wurden die drei Rettungskräfte in der Nähe der Stadt Le Rove im Département Var tot aufgefunden.

Während sich Frankreich darauf vorbereite, die 13 Soldaten zu verabschieden, die bei einer Hubschrauberkollision in Mali vergangene Woche ums Leben gekommen waren, verliere das Land drei "Alltagshelden, die ihr Leben gegeben haben, um die Franzosen zu beschützen", erklärten Castaner und Nuñez. Im Beisein von Staatschef Emmanuel Macron findet an diesem Montag im Hof des Pariser Invalidendoms die Gedenkfeier für die getöteten Soldaten statt.

Höchste Alarmstufe an der französischen Riviera

Die Départements Var und Alpes-Maritimes wurden am Sonntag von heftigen Regenfällen heimgesucht. In Var kamen zwei Menschen durch die Unwetter ums Leben. Ein Pferdestallbesitzer aus Fréjus starb nach Angaben der Präfektur des Départements, als er von den Fluten weggerissen wurde, während er auf seine Tiere aufpasste. Im Dorf Saint-Paul-en-Forêt wurde den Angaben zufolge ein Schäfer in seinem Auto ebenfalls von den Fluten mitgerissen. Seine Leiche wurde später in seinem Fahrzeug gefunden.

Wegen schwerer Unwetterwarnungen galt am Sonntag in Var und Alpes-Maritimes die höchste Alarmstufe. Besonders betroffen waren die Küstengebiete an der französischen Riviera und dort vor allem die beiden beliebten Urlaubsorte Saint-Tropez und Sainte-Maxime und ihre Umgebung.

Nach Angaben der französischen Bahn SNCF wurde der Zugverkehr zwischen den Städten Toulon und Ventimiglia an der italienischen Grenze ab 13.30 Uhr vollständig eingestellt. Auch zwischen Cannes und Grasse fuhren keine Züge mehr. Der Bahnverkehr sollte demnach frühestens am Montagvormittag wieder aufgenommen werden, sollte die Wetterwarnung bis dahin aufgehoben sein.

Fußballspiel abgesagt

Das für Sonntagabend angesetzte Fußballspiel zwischen den Erstligisten AS Monaco und Paris Saint-Germain wurde auf Anweisung der Behörden des Fürstentums abgesagt.

Im Département Alpes-Maritime wurden die Kinos ab dem frühen Nachmittag geschlossen. Kulturveranstaltungen wurden abgesagt. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, Waldgebiete zu meiden. In Nizza ertönten Warnsirenen, um die Bewohner zur Wachsamkeit aufzurufen. In einem großen Supermarkt in Saint-Laurent-du-Var schlossen die Türen bereits nach Mittag, Kunden mussten das Geschäft unverzüglich verlassen.

Sintflutartige Regenfälle hatten bereits vor einer Woche in den beiden Départements zu ungewöhnlich schweren Überschwemmungen geführt. Straßen verwandelten sich in Flüsse, Schienen wurden überflutet, hunderte Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Sechs Menschen starben. Noch immer gilt für knapp 150 Gemeinden der Notstand.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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