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Notschlachtung f├╝r 900 Rinder ÔÇô nach monatelanger Irrfahrt

Von dpa
Aktualisiert am 07.03.2021Lesedauer: 2 Min.
Rinder, bereit zum Transport (Symbolbild): Hunderte Tiere m├╝ssen am Hafen von Cartagena notgeschlachtet werden, entschied ein Gericht.
Rinder, bereit zum Transport (Symbolbild): Hunderte Tiere m├╝ssen am Hafen von Cartagena notgeschlachtet werden, entschied ein Gericht. (Quelle: Xinhua/imago-images-bilder)
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Tragisches Ende f├╝r Hunderte Rinder in Spanien: Mehr als zwei Monate waren sie auf einem Frachter eingesperrt, nun werden sie get├Âtet. Es besteht Verdacht, dass sie mit einem Virus infiziert sind.

Mehr als 900 Rinder, die seit rund zweieinhalb Monaten auf einem Frachter auf dem Mittelmeer eingepfercht waren, werden nun in Spanien notgeschlachtet. Urspr├╝nglich sollten die Tiere im Dezember von Spanien in die T├╝rkei exportiert werden, wo sie jedoch wegen des Verdachts auf die Blauzungenkrankheit nicht entladen werden durften. Nach vielem Hin und Her kehrte der Frachter "Karim Allah" nun zum Hafen von Cartagena in S├╝dspanien zur├╝ck. Dort begann am Samstag die Entladung der Tiere, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Sie sollten direkt in einem Zelt an der Mole get├Âtet und die Kadaver entsorgt werden, berichteten spanische Medien. W├Ąhrend der Monate auf See seien bereits 22 Rinder verendet.

Ein Verkauf der Tiere in Spanien sei nicht m├Âglich, weil die Einfuhr lebender Rinder von au├čerhalb der EU verboten sei. Ein weiterer Transport in ein Drittland sei den Tieren aber nicht mehr zuzumuten, hatten die Sanit├Ąrbeh├Ârden nach einer Inspektion in Cartagena mitgeteilt, wie die Zeitung "El Pa├şs" berichtete. Ein Gericht in Madrid genehmigte daraufhin am Freitag die Notschlachtung. Der Eigent├╝mer habe das verhindern wollen und versucht, doch noch einen K├Ąufer in einem anderen Land zu finden.

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Tiere wom├Âglich an Blauzungenkrankheit erkrankt

Der Frachter mit den Rindern hatte Cartagena am 18. Dezember verlassen. Am Ziel im t├╝rkischen Mittelmeerhafen von Iskenderun wurden die Rinder von den t├╝rkischen Beh├Ârden jedoch wegen des Krankheitsverdachts zur├╝ckgewiesen. Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine von Insekten ├╝bertragene Viruserkrankung, an der vor allem Schafe, aber auch Rinder und Ziegen erkranken.

Der Viehfrachter lief den Berichten zufolge danach Libyen in der Hoffnung an, die Tiere dort verkaufen zu k├Ânnen. Aber auch die dortigen Beh├Ârden verboten das. Auf der Suche nach Futter f├╝r die Tiere fuhr die "Karim Allah" Richtung Tunesien, wo das Schiff jedoch abgewiesen wurde. Erst im Hafen von Augusta in Sizilien konnte Futter an Bord geholt werden. Die Rinder bekamen drei Tage lang nur noch Wasser, hie├č es bei "El Pa├şs". Danach kehrte der unter libanesischer Flagge fahrende Frachter nach Cartagena zur├╝ck.

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In einer ├Ąhnlichen Situation befinden sich nach Angaben von RTVE derzeit etwa 1.800 weitere Jungtiere aus Spanien auf dem Viehfrachter "Elbeik" unter der Flagge Togos, der ebenfalls in der T├╝rkei und in Libyen wegen des Verdachts der Blauzungenkrankheit abgewiesen worden war. Das Schiff befand sich am Samstag nach Informationen von Trackingdiensten f├╝r Schiffe n├Ârdlich von Kreta auf s├╝dlichem Kurs.

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