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Günstig oder teuer? So finden Sie das richtige Smartphone

Günstig oder teuer?  

Mit diesen Tipps finden Sie das richtige Smartphone

29.11.2018, 17:06 Uhr | dpa

Günstig oder teuer? So finden Sie das richtige Smartphone. Qual der Wahl: Unzählige Smartphones sind auf dem Markt - doch was darf ein gutes Modell kosten? (Quelle: dpa/Florian Schuh/dpa-tmn)

Qual der Wahl: Unzählige Smartphones sind auf dem Markt - doch was darf ein gutes Modell kosten? (Quelle: Florian Schuh/dpa-tmn/dpa)

ar-180918-reddig-neue-iphones-im-test-mit-videoDie Smartphones der Spitzenklasse sind teuer. Um die 1000 Euro müssen Käufer aktuell für die Flaggschiffe der großen Marken hinblättern. Dabei sind gute Smartphones viel günstiger zu haben.

Bei Smartphones kann man unterscheiden zwischen Einsteiger- und Mittelklasse, sowie den Premiummodellen. Einsteigergeräte sind zum Teil für unter 100 Euro zu haben, in der Mittelklasse kostet ein Smartphone zwischen 250 und 500 Euro. Oberklassemodelle sind preislich ab 600 Euro angesiedelt – und werden stetig teurer. Die neuesten Geräte kosten mittlerweile um die tausend Euro. Aber muss so viel Smartphone überhaupt sein?

Das kommt ganz darauf an, welche Ansprüche man an das Gerät stellt, sagt Alexander Spier vom Fachmagazin "c't". Über die aktuelle Technik verfügen Einsteigergeräte nicht. Wer lediglich einige Apps nutzen, ein bisschen im Internet surfen und mal telefonieren möchte, ist aber mit einem Handy ab um die 150 Euro gut bedient.

Billige Geräte leisten weniger

Abstriche machen müssen Nutzer dann in jedem Fall bei der Kamera – außerdem sind die Geräte meist nicht so schnell. Beim Scrollen kann es schon mal ein bisschen ruckeln: Der Arbeitsspeicher ist relativ klein, der Prozessor eher langsam. Auch beim Design müssen Käufer von Einsteigermodellen einstecken, da günstigere Modelle häufig aus Kunststoff gefertigt sind. Der Vorteil daran: Die Geräte sind unempfindlicher und gehen nicht so schnell kaputt.

Empfehlung der Redaktion: das Einsteiger-Smartphone Huawei Y6 (2018)

Huawei bietet für etwas mehr als 100 Euro ein solides Smartphone für Nutzer mit wenig Ansprüchen an: das Huawei Y6 (2018). Dabei sieht es dennoch schick aus: Die Kunststoff-Rückseite ist von einem Gehäuserahmen aus Metall eingefasst. Das Display des 5,7 Zoll großen Smartphones löst mit 720×1440 Pixeln auf, was für diese Größe etwas wenig ist. Aber das Display ist ausreichend hell, so dass es insgesamt gut ablesbar ist. Der Akku ist mit 3000 mAh recht stark, die Hauptkamera hat 13 Megapixel mit Blitz, die Frontkamera 5 Megapixel. Der Speicher beträgt nur 16 GB, von denen Android 8.0 die Hälfte belegt. Dank microSD-Slot lässt sich der Speicher jedoch erweitern. Entsperrt werden kann das Huawei Y6 neben PIN oder Muster auch mit einer Gesichtserkennung.

Huawei Y6 (2018) mit Dual-SIM

  • 5,7 Zoll HD-Display
  • 16 GB Speicher, 2 GB RAM
  • 13 MP Haupt-/5 MP Frontkamera
  • 3000 mAh Akku
  • Dual-SIM, Gesichtserkennung
  • Android 8.0

Wer ein neues Smartphone kaufen will, sollte sich nicht von den Zahlen wie zum Beispiel der Megapixelzahl der Kamera blenden lassen. "Ob die Kamera gute Fotos macht, hängt viel mehr mit dem Zusammenspiel der verbauten Technologien und der Software ab", sagt Alexander Emunds vom Telekommunikationsportal "Teltarif.de".

Speicherkapazität intern oder extern?

An anderen technischen Richtwerten können sich Käufer aber orientieren: Wer viele Fotos und Videos speichern möchte, braucht einen entsprechend großen internen Speicher. "Da sind 16 Gigabyte schon sehr wenig", sagt er. Zu bedenken sei auch, dass die Software selbst einen großen Teil des Speichers belege. Viele Smartphones bieten die Möglichkeit, Speicher per microSD-Karte nachzurüsten. Gleichwertig ersetzen kann so ein externes Speichermedium die Kapazität an internem Speicher aber nicht, weil der schneller arbeitet. Große Dateien wie Fotos und Videos lassen sich aber gut auf eine Speicherkarte auslagern.

Wer Wert auf schnelles Internet legt, achtet besser darauf, dass das Smartphone LTE-fähig ist und mindestens den n-WLAN-Standard unterstützt. Das noch schnellere ac-WLAN wird bei günstigeren Smartphones oft nicht verbaut, sondern ist erst bei Mittel- und Oberklasse-Smartphones zu finden.

Auflösung des Displays sollte beachtet werden

Da oft auch am Display gespart wird, sollten Käufer auf eine Auflösung von mindestens 720p in der Breite achten, sagt Emunds. WQHD oder 4K muss es nicht unbedingt sein. Welche Auflösung optimal ist, hängt letztendlich aber von der Display-Größe ab. Hier können sich Käufer an einer einfachen Formel orientieren: Je größer das Display ist, desto höher sollte auch die Auflösung sein.

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass günstigere Smartphones über ein weniger helles Display verfügen. Wer sein Gerät häufig draußen zum Navigieren benötigt oder im Sommerurlaub am Strand darauf lesen möchte, ist deshalb mit einem Einsteigergerät mit geringer Displayhelligkeit nicht gut bedient.

Mittelklasse erzielt schon gute Leistungen

In der Mittelklasse werden die Leistungen des Smartphones besser: Das Gerät läuft flüssiger, das Display ist meist höher aufgelöst und kann heller eingestellt werden, die Funktionen sind vielfältiger. So verfügen die Smartphones mal einen schnellen Prozessor, mal über eine tolle Kamera. "Da muss man einen Schwerpunkt setzen, was man will", sagt Spier.

Empfehlung der Redaktion: das Mittelklasse-Smartphone Honor X8

Mit dem Honor 8X macht Huawei Apples iPhone XS Max Konkurrenz: Es hat ein 6,5 Zoll großes Full-HD+-Display im Format 19,5:9 in nahezu randlosem Design. Das gibt es sonst nur bei den Top-Modellen. Eine 20 MP Dual-Hauptkamera, eine 16 MP Frontkamera, 65 GB Speicherplatz mit 4 GB RAM, ein starker Akku, Dual-SIM und ein Fingerabdrucksensor machen das Mittelklasse-Smartphone zu einem attraktiven Angebot. In dieser Preisklasse nicht selbstverständlich: Das Honor 8X unterstützt Bluetooth 5.0, WLAN-ac und NFC zur mobilen Bezahlung. Eine 3,5 mm-Kopfhörerbuchse und ein UKW-Empfänger gehören auch zur Ausstattung.

Honor 8X

  • 6,5 Zoll-Display
  • 64 GB Speicher, 4 GB RAM
  • 20 MP Dual-Haupt-/16 MP Frontkamera
  • 3750 mAh Akku
  • Fingerabdrucksensor, Dual-SIM
  • Android 8.1

Je höher der Preis, desto eher spielt das Entscheiden eine untergeordnete Rolle. Oberklasse-Smartphones laufen reibungslos und sind für alle Situationen gerüstet. Deshalb rücken dann zusätzliche Spielereien in den Vordergrund: induktives Laden beispielsweise oder die kontrastreicheren OLED-Displays. Deutliche Unterschiede zu günstigeren Smartphones zeigen sich bei den Spitzenmodellen vor allem bei der Kamera. "Hier wird die aktuelle Technik verbaut – das spielt im Marketing eine große Rolle", sagt Christian van de Sand von der Stiftung Warentest.

Biometrische Entsperrmethoden kosten extra

Wer auf neueste Funktionen wie Gesichtserkennung Wert legt, muss ebenfalls tief in die Tasche greifen. "Vor einigen Jahren war bei den Fingerabdrucksensoren so. Mittlerweile sind die vermehrt auch in günstigeren Mittelklassegeräten verbaut", stellt er fest. Gleiches gilt zum Beispiel auch für Notch-Displays.

Wer ein gutes Modell kaufen, aber nicht viele Hundert Euro dafür ausgeben möchte, ist mit Mittelklasse-Modellen gut bedient. Gute Modelle gibt es bereits ab 250 Euro. Da Android-Geräte recht schnell im Preis sinken, kann es günstiger sein, etwas ältere Modelle zu kaufen, die bereits einige Monate auf dem Markt sind.

Sicherheitsupdates sind das A und O

Gerade dann sollten Käufer aber vor allem auf eines achten: Sicherheitsupdates. "Die Geräte von Apple werden beispielsweise sehr lange mit Updates versorgt", sagt Emunds. Das liege unter anderem daran, dass Apple sowohl Hersteller der Software als auch von der Hardware ist. "Bei Android-Geräten kann es aber schnell passieren, dass keine System-Updates mehr kommen." Das sei nicht nur bei günstigen Geräten der Fall, sondern könne auch bei teuren Modellen zum Problem werden. Käufer sollten sich deshalb informieren, ob das Wunschgerät über ein aktuelles Betriebssystem verfügt.

  • iPhone X und XS Max im Praxis-Vergleich: Welches Mega-Smartphone ist besser?

Grundsätzlich geben sich die Hersteller im Hinblick auf Software-Updates nicht sehr transparent, so Emunds. Bei Oberklasse-Smartphone können Käufer davon ausgehen, dass sie in der Regel das nächstgrößere Update bekommen. Bei Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones hilft eine Recherche im Netz herauszufinden, ob die Hersteller sich zur Update-Politik des Geräts bereits geäußert haben.

Apple iPhone X (64 GB)

  • 5,8 Zoll Super Retina Display
  • 64 GB Speicher, 3 GB RAM
  • 12 MP Haupt-/ 7MP Frontkamera
  • 2716 mAh Akku
  • staub- und wasserdicht
  • kabelloses Laden (Qi), 3D-Gesichtsscanner

Verwendete Quellen:
  • dpa

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