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Stiftung Warentest | Soundbars im Test: Diese Lautsprecher fallen durch!

Stiftung Warentest  

Fast alle Geräte fallen im Soundbar-Test durch

Von Adrian Smiatek, Carl-Johann Philipp, Katja Schmidt

21.07.2021, 13:44 Uhr
Stiftung Warentest | Soundbars im Test: Diese Lautsprecher fallen durch!. Das sind die besten Geräte im Soundbar-Test der Stiftung Warentest 2021. (Quelle: Hersteller/JBL)

Das sind die besten Geräte im Soundbar-Test der Stiftung Warentest 2021. (Quelle: JBL/Hersteller)

Satter Sound im Wohnzimmer: Mit Soundbars verbessern Sie den Klang Ihres Fernsehers und sorgen für den perfekten Musikgenuss. Doch halten die kompakten Geräte, was sie versprechen? Wir stellen die Testergebnisse der Stiftung Warentest vor.

Moderne Fernseher sind flach, groß und beeindrucken mit scharfen Bildern, der Sound kann häufig jedoch nicht mithalten. Das Problem: je dünner der TV, desto dünner auch der Klang. Den integrierten Lautsprechern fehlt einfach das Volumen. Soundbars sind die Lösung für guten Klang und Kinofeeling im Wohnzimmer. Die Stiftung Warentest hat für die "test"-Ausgabe 08/2021 Soundbars mit und ohne separaten Subwoofer untersucht.

Stiftung Warentest: So wurde getestet

Für den Soundbar-Test 2021 hat die Stiftung Warentest 20 Modelle von Sonos, Teufel, Bose, Samsung und Co. unter die Lupe genommen. Je zehn Soundbars ohne und mit separater Bassbox (Subwoofer) wurden getestet. In die Bewertung floss mit 65 Prozent in erster Linie der Ton ein, berücksichtigt wurden aber auch die Handhabung (20 Prozent) und der Stromverbrauch (15 Prozent). Die Tester achteten außerdem auf den Datenschutz der zu den Soundbars gehörenden Apps.

Die Ergebnisse des Soundbar-Tests im Überblick

Die Testergebnisse sind enttäuschend: Lediglich zwei Soundbars können überzeugen und sind demnach uneingeschränkt empfehlenswert. 16 Modelle sind lediglich "befriedigend", darunter Geräte namhafter Marken wie Bose, Teufel, Samsung oder Sonos. Zwei einteilige Soundbars von LG und Grundig sind sogar nur "ausreichend".

Testsieger unter den einteiligen Soundbars ist die JBL Bar 5.0 MultiBeam mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (2,2)". Unter den Modellen mit Subwoofer schneidet das 2.1-Set Cinebar 11 von Teufel mit der Gesamtnote "gut (2,4)" am besten ab. Das erfreuliche: Beide Lautsprecher gehören zu den günstigeren im Soundbar-Test. Den besten Klang liefert den Prüfern zufolge die LG DSN8YG.

Der Testsieger: JBL Bar 5.0 MultiBeam

Das Testergebnis: Die Soundbar von JBL ist mit der Gesamtnote "gut (2,2)" die beste im Test. Ihr lebhafter und detailreicher Sound überzeugt die Prüfer der Stiftung Warentest, die auch die Handhabung und den geringen Stromverbrauch des Geräts loben. 

Produktdetails: Die MultiBeam-Soundbar von JBL sorgt dank 250 Watt Leistung, Virtual Dolby Atmos und vier Passivmembranen für satten Sound mit tiefen, kräftigen Bässen. Auch ohne separaten Subwoofer entsteht laut Hersteller beeindruckender Raumklang im Heimkino. Auf Wunsch kann mithilfe der Multiroom-Möglichkeiten Musik auch in mehreren Räumen parallel genossen werden.

Die Bedienung der Soundbar erfolgt einfach über die Fernbedienung, per App oder via Sprachsteuerung. Für den Anschluss an den Fernseher stehen etwa HDMI, USB und ein optischer Ausgang zur Verfügung. Konnektivität auch ohne Kabel ist mit WLAN, Bluetooth und AirPlay sichergestellt. Darüber können alle gängigen Formate wiedergegeben werden, egal ob vom Fernseher oder dem Smartphone.

Die Soundbar von JBL ist 70,9 x 5,8 x 10,1 Zentimeter (BHT) groß und wiegt 2,8 Kilogramm. Sie kann entweder unter dem Fernseher aufgestellt oder an der Wand montiert werden. Die passende Wandhalterung ist im Lieferumfang enthalten.

Der Testsieger mit Subwoofer: Teufel Cinebar 11 2.1 Set

Das Testergebnis: Von Teufel stammt das beste Set aus Soundbar und Subwoofer im Test: Es erreicht das "test"-Qualitätsurteil "gut (2,4)" und punktet beim Sound von Musik und Sprache. Zudem gefallen den Prüfern die Möglichkeiten zur Klangoptimierung.

Produktdetails: Die in Berlin entwickelte Cinebar 11 von Teufel besteht aus Soundbar und Subwoofer und liefert damit hervorragenden Sound. Sie überzeugt mit hochwertigem Raumklang und verschiedenen Sound-Modi, und zwar auch ohne Multi-Room oder Dolby Atmos.

Außerdem punktet das Gerät mit einer hochwertigen technischen Ausstattung und vielfältigen Anschlüssen, etwa HDMI oder Bluetooth. WLAN oder LAN stehen jedoch nicht zur Verfügung. So muss auch auf die Steuerung via App verzichtet werden, die Bedienung erfolgt stattdessen mit einer Fernbedienung.

Die Soundbar ist 94,8 x 8,3 x 6 Zentimeter (BHT) groß und wiegt leichte 1,8 Kilogramm, der Subwoofer misst 12 x 42 x 42 Zentimeter (BHT) und hat ein Gewicht von 7,7 Kilogramm.

Information zur Verfügbarkeit: Die Cinebar 11 ist aktuell beim Hersteller Teufel erhältlich.

Der beste Klang im Test: LG DSN8YG

Das Testergebnis: Die Soundbar von LG erreicht bei Stiftung Warentest lediglich die Gesamtnote "befriedigend (2,7)", was am relativ hohen Stromverbrauch und dem nur "ausreichenden" Schutz persönlicher Daten liegt. Beim Klang schneidet das Gerät im Test jedoch am besten ab und auch die Handhabung gefällt den Prüfern.

Produktdetails: Auch die Soundbar des Herstellers LG besitzt einen separaten Subwoofer. Mit 440 Watt Leistung, Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus, Dolby Digital, DTS:X und DTS Digital Surround stehen viele Klangformate zur Verfügung. So soll ein hervorragender Raumklang fürs Heimkino entstehen. Auch die Multiroom-Wiedergabe ist möglich.

Die Steuerung kann über die Fernbedienung oder via App erfolgen, Sprachsteuerung ist nicht möglich. Für die Verbindung mit dem Fernseher und weiteren Geräten stehen zahlreiche Anschlüsse zur Verfügung, darunter HDMI, USB und ein optischer Ausgang. Ohne Kabel verbinden Sie die Soundbar via Bluetooth oder WLAN zum Beispiel mit Ihrem Smartphone.

Soundbar und Subwoofer sind 10,6 x 5,7 x11,9 Zentimeter beziehungsweise 22,1 x 39 x 31,3 Zentimeter (BHT) groß und wiegen 4,4 und 7,8 Kilogramm. Die Soundbar kann trotz ihres höheren Gewichts problemlos an der Wand befestigt werden. Eine Wandhalterung wird mitgeliefert.

Noch zu empfehlen: Testsieger von 2020

Das Testergebnis: Die nuBox AS-225 von Nubert wurde im Soundbar-Test von Juli 2020 mit der Gesamtnote "gut (2,2)" Testsieger und ist laut Stiftung Warentest immer noch zu empfehlen. Das "test"-Qualitätsurteil ist jedoch nicht mit den aktuellen Ergebnissen vergleichbar, da das Testverfahren verändert wurde.

Produktdetails: Die Soundbar von Nubert ist fast schon ein Retro-Modell im Vergleich zu den sonst vernetzten und modernen Soundbars. Das bringt allerdings einige Vorteile: Der Hersteller konzentriert sich ausschließlich auf einen guten Sound und reduziert die Funktionen für eine einfache Bedienung. So kann etwa die Steuerung nur via Fernbedienung erfolgen. Dank des HDMI-ARC-Anschlusses kann die Lautstärke jedoch auch über die Fernbedienung des Fernsehers reguliert werden.

Für den Anschluss an andere Geräte stehen neben HDMI ein optischer Ausgang, ein Coaxial- sowie ein Aux-In-Eingang zur Verfügung. Via Bluetooth kann Musik ohne Kabel vom Smartphone oder Tablet abgespielt werden. Der Sound ist dabei dank 160 Watt Leistung sowie je einem Hoch- und Tiefmitteltöner sehr gut.

Die 60 x 13 x 35 Zentimeter große Soundbar ist das schmalste und mit 9,3 Kilogramm auch das schwerste hier vorgestellte Gerät. Als einzige kann sie zudem nicht an der Wand montiert werden.

Unser Fazit zum Soundbar-Test

Soundbars sind gute und platzsparende Alternativen zu herkömmlichen Surround-Anlagen. Sie verbessern den meist bescheidenen Klang von in Fernsehern integrierten Lautsprechern. Ein separater Subwoofer sorgt dann zusammen mit der Soundbar für optimalen Raumklang. Uneingeschränkt empfehlen können wir den Testsieger JBL Bar 5.0 MultiBeam. Und auch die laut Stiftung Warentest beste Soundbar mit Subwoofer von Teufel ist perfekt fürs Heimkino. Noch besseren Klang bietet jedoch die LG DSN8YG.

Häufige Fragen rund um Soundbars

Soundbar oder Surround-Anlage: Was ist besser?

Die Vorteile einer Soundbar: Sie ist kompakt, einfach zu installieren und meist günstiger als eine große 5.1-Surround-Anlage. Das Surround-System bietet dagegen mehr Flexibilität und einen noch besseren Klang. Dafür ist die Einrichtung meist komplexer und Sie brauchen für die Lautsprecher mehr Platz.

Mit cleveren Features wie einer Sprachverbesserung und Musikstreaming vom Handy erleben Sie auch mit Soundbars eine echte Verbesserung zum dünnen TV-Sound. Einige Marken wie Sonos bieten zudem eine Erweiterbarkeit des Systems an. Mit der Zeit kaufen Sie weitere Lautsprecher dazu und bauen sich so ebenfalls ein 5.1-System zusammen.

Unsere Empfehlung: Wenn Sie schnell und einfach den Klang Ihres Fernsehers verbessern wollen, ist eine Soundbar die richtige Wahl. Experten, die erstklassigen Sound brauchen, die Einrichtung auch selbst übernehmen können und viel Platz im Wohnzimmer haben, werden mit einem Surround-System glücklich. 

Wie schließe ich eine Soundbar an den Fernseher an?

Die Soundbar an einen Fernseher anzuschließen geht in den meisten Fällen ganz leicht: Prüfen Sie zunächst, welche Anschlüsse an Ihrem TV vorhanden sind. Die gängigsten Lösungen sind ein HDMI-Anschluss oder ein optischer Audio-Ausgang. Einige Modelle können Sie zudem ohne Kabel via Bluetooth verbinden. Unsere Empfehlung ist der HDMI-Anschluss. Verbinden Sie die Soundbar mit dem Fernseher und achten Sie auf die Bedienungsanleitung des Herstellers.

Was ist HDMI ARC?

HDMI ARC ist der neueste Standard zur Übertragung des Sounds vom Fernseher zu einer Soundbar. ARC steht dabei für "Audio Return Channel". Der Vorteil des Standards: Der Ton kann über das HDMI-Kabel in beide Richtungen gesendet werden. Damit sparen Sie weitere Kabel und erhalten das Tonsignal von einem eingebauten TV-Tuner oder einer externen Streaming-Box oder Spielkonsole. Bei einigen Modellen können Sie dadurch die Soundbar auch mit der Fernbedienung vom TV steuern. Alle modernen Fernseher besitzen mindestens einen HDMI-Anschluss mit ARC.

Verwendete Quellen:
  • Alle Testergebnisse der Stiftung Warentest

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