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Stiftung Warentest 2020: Kühl-Gefrier-Kombiationen im Test

Stiftung Warentest  

Kühl-Gefrier-Kombis im Test – große Kombigeräte können überzeugen

Von Monika Salz

26.06.2020, 11:37 Uhr

Kühlschrank und Gefrierschrank in einem – Kühl-Gefrierkombis sind beliebt und praktisch. Die Stiftung Warentest hat in ihrer neusten "test"-Ausgabe 07/2020 solche Geräte getestet. Wir stellen die Ergebnisse vor, zeigen die Testsieger und erklären, was beim Kauf und bei der Nutzung einer Kühl-Gefrier-Kombi wichtig ist.

Viele haben in ihrer Küche nicht den Platz, einen Kühlschrank und einen separaten Gefrierschrank aufzustellen. Daher sind Kühl-Gefrier-Kombinationen die praktischen "Alles-In-Einem"-Lösungen.

Die Gefrierkapazität eines solchen Kombi-Geräts reicht zwar allemal für kleine bis mittelgroße Haushalte aus. Aber können die Geräte auch wirklich gut Kühl- und Gefriergut lagern? Wie schaut es mit dem Energieverbrauch aus? Die Stiftung Warentest hat sich 27 freistehende Kühl-Gefrier-Kombinationen genauer angeschaut.

Kühl-Gefrier-Kombinationen – was hat die Stiftung Warentest getestet?

In einem internationalen Gemeinschaftstest wurden 27 freistehende Kühl-Gefrier-Kombinationen getestet. Die Geräte hatten die Energieeffizienzklassen A+, A++ und A+++. Vorn den getesteten Modellen hatten 16 Geräte eine Größe von mindestens 1,84 Meter. Die anderen elf Geräte waren kleiner, aber mindestens 1,24 Meter hoch. Insgesamt vier Modelle wurden bereits in früheren Tests (2019/2020) getestet und fließen mit in die Bewertung ein.

Das Hauptaugenmerk des Tests lag auf der Energieeffizienz der Kühl-Gefrierschränke (30 Prozent der Gesamtnote). Des Weiteren wurden folgende Teilaspekte beurteilt: Kühlen und Einfrieren (jeweils 12,5 Prozent), Handhabung (25 Prozent), Temperaturstabilität beim Lagern (10 Prozent) sowie Geräusch und Verhalten bei Störungen (jeweils 5 Prozent).

Was sind die Ergebnisse des Kühl-Gefrier-Kombination Tests?

Die Stiftung Warentest stellte fest, dass nur die großen Geräte zufriedenstellende Ergebnisse liefern. Während von den 16 getesteten Geräten mit mindestens 1,82 Höhe neun mit dem test-Qualitätsurteil "Gut" abschnitten, war das Ergebnis bei den kleinen Modellen enttäuschend. Neun kleine Kühl-Gefrierkombinationen erhielten ein test-Qualitätsurteil von "Ausreichend", zwei kleine Geräte wurden mit "Mangelhaft" abgestraft. Die Gründe dafür waren unterschiedlich und reichten von einer schlechten Energieeffizienz, schlechten Ergebnissen beim Einfrieren bis hin zu Problemen bei der Handhabung. Bei allen kleinen Geräten lag ein mangelhaftes Verhalten bei Störungen vor.

Testsieger bei den großen Kühl-Gefriergeräten wurden mit einem test-Qualitätsurteil von "Gut (1,6)" gleich zwei Modelle: der Bosch KGE49VW4A und der Liebherr KG 2060-3 Bf. Dicht gefolgt von einem weiteren Modell aus dem Hause Bosch, dem KGE39VW4A mit einem test-Qualitätsurteil von "Gut (1,7)" und dem Siemens KG39NXIDR mit der Gesamtnote "Gut (1,8)". Alle vier Geräte haben die Energieeffizienzklasse A+++.

Die Testsieger bei den Kühl-Gefrier-Kombinationen

Zwei Modelle von Bosch und Liebherr gingen gemeinsam als Sieger durchs Ziel.

Testsieger eins: Bosch KGE49VW4A Kühl-Gefrier-Kombination

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  • Gebrauchsvolumen Kühlteil: 211 Liter
  • Gebrauchsvolumen Kaltlagerfach: 17 Liter
  • Gebrauchsvolumen Gefrierteil: 79 Liter
  • Energieeffizienzklasse: A+++

Zusammen mit dem zweiten Testsieger von Liebherr erreichte das Modell von Bosch mit "sehr gut (0,6)" die beste Teilnote im Bereich Temperaturstabilität beim Lagern. Auch in den Testpunkten Kühlen und Energieeffizienz vergaben die Tester ein "sehr gut", in allen anderen Testpunkten gab es ein "gut".

Die Bosch KGE49VW4A Kühl-Gefrier-Kombination hat ein Gebrauchsvolumen von 211 Litern im Kühlbereich, 17 Litern im Kaltlagerfach und 79 Litern im Gefrierfach. Das Gerät ist 2,01 Meter hoch und mit 70 Zentimetern Breite etwas breiter als normale Küchenmöbelabmessungen (60 Zentimeter). Der Geräuschpegel liegt bei 38 dB und der Stromverbrauch (gemessen bei 25 Grad Raumtemperatur) für die Lagerung von Lebensmitteln bei 165 Kilowattstunden pro Jahr.

Testsieger 2: Liebherr KG 2060-3 Bf Kühl-Gefrier-Kombination

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  • Gebrauchsvolumen Kühlteil: 124 Liter
  • Gebrauchsvolumen Kaltlagerfach: 70 Liter
  • Gebrauchsvolumen Gefrierteil: 74 Liter
  • Energieeffizienzklasse: A+++

Zweiter Testsieger ist das Modell 2060-3 Bf von Liebherr. Deutlich teurer als der Kühlschrank von Bosch, bekam auch diese Kühl-Gefrier-Kombination das test-Qualitätsurteil "Gut (1,6)" und die Teilnote "sehr gut (0,6)" im Bereich Temperaturstabilität beim Lagern. Auch bei den Testpunkten Einfrieren und Verhalten bei Störungen schnitt dieses Modell mit "sehr gut" ab. Die Kühlleistung bewerteten die Tester nur mit "befriedigend", in allen anderen Testpunkten gab es ein "gut".

Die Liebherr KG 2060-3 Bf Kühl-Gefrier-Kombination hat ein Gebrauchsvolumen von 241 Litern im Kühlbereich, 70 Litern im Kaltlagerfach und 74 Litern im Gefrierfach. Das Gerät ist 2,01 Meter hoch und 60 Zentimetern breit, passt also auch in Lücken von Einbauküchen. Der Geräuschpegel liegt bei 38 dB und der Stromverbrauch (gemessen bei 25 Grad Raumtemperatur) für die Lagerung von Lebensmitteln bei 176 Kilowattstunden pro Jahr. Das Gefrierteil verfügt über eine No-Frost-Funktion.

Der kleine Bruder: Bosch KGE39VW4A Kühl-Gefrier-Kombination

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  • Gebrauchsvolumen Kühlteil: 172 Liter
  • Gebrauchsvolumen Kaltlagerfach: 14 Liter
  • Gebrauchsvolumen Gefrierteil: 64 Liter
  • Energieeffizienzklasse: A+++

Der kleine Bruder des Testsiegers kam auf das test-Qualitätsurteil "Gut (1,7)". Mit der Teilnote "sehr gut" beim Kühlen, Einfrieren, der Temperaturstabilität beim Lagern, Energieeffizienz und Geräusch kann sich dieses etwas kleinere Modell durchaus sehen lassen. Lediglich im Testpunkt Verhalten bei Störungen bekam der Bosch KGE39VW4A ein "befriedigend", da er über keinen guten Türalarm verfügt.

Die Bosch KGE39VW4A Kühl-Gefrier-Kombination hat ein Gebrauchsvolumen von 172 Litern im Kühlbereich, 14 Litern im Kaltlagerfach und 64 Litern im Gefrierfach. Das Gerät ist 2,01 Meter hoch und 60 Zentimetern breit, passt also auch in Lücken von Einbauküchen. Der Geräuschpegel liegt bei 38 dB und der Stromverbrauch (gemessen bei 25 Grad Raumtemperatur) für die Lagerung von Lebensmitteln bei 165 Kilowattstunden pro Jahr.

Der Leise: Siemens KG39NXID Kühl-Gefrier-Kombination

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  • Gebrauchsvolumen Kühlteil: 193 Liter
  • Gebrauchsvolumen Kaltlagerfach: 18 Liter
  • Gebrauchsvolumen Gefrierteil: 65 Liter
  • Energieeffizienzklasse: A+++



Auf Platz vier des Tests kam die Kühl-Gefrier-Kombination KG39NXID von Siemens. Sie erhielt das test-Qualitätsurteil "Gut (1,8)". Mit nur 36 dB ist das Modell besonders leise. In den Prüfpunkten Einfrieren, Temperaturstabilität beim Lagern, Energieeffizienz und Geräusch erhielt das Kühlgerät jeweils ein "sehr gut". Ein "gut" gab es beim Testpunkt Kühlen.

Die Siemens KG39NXID Kühl-Gefrier-Kombination hat ein Gebrauchsvolumen von 193 Litern im Kühlbereich, 18 Litern im Kaltlagerfach und 65 Litern im Gefrierfach. Das Gerät ist 2,04 Meter hoch und 60 Zentimetern breit, passt also auch in Lücken von Einbauküchen. Der Geräuschpegel liegt bei nur 36 dB und der Stromverbrauch (gemessen bei 25 Grad Raumtemperatur) für die Lagerung von Lebensmitteln bei 175 Kilowattstunden pro Jahr. Das Gefrierteil verfügt über eine No-Frost-Funktion.

Fazit: Kühl-Gefrierkombinationen im Test

Große Geräte bieten durchweg bessere Leistungen als kleine Kühl-Gefrier-Kombinationen. Schon ab einem Zwei-Personen-Haushalt ist die Anschaffung eines solchen Kühlgeräts sinnvoll.

Wir empfehlen – wie die Stiftung Warentest – den Testsieger von Bosch. Er hat zusammen mit dem Modell von Liebherr die beste Note bekommen, ist aber mehrere hundert Euro günstiger und hat ein viel größeres Kühlteil. Zudem verbraucht das Modell von Bosch etwas weniger Strom.

Wichtige Fragen und Antworten zu Kühl-Gefrier-Kombinationen

Wir haben alle wichtigen Fragen zum Thema gesammelt und für Sie kurz beantwortet.

Was bedeutet Temperaturstabilität beim Lagern?

Der Begriff Temperaturbeständigkeit beim Lagern zielt auf die Untersuchung hin, wie und ob sich die Temperatur im Inneren des Kühlgeräts verändert, wenn die Außentemperatur (Raumtemperatur) sinkt oder steigt. Die Stiftung Warentest untersuchte dies bei Raumtemperaturen von 10, 25 und 32 Grad Celsius. Ein gutes Gerät ist in der Lage, solche Umgebungstemperaturschwankungen abzufangen und die Innentemperatur möglichst stabil zu halten, sodass die eingelagerten Lebensmittel keinen Schaden nehmen.

Welche Funktionen sind beim Gefrierteil wichtig?

Wer sich für eine Kühl-Gefrierkombination entscheidet, sollte die Technik des Gefrierteils im Blick haben. Sollen regelmäßig Lebensmittel eingefroren werden, ist eine Funktion für schnelles Einfrieren sinnvoll. Sie sorgt dafür, dass die Temperatur schnell stark absinkt und Lebensmittel in kurzer Zeit eingefroren werden. Dies kann für eine gleichbleibend hohe Qualität der Lebensmittel von Bedeutung sein.

Praktisch ist auch die sogenannte No-Frost-Technologie. Diese sorgt dafür, dass die Luftfeuchtigkeit im Gefrierschrank reguliert wird. Dadurch vereisen Lebensmittel nicht mehr, das Gerät muss nicht abgetaut werden. Das spart Zeit, Stromkosten und Nerven.

Was sind wichtige Kriterien beim Kauf einer Kühl-Gefrierkombination?

Wenn Sie einen Kühlschrank mit Gefrierfach kaufen möchten, sollten Sie vorab einiges bedenken. Wichtiges Kriterium ist die Größe des Geräts. Für einen Singlehaushalt kann ein kleineres Gerät ausreichen, eine 4-köpfige Familie braucht ein größeres Modell. Wichtig ist auch, dass Sie in Ihrer Küche genau abmessen, wie viel Platz für den neuen Kühlschrank zur Verfügung steht. Manche Kombi-Geräte sind breiter als die üblichen 60-Zentimeter-Kühlschränke.

Die Energieeffizienzklasse sagt Ihnen, wie viel Strom der Kühlschrank verbraucht. Wählen Sie hier A+++ oder A++ Kühl-Gefrierkombinationen. Wenn Sie viel auf Reisen sind, achten Sie auf Geräte mit einer sogenannten Holiday-Funktion.

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