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Stiftung Warentest: Mundspülungen – schlechte Note für Mundwasser zum Verdünnen

Zahnpflege  

Stiftung Warentest 2021: Jede zweite Mundspülung überzeugt im Test

30.01.2021, 15:58 Uhr | MoS, JPH, t-online

Stiftung Warentest: Mundspülungen – schlechte Note für Mundwasser zum Verdünnen. Mundspülungen im Test: Die Stiftung Warntest untersucht 20 Produkte und fällt ein positives Urteil. (Quelle: imago images/MiS)

Mundspülungen im Test: Die Stiftung Warentest untersuchte 20 Produkte und fällt ein positives Urteil. (Quelle: MiS/imago images)

Wer die tägliche Zahnpflege durch Spülungen ergänzen möchte, sollte auf fertige Mundspüllösungen mit Fluorid setzen. Das rät die Stiftung Warentest nach dem Test von 20 Mundspülungen. Ganz vorn liegen Eigenmarken von Edeka und Lidl. Schlechte Noten gibt es dagegen für Mundwässer zum Verdünnen. Wir zeigen die Testsieger.

Eine gute Mundhygiene beugt nicht nur Karies, Zahnfleischbluten und Parodontose vor. Studien zeigen, dass bei mangelnder Zahnhygiene sogar das Risiko von Herzinfarkten steigt. Die Mundspülung als ein Teil der Zahnhygiene hat also weit mehr Nutzen als einen frischen Atem. Die Stiftung Warentest hat in der "test"-Ausgabe 02/2021 insgesamt 13 Mundspülungen und 7 Mundwässer getestet.

Die Testsieger bei Stiftung Warentest

Die besten Mundspülungen im Test sind die günstigen Eigenmarken von Supermärkten und Drogerien. Ganz vorn landet die "Elkos DentaMax Zahnfleischpflege Mundspülung" von Edeka. Auch die Produkte von Lidl, Kaufland und Rossmann überzeugen und erhalten die Gesamtnote "Gut (1,6)". Sie punkten zudem mit einem geringen Preis. Unverändert ebenfalls im Handel ist der Testsieger aus dem letzten Test (01/2018): dm Dontodent antibakterielle Mundhygiene Schutz mit Kräuter-Minz-Aroma erreichte das Urteil "Sehr gut (1,4)"

Weitere Mundspülungen mit der Note "Gut"

Insgesamt 7 der 13 getesteten Mundspüllösungen erhielten im aktuellen Test die Gesamtnote "Gut". Neben den Testsiegern überzeugen auch folgende Produkte:

Ein ernüchterndes Urteil gibt es dagegen für Mundwässer zum Verdünnen: Keines der Produkte überzeugt – sechs sind "Mangelhaft". Sie beugen weder Karies, Zahnbelag, Zahnfleischentzündung noch Mundgeruch vor. Die Tester empfehlen daher, auf fertigverdünnte Mundspülungen zu setzen. Wir stellen einige der guten Spülungen vor.

Listerine Total Care Mundspülung

Die antibakterielle Mundspülung von Listerine wurde bereits im Jahr 1881 in England entwickelt und ab 1914 in den Vereinigten Staaten in Drogerien verkauft. Die Mundspülung "Total Care" ist für die Kariesprophylaxe geeignet und wirkt auch vorbeugend gegen Zahnbelag (Plaque) und Zahnfleischentzündungen (Gingivitis). Mit ätherischen Ölen wird zudem Mundgeruch entgegengewirkt. Im Test der Stiftung Warentest erreichte sie die Note "Gut (1,9)". Achtung: Dieses Produkt enthält Alkohol und ist somit für Schwangere nicht geeignet.

Elmex Kariesschutz Zahnspülung

Die Mundspülung von Elmex enthält Aminfluorid und reicht für ca. 40 Anwendungen. Sie wirkt gegen Karies, Plaque, Zahnstein und Mundgeruch. Im Test erreicht sie die Note "Gut (2,1)", gehört mit 1,43 Euro pro 100 Millilitern jedoch zu den teuersten im Feld. Die Mundspülung ist frei von Alkohol und Farbstoffen. Die Marke Elmex gehört wie auch Meridol zur Gaba-Gruppe und zählt zu den Marktführern bei Zahnpasta und Produkten zur Mundhygiene..

Gute Mundspülung aus dem letzten Test: Meridol 

Die Gaba-Gruppe, die die Meridol-Mundspülung herstellt, kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Das Schweizer Unternehmen ging aus der Goldenen Apotheke Basel hervor, die bereits 1638 gegründet wurde. Die Meridol-Mundspülung ist für die Kariesprophylaxe geeignet und wirkt auch vorbeugend gegen Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen. Gegen Letzteres setzt sie auf die Wirkstoffe Aminfluorid und Zinnfluorid. Meridol ist frei von Alkohol. Das Mundwasser erhielt im letzten Test im Jahre 2018 das "test"-Qualitätsurteil "Gut (1,9)".

Fazit – gute Mundspülungen müssen nicht teuer sein

Die hier vorgestellten Mundspülungen haben gute bis befriedigende Gesamtnoten erhalten und können somit ausnahmslos empfohlen werden. Besonders die Eigenmarken der Supermärkte und Drogerien schneiden erfreulich gut ab und sind zudem noch die günstigsten. Eine gute Mundspülung muss daher nicht viel kosten. Sparen können Sie sich laut Stiftung Warentest zudem das Geld für Mundwasserkonzentrate zum Verdünnen.

Ein bisschen kommt es natürlich auch auf den eigenen Geschmack an – Sie sollten eine angenehme Mundspülung nutzen, die Ihnen auch schmeckt. Die Mundspülung von Listerine schützt mit ätherischen Ölen, enthält allerdings Alkohol. Wer darauf verzichten möchte, kann auf die Mundspülung von Elmex zurückgreifen.

Häufige Fragen zu Mundspülungen

Wie unterscheiden sich Mundspülungen und was ist überhaupt drin? Wir haben wichtige Fragen rund ums Thema für Sie zusammengetragen.

Gibt es spezielle Mundspülungen für Kinder?

Spezielle Mundlösungen für Kinder sind milder im Geschmack, enthalten weniger Fluorid als die Mundspülungen für Erwachsene und sind frei von Alkohol. Testsieger war im letzten Test von 2018 das Produkt von Rossmann: Perlodent med Junior 6+ Mundspülung mit Fluorid Wildbeerengeschmack.

Wichtig bei Kindern: Da Mundspülung nicht verschluckt werden darf, ist sie für Kinder unter sechs Jahren nicht geeignet. Und auch danach sollten Eltern zuerst abschätzen, ob ihre Kleinen schon in der Lage sind, eine Mundspülung zu nutzen.

Was unterscheidet medizinische und kosmetische Mundspülungen?

Medizinische Mundwässer sind apothekenpflichtig und werden in der Regel vom behandelnden Zahnarzt verschrieben oder empfohlen. Dies kann nach Zahn- oder Kieferoperationen der Fall sein oder wenn der Arzt dies bei Zahnfleischproblemen für angebracht hält.

Keinesfalls sollte solch ein medizinisches Mundwasser dauerhaft genutzt werden, da die dort verwendenden Inhaltsstoffe (meist das antibakteriell wirkende Chlorhexidin) sehr viel höher dosiert sind als in den frei verkäuflichen kosmetischen Mundspülungen.

Wie wird eine Mundspülung richtig genutzt?

Mundspülungen müssen immer unverdünnt verwendet werden. Auf den Flaschen ist die genaue Anleitung zur Nutzung vermerkt. In der Regel reichen zehn bis zwanzig Millimeter, die meist mit der Verschlusskappe abgemessen werden können. Mit dieser Menge spült man etwa 30 Sekunden lang ein- bis zweimal täglich nach dem Zähneputzen.

Was ist drin in einer guten Mundspülung?

  • Fluoride: Fluoride, etwa Natriumfluorid und Aminfluorid, werden seit Jahrzehnten in Zahnpasten verwendet und dienen der Kariesprophylaxe und der Härtung des Zahnschmelzes. Fluoride werden deshalb auch in Mundspüllösungen verwendet.
  • Zinksalze: Zinksalze wirken gegen Bakterien und schützen damit vor Zahnfleischentzündungen, Plaque, Mundgeruch und Zahnstein. Zink wird sowohl in Zahnpasta als auch in Mundspülungen verwendet.
  • Chlorhexidin und Cetylpyridiniumchlorid: Beide Wirkstoffe dienen der Bekämpfung von Bakterien und Zahnbelag. In kosmetischen Mundspülungen sind sie niedrig dosiert. In medizinischen Mundwässern ist die Konzentration höher, diese dürfen aber nur zeitlich begrenzt genutzt werden.
  • Ätherische Öle: Ätherische Öle wie Eucalyptol und Thymol werden aus Pflanzen gewonnen, wirken antibakteriell und beugen Zahnfleischentzündungen vor.

Was kann eine gute Mundspülung leisten?

Auch eine gute Mundspülung ist kein Ersatz fürs Zähneputzen, aber in jedem Fall eine sinnvolle Ergänzung, um Zähne und Zahnfleisch zu schützen und zu pflegen. Bei regelmäßiger Anwendung unterstützt sie die Zahngesundheit.

Verwendete Quellen:
  • Mundspülungen im Test bei Stiftung Warentest

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