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WLAN-Lautsprecher im Test: Diese Boxen klingen gut

Stiftung Warentest  

WLAN-Lautsprecher im Test: Guter Klang in allen Räumen

Von Monika Salz

05.02.2020, 10:40 Uhr

WLAN-Lautsprecher können im Wohnzimmer eine herkömmliche Stereoanlage ersetzen, denn ihr Klang genügt auch höheren Ansprüchen. Das zeigt ein Test der Stiftung Warentest, bei dem Klang und Handhabung von WLAN-Lautsprechern mit und ohne Sprachassistenten getestet wurden ("test"-Ausgabe 02/2020). Wir stellen die Testsieger vor und zeigen, was die Lautsprecher leisten können.

Musik in guter Soundqualität genießen – mit größeren WLAN-Lautsprecherboxen geht das in allen Räumen. Ob Streaming, Musik von der Festplatte, vom Notebook, Smartphone, Tablet oder Internetradio – der Wunschsound kann bei den per App gesteuerten Boxen aus den unterschiedlichsten Quellen kommen.

Was wurde untersucht?

Insgesamt 13 größere WLAN-Lautsprecherboxen mit mindestens vier Litern Volumen wurden von Stiftung Warentest untersucht. Davon sechs ohne und sieben mit einem Sprachassistenten. Acht Modelle boten zudem auch zusätzlich analoge Eingänge, um Stereoanlagen anzuschließen. Alle Geräte im Test sind Multiroom-fähig und spielen Musik per Streaming aus dem Netz genauso ab wie Musik von der Festplatte, vom Notebook, Smartphone, Tablet oder Internetradio. Gesteuert werden die Lautsprecher per App.

Die Lautsprecher mussten im Test Klassik, Pop, Elektronik und Hörspiel abspielen, um ihren Klang unter Beweis zu stellen. Neben der Tonqualität wurden auch Handhabung, Sprachassistent, Stromversorgung, Vielseitigkeit und der Basisschutz persönlicher Daten getestet.

WLAN-Lautsprecher: das Testergebnis

Beim Klang spielt der Preis keine Rolle, sowohl die günstige Box von Ikea als auch teurere Markenlautsprecher lieferten mindestens einen guten Klang, bei vier Modellen war der Klang sogar sehr gut. Vier der getesteten Geräte ohne Sprachassistenten bekamen das "test"-Qualitätsurteil "Gut", zwei ein "Befriedigend". Sämtliche WLAN-Lautsprecher mit Sprachassistenten wurden wegen Mängeln an den Datenschutzerklärungen oder ihren AGB und Nutzungsbedingungen um eine halbe Note im Gesamturteil abgewertet. Auch zwei Boxen ohne Sprachassistenten wurden deshalb abgewertet. 

Der Testsieger: Teufel One M

Die Lautsprecherbox des Berliner Herstellers bekam mit dem "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,0)" zusammen mit dem Yamaha MusicCast 50 die beste Gesamtnote im Vergleich. In der Kategorie Tonqualität bekam das Modell ein "Gut (1,7)" mit sehr guten Ergebnissen bei maximaler Lautstärke und Störgeräuschen. Die Inbetriebnahme geht leicht vonstatten. Allerdings bemängelten die Tester, dass der Klang nicht ausgewogen sei und über zu wenig Höhen und zu viel Bass verfüge. Ein Stereobetrieb ist nicht möglich.

Der Preis-Leistungs-Sieger: Ikea Symfonisk WLAN-Lautsprecher

Der schwedische Möbelhersteller ist längst in die Welt des Smart Home vorgedrungen. Mit dem WLAN-Lautsprecher Symfonisk bietet er eine günstige Alternative zu anderen Herstellern. In eigenem Design steckt innen der Lautsprecher Sonos ONE SL. Gute Tonqualität und nur geringe Mängel bei den AGBs überzeugen ebenso wie der günstige Preis. Ein Audio-Anschluss für CD-Player fehlt, ebenso wie Bluetooth. Ikea selbst bietet den Symfonisk-Regallautsprecher für 99 Euro an und mit diesem Preis wurde er auch bei Stiftung Warentest zum Preis-Leistungs-Sieger gekürt. Wenn Sie sich die Fahrt zum Möbelhaus sparen möchten, gibt es den Lautsprecher auch bei einigen Amazon-Händlern. 

Die WLAN-Lautsprecher mit dem besten Sound

Die drei Boxen mit dem besten Sound haben alle eine Abwertung der Gesamtnote erhalten, da ihre AGBs, Nutzungsbedingungen oder der Datenschutz in den Augen der Stiftung Warentest zu starke Mängel aufwiesen.

Google Home Max 

Der Home Max Smart Speaker von Google liefert das beste Testergebnis in der Klangqualität. Die Tester lobten den sauberen und ausgewogenen Klang mit guten Höhen und Tiefen. In der Kategorie Ton bekam er dafür die Note "Sehr gut (1,0)". Den hohen Stromverbrauch und die Tatsache, dass Musik aus dem Heimnetzwerk nur über Apps von Drittanbietern abspielbar ist, kritisiert die Stiftung Warentest. AGBs, Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen verstoßen gegen deutsches und europäisches Recht. Daher gab es nur das "test"-Qualitätsurteil "Befriedigend (2,6)".

Testsieger: Yamaha MusicCast 50 

Mit einem "test"-Qualitätsurteil von "Gut (2,0)" liegt der MusicCast 50 von Yamaha gleichauf mit dem Gerät von Teufel. Allerdings ist die Note im Prüfkriterium Ton besser, sie liegt bei "Sehr gut (1,2)". Deutlicher Vorteil: Mit zwei Boxen lässt sich Stereosound erzeugen. Im Hörtest klingt der MusicCast 50 ausgewogen und klar. Im Testkriterium Handhabung war das Gerät von Yamaha sogar das beste Gerät. Die AGBs und Nutzungsbedingungen führten zu einer Abwertung der Gesamtnote.

Perfekt für Apple-Nutzer: Sonos Move Amazon Alexa

Auch bei Sonos gab es von den Testern Abzüge in der Gesamtnote, hier aufgrund des Datenschutzes. So bekam der Lautsprecher ein "test"-Qualitätsurteil von "Befriedigend (2,6)". Bei der Klangqualität konnte das Modell allerdings punkten und erreichte ein "Sehr gut (1,5)". Angetan waren die Tester von kräftigen Bässen, klaren Höhen und einer guten Stimmwiedergabe. Zudem verfügt das Modell über einen Akku, der bis zu sieben Stunden Laufzeit auch außerhalb der Reichweite einer Steckdose schafft. Apple-Nutzer können sich über eine Apple-AirPlay2-Funktion freuen.

Stärken und Schwächen von WLAN-Lautsprechern

Große WLAN-Lautsprecherboxen bieten in der Regel eine gute Klangqualität, das gilt auch für die von Stiftung Warentest untersuchten Lautsprecher. Dank WLAN ist zudem die Reichweite größer als bei Bluetooth-Übertragung. Mit zwei geeigneten Geräten lässt sich auch Stereoklang erzeugen, eine Stereoanlage wird dann mitunter überflüssig. Gesteuert werden die Boxen über Apps am Smartphone, eine klassische Fernbedienung ist nicht notwendig.

Die meisten großen WLAN-Lautsprecher benötigen einen permanenten Stromanschluss, nur einige Modelle haben einen Akku und können so mobil betrieben werden. Allerdings macht das Gewicht der Geräte dies nicht unbedingt einfach. Hier empfehlen sich eher kleine Bluetooth-Boxen. Diese eignen sich allerdings nicht für große Räume.

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