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Stiftung Warentest: Mähroboter im Test – alle mit Sicherheitsmängeln

Stiftung Warentest  

Mähroboter im Test: Alle mit Sicherheitsmängeln

Von Katja Schmidt

27.04.2020, 21:59 Uhr

Wer einen Rasen hat, muss ihn im Frühling und Sommer mehrmals in der Woche mähen. Das kann je nach Fläche sehr mühsam sein – muss es aber nicht: Mähroboter nehmen Hobbygärtnern die Arbeit ab. Die Stiftung Warentest hat kürzlich in der Ausgabe 04/2020 elf Rasenroboter untersucht. Wir stellen die Ergebnisse und Testsieger vor.

Mähroboter können sehr hilfreich für einen gepflegten Garten sein – und eine echte Erleichterung. Sie sollen zuverlässig und genau den Rasen kürzen. Dafür verlegt man um die zu mähende Rasenfläche sowie um Hindernisse wie Bäume ein Begrenzungskabel. Innerhalb dieses Begrenzungsdrahts mäht der Roboter dann den Rasen auf die gewählte Schnitthöhe. Damit erspart er viel Arbeit und mäht wie von allein.

Stiftung Warentest: so wurde getestet

Für die kürzlich erschienene Ausgabe des "test"-Magazins (04/2020) wurden elf Rasenroboter auf einer Fläche von 200 Quadratmetern mit simulierten Hindernissen, unterschiedlich langem Rasen, Unebenheiten und einer 33-prozentigen Steigung untersucht. Insgesamt wurde vier Wochen lang getestet, in denen fünfmal wöchentlich gemäht wurde – die Schnitthöhe variierte dabei. Außerdem wurden die Gebrauchsanleitung, Installation, Betrieb und Wartung sowie das Verhältnis von Ladezeit zu Mähzeit untersucht.

Im Test befanden sich Mähroboter für Rasenflächen von 400 bis 800 Quadratmetern mit Lithiumakku und Begrenzungskabel. Getestet wurde hinsichtlich des Mähens (50 Prozent), der Handhabung (30 Prozent), der Sicherheit (10 Prozent), des Geräuschs beziehungsweise der Lautstärke (10 Prozent) und des Datensendeverhaltens der Apps. Letzteres hatte aber  keinen Einfluss auf die Gesamtwertung, da nicht alle Roboter mit Apps arbeiten. Abwertungen in der Gesamtnote gab es bei allen Modellen aufgrund von unzureichender Sicherheit.

Was muss hinsichtlich der Sicherheit von Mährobotern beachtet werden?

Bei der Verwendung von Rasenrobotern ist Vorsicht geboten, wie die Stiftung Warentest feststellt. Alle elf getesteten Mähroboter verschiedener Hersteller wie Bosch, Gardena und Worx weisen Sicherheitsmängel auf, die zu Abwertungen führten. Keines der Geräte kann die Sicherheit von kleinen Kindern garantieren: Sie schnitten im Test den Nachbau eines krabbelnden Kinderfußes an, zerkratzten einen am Boden liegenden hölzernen Kinderarm oder zerschnitten ihn sogar. Deshalb erhält kein Gerät mehr als ein „Befriedigend“ – zwei Modelle bekommen sogar ein „Mangelhaft“. Keinesfalls sollten also Kinder oder Haustiere während des Mähens auf die Rasenfläche gelassen werden.

Mähroboter im Test – die Ergebnisse

Betrachtet man jedoch Mähleistung, Handhabung, Lautstärke und Ausstattung, zeichnet sich ein differenzierteres Bild ab. Wenn man Mähroboter beispielsweise zu Zeiten verwendet, zu denen Kinder nicht im Garten sind, etwa frühmorgens oder spätabends, können die besten im Vergleich sehr gute Ergebnisse aufweisen, ohne eine Gefahr darzustellen. Mit der Bestnote „Befriedigend (2,9)“ liegen der Bosch Indego S+ 400 und der Husqvarna Automower 105 vorn. Der Sileno City 500 m²  sowie der Landroid M500 WR141E der Markenhersteller Gardena und Worx liegen nur im hinteren Mittelfeld (beide "Ausreichend (3,6)"). Am schlechtesten schnitten das Auslaufmodell Wingart MR 500 BT von Hellweg und der Mähroboter X50i von Yard Force ab (beide "Mangelhaft (5,0)").

1. Testsieger: Bosch Indego S+ 400 – optimal für kleine Gärten

Der Mähroboter der Marke Bosch überzeugte die Prüfer mit dem schönsten Rasenbild im Test. In der Kategorie Mähen erhielt er daher auch die beste vergebene Note ("Gut (1,7)"). Die Stiftung Warentest lobt außerdem die leichte Handhabung ("Sehr Gut (1,3)") und dass der Indego S+ 400 als einziger Rasenroboter im Vergleich einen Plan seines Reviers anlegt und seine Bahnen nicht zufällig über den Rasen zieht. Kritisiert wird dagegen das Datensendeverhalten der App, über die man den Mähroboter steuert. 

Die Schnittbreite des Modells liegt bei 19 Zentimetern, die Schnitthöhe zwischen 3,0 und 5,0 Zentimetern. Gemäht wird mit drei Messern. Die Rasenfläche kann laut Bosch bis zu 400 Quadratmeter groß sein und eine Steigung von 27 Grad haben – für 200 Quadratmeter braucht der Mähroboter laut Hersteller vier Stunden. Der Akku ist in 45 Minuten wieder aufgeladen, genauso lange hält er. Auch deshalb ist das Modell von Bosch ideal für kleine Gärten. 

Zum Schutz des Mähroboters gibt es eine praktische Garage zur Aufbewahrung. Damit können Sie Ihr Gerät sicher verwahren und haben länger Freude daran. Auch ein schützendes Cover hilft dabei, Ihren Rasenroboter langlebiger zu machen. Schön dabei: Das Cover gibt es in zahlreichen Farben, so können Sie Ihren Mähroboter auch noch individuell gestalten.

2. Platz: Husqvarna Automower 105 – leicht zu handhaben

Der Automower 105 überzeugt vor allem durch seine leichte Handhabung ("test"-Note "Sehr Gut (1,3)"): Er benötigt keine App, sondern kann leicht programmiert werden. Er funktioniert außerdem sehr gut auf unebener Fläche, arbeitet bis zu einer Steigung von 25 Grad und erkennt selbstständig unterschiedliche Mähzonen. Um zu seiner Akkuladestation zurückzufinden, benötigt er allerdings ein Kabel zur Orientierung. 

Neben der guten Mähleistung ("Gut (1,8)"), die mit drei Messern und aufgrund einer Schnitthöhe von 2,0 bis 5,0 Zentimetern sowie einer Schnittbreite von 17 Zentimetern erreicht wird, hebt Stiftung Warentest auch die Akkuleistung hervor: Eine Akkuladung hält lange und das Gerät ist schnell wieder aufgeladen. Das Begrenzungskabel kann bis zu 400 Meter lang sein, wodurch der Automower 105 auch für komplizierte Gärten mit vielen Hindernissen geeignet ist. 

Auch für den Mähroboter von Husqvarna gibt es eine schützende Abdeckung, unter der Sie Ihr Gerät sicher verstauen können.

3. Platz: Al-Ko Robolinho 500 E – besonders leise

Beim Drittplatzierten betont die Stiftung Warentest besonders das leise Arbeiten. Seine Lautstärke wird entsprechend mit der Bestnote "Sehr Gut (1,0)" bewertet. Er braucht zwar mit fünf Stunden relativ lange für 200 Quadratmeter, dafür schafft er aber Hänge mit Steigungen bis zu 45 Grad. Während er bei Unebenheiten Probleme hat, mäht der Robolinho 500 E sehr gut um Hindernisse. Das Mähen beurteilen die Prüfer daher mit "Gut (2,1)".

Dieser Mähroboter hat eine Schnittbreite von 20 Zentimetern und eine Schnitthöhe von 2,5 bis 5,5 Zentimetern. Bei diesem Modell kommen sogar vier Messer zum Einsatz. Laut den Testern eignet es sich besonders gut für kurzes Gras. Am besten lässt sich dieser Rasenroboter auf ebenen Flächen bis zu 500 Quadratmeter nutzen.

Fazit 

Aufgrund von Mängeln in puncto Sicherheit schnitt kein Mähroboter besser als mit dem Qualitätsurteil "Befriedigend" ab. Die Bestnote "2,9" wurde in diesem Test zweimal vergeben – an den Indego S+ 400 von Bosch und den Automower 105 von Husqvarna. Beide Rasenroboter sind leicht zu handhaben und liefern die besten Mähergebnisse, deshalb halten wir sie für empfehlenswert. Hat man Kinder oder Haustiere, sollte man das Risiko jedoch immer im Kopf behalten und sie keinesfalls in den Garten lassen, solange gemäht wird.

Wie funktioniert ein Mähroboter?

Für die Nutzung von Rasenmährobotern sind immer Begrenzungskabel notwendig. Diese markieren die Außenränder der Fläche, die gemäht wird. Innerhalb des Gartens muss jeder Bereich, der nicht gemäht werden soll, mit einem Begrenzungsdraht abgesteckt werden. Das gilt beispielsweise für Hindernisse wie Bäume oder Teiche. Das Begrenzungskabel wird flach in der Grasnarbe verlegt. Je mehr abgegrenzte Flächen es gibt, desto länger dauert das Mähen, da sich der Roboter um jedes Hindernis herumtasten muss. Bei komplizierten Grundrissen kann es hilfreich sein, einen Fachmann zurate zu ziehen. Die Stiftung Warentest empfiehlt, den Mähroboter im Zweifel lieber zu groß als zu klein zu kaufen.

Wie pflegt man einen Mähroboter?

Nach jedem Mähen sollten Rasenroboter von Gras und Schmutz befreit werden, vor allem an feuchten Tagen. Eine Bürste genügt zum Reinigen in der Regel aus. Die meisten Hersteller empfehlen darüber hinaus eine Wartung beim Fachmann einmal im Jahr. Dieser baut das Gehäuse ab und reinigt es und überprüft Akku, Antrieb und Messer. So eine Wartung kostet etwa 100 Euro.

Wie oft sollte man seinen Rasen mähen?

Laut Stiftung Warentest wächst Gras bei warmem und feuchtem Wetter bis zu vier Millimeter am Tag. Zu diesen Zeiten empfiehlt es sich, mehrmals wöchentlich den Rasen zu mähen, denn dann sind die abgeschnittenen Halmspitzen kurz und mulchen sich zwischen das Gras. Ist es kälter oder trockener, reicht es, den Mähroboter ein- bis zweimal in der Woche einzusetzen.

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