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Kopfkissen im Test: Das richtige Kissen für erholsamen und gesunden Schlaf

Seiten- oder Bauchschläfer?  

Das richtige Kissen für gesunden und erholsamen Schlaf

Von Katja Schmidt

25.05.2020, 08:19 Uhr

Um gut schlafen zu können, braucht man neben einer ordentlichen Matratze unbedingt ein bequemes Kissen. Mit dem richtigen Modell verhindert man Verspannungen und schont den Rücken. Das sorgt für einen gesunden und erholsamen Schlaf. Ökotest hat 20 Kopfkissen untersucht – wir zeigen die Testergebnisse und stellen weitere empfehlenswerte Kissen für verschiedene Schlafpositionen vor.

Ökotest hat für seine Magazinausgabe 05/2020 insgesamt 20 Kopfkissen untersucht. Darunter waren Modelle mit Polyesterfüllung und solche mit einer Füllung aus Naturmaterialien. Kissen mit Daunen und Federn wurden aus Rücksicht auf das Tierwohl allerdings nicht berücksichtigt. Auch wir lassen sie aus diesem Grund außen vor. Geprüft wurden die Kissen im Hinblick auf Schadstoffe, Faserreinheit sowie Waschbarkeit. Wir zeigen die Ergebnisse des Tests, erklären darüber hinaus, wie man das richtige Kissen findet, und stellen empfehlenswerte Kopfkissen für jede Schlafposition vor.

Worauf sollte man beim Kauf eines Kopfkissens achten?

Bei der Auswahl des richtigen Kissens spielt vor allem Ihre Schlafposition eine Rolle. Um Verspannungen durch eine schlechte Lage der Halswirbelsäule zu vermeiden, ist die richtige Höhe des Kissens entscheidend. Zunächst sollten Sie also überlegen, in welcher Position Sie bevorzugt schlafen. Wie das optimale Kissen für welche Schlafposition aussieht, erklären wir unten. In dieser Hinsicht kann auch eine fachliche Beratung durch einen Experten weiterhelfen. Haben Sie den richtigen Kissentyp gefunden, achten Sie außerdem auf die Größe des Kissens, sein Material, auch mit Blick auf Schadstofffreiheit und gegebenenfalls Allergikereignung, sowie die Waschbarkeit.

Die Ergebnisse von Ökotest

Bei den letztgenannten Punkten kann der Test der Prüfer von Ökotest wichtige Unterstützung bieten: Sechs Kissen schnitten mit dem Testergebnis "Sehr Gut" und sechs weitere mit "Gut" ab. Insgesamt fiel der Test positiv aus: Kein Kissen ist schlechter als "ausreichend". Zu den Testsiegern gehören ausschließlich Kissen mit natürlicher Füllung, unter anderem von den Herstellern Allnatura, Öko Planet, Grüne Erde und Prolana. Aber auch die guten Kopfkissen mit Polyesterfüllung sind empfehlenswert, so zum Beispiel die getesteten Modelle von Centa-Star, Paradies und Billerbeck. 

Der Testsieger: Kissen von Öko Planet mit Bio-Baumwolle

Das Kopfkissen von Öko Planet schnitt als eines von sechs Kissen mit Naturfüllung mit dem Gesamturteil "Sehr Gut" und damit als Testsieger von Ökotest ab. Das Kissen besteht zu 100 Prozent aus Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau, der Bezug ist aus Feinbatist und bei 60 Grad waschbar. Die Füllung kann dagegen nicht gewaschen werden. Das Kissen ist laut Hersteller mittelfest, gut abstützend und für den ganzjährigen Gebrauch geeignet, da es eine gute Feuchtigkeitsaufnahme von etwa 25 Prozent des Eigengewichts aufweist. Es ist schadstoffgeprüft und entspricht dem Ökotex Standard 100. Auch Ökotest bescheinigt dem Testsieger-Kissen von Öko Planet Freiheit von bedenklichen Inhaltsstoffen. Es ist also uneingeschränkt empfehlenswert.

Wer der immer beliebteren Kissengröße von 40 mal 80 Zentimetern die klassische Form vorzieht, kann auch die Variante in der Größe 80 mal 80 Zentimeter erwerben.

Zweiter Platz: Vital Plus Waschmich von Centa-Star

Als eines von nur zwei der Kissen mit Polyesterfüllung im Test enthält das Vital Plus Waschmich von Centa-Star keinerlei bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe. Dieses Kopfkissen ist besonders pflegeleicht und kuschelig, da seitliche Steppnähte die Füllung fixieren. Laut Hersteller sind sowohl Bezug als auch Füllung problemlos bei 60 Grad waschbar. Den Prüfern von Ökotest zufolge können jedoch die Füllung verklumpen und Glanz verloren gehen. Die Tester ziehen dem Kissen deshalb drei von zehn möglichen Punkten bei der Waschbarkeit ab. Dem Anbieter zufolge erzielte allerdings ein anderes unabhängiges Prüfinstitut noch deutlich bessere Waschergebnisse. Der Lotusblüteneffekt soll dafür sorgen, dass das Kissen noch form- und waschbeständiger ist. Insgesamt erreicht das Vital Plus Waschmich im Test die Note "gut" und ist damit zu empfehlen.

Auch das Kissen von Centa-Star gibt es nicht nur in der 40-mal-80-Zentimeter-Variante, sondern auch in der klassisch quadratischen Form (80 mal 80 cm) und der Zwischengröße von 60 mal 80 Zentimetern.

Ideal für Seitenschläfer: Orthopädisches Nackenstützkissen der FMP Matratzenmanufaktur

Das 13 Zentimeter hohe Kissen des deutschen Familienunternehmens FMP Matratzenmanufaktur ist ein empfehlenswertes Beispiel für ein Nackenstützkissen, das sich besonders für Seitenschläfer eignet. Die Höhe des Kopfkissens entlastet die Halswirbelsäule beim Liegen auf der Seite, was Verspannungen verhindert. Dieses orthopädische Modell ist besonders druckentlastend: Durch die Füllung aus Viskoschaum ist es eine perfekte ergonomische Stütze für die Wirbelsäule im Nackenbereich. Das Kissen ist schadstofffrei und entspricht dem Ökotex Standard 100. Der weiche Bezug ist bei 60 Grad waschbar. Schön ist zudem, dass es das Kissen in fünf weiteren Höhen gibt und sich daher auch für alle eignet, die ein flacheres Kopfkissen benötigen. Im Vergleich zu den anderen hier vorgestellten Kissen ist das die größte Auswahl.

Optimal für Rückenschläfer: Firm von Jekatex

Das Kissen Firm verspricht einen hohen Schlafkomfort durch die Anpassung an individuelle Bedürfnisse: Durch den Reißverschluss kann man Füllmaterial entnehmen oder auffüllen, um die optimale Kissenhöhe für sich zu erreichen. Das Kissen sorgt für eine Entlastung und Entspannung der sensiblen Nackenmuskulatur, denn die elastische Füllung aus je 50 Prozent Polyester und Viskoschaum ist anschmiegsam und stützend zugleich. Sie bietet Kopf und Nacken festen Halt. Die Muskeln regenerieren während der Nacht – das sorgt für erholsamen Schlaf. Der abnehmbare Bezug ist bei 60 Grad waschbar und trocknergeeignet. 

Praktisch: Dieses Kissen ist nicht nur für Rückenschläfer ideal, sondern kann auch gut von Seitenschläfern genutzt werden, da es höhenverstellbar ist und eine hohe Stützkraft aufweist. Außerdem ist das Kopfkissen für Hausstauballergiker geeignet und kommt mit einer Tasche zur Aufbewahrung daher.

Perfekt für Bauchschläfer: Kissen von Bonmedico

Das Bonmedico-Kissen für Bauchschläfer ist mit 13 Zentimeter Höhe zwar nicht besonders flach, dafür aber ergonomisch geformt, um Verspannungen zu vermeiden. Durch die Memory-Foam-Flocken der Kaltschaumfüllung wird gewährleistet, dass das Kissen immer wieder in seine ursprüngliche Form zurückkehrt. Die im Vergleich der hier aufgeführten Modelle einzigartige Schmetterlingsform bietet Aussparungen für die Arme. Der Bezug ist atmungsaktiv und kann bei 30 Grad gewaschen werden. Das Kopfkissen ist allerdings nicht für Hausstauballergiker geeignet.

Allergikern empfehlen wir stattdessen das besonders flache Bauchschläferkissen Komfort von Traumnacht in den Maßen 40 mal 80 Zentimeter und mit Polyesterfüllung. Es entspricht dem Ökotex Standard 100 und kann bei 60 Grad gewaschen werden. Ein weiterer Vorteil: Es ist vergleichsweise preiswert.

Fazit

Für welches Kissen man sich entscheidet, hängt vor allem davon ab, in welcher Schlafposition man schläft. Mit dem Testsieger von Ökotest, dem Kissen aus Bio-Baumwolle von Öko Planet, ist man als Seiten- oder Rückenschläfer gut beraten, wenn man nicht unbedingt ein Spezialkissen braucht. Wir sind wie Ökotest der Meinung, dass dieses Kopfkissen mit Naturfüllung uneingeschränkt empfohlen werden kann. Für Bauchschläfer empfehlen wir das ergonomische Modell von Bonmedico.

Wie sieht das optimale Kissen für Seitenschläfer aus?

Sogenannte Seitenschläfer liegen im Schlaf auf ihrer Seite. Dies ist die häufigste Schlafposition – über 50 Prozent der Menschen schlafen seitlich. Um die Wirbelsäule in dieser Schlafposition zu entlasten, benötigt man sowohl die richtige Matratze als auch das richtige Kopfkissen. Die Matratze sollte keinesfalls zu weich oder durchgelegen sein. Aber auch ein zu flaches oder zu hohes Kopfkissen kann zu Verspannungen im Nacken führen. Prinzipiell sollten Seitenschläfer ein höheres Kissen nutzen, damit die Lücke zwischen Kopf, Schulter und Matratze optimal ausgefüllt wird. Es gibt auch extra lange Seitenschläferkissen sowie Nackenstützkissen, die Verspannungen in Schultern und Nacken verhindern.

Welches sind die besten Kissen für Rückenschläfer?

Ungefähr ein Fünftel aller Menschen sind Rückenschläfer, liegen also im Schlaf am liebsten auf ihrem Rücken. Aus medizinischer Sicht ist dies die gesündeste Schlafposition, weil das Risiko einer Fehlbelastung der Wirbelsäule am geringsten ist. Allerdings begünstigt die Rückenlage das Schnarchen – hier kann ein Anti-Schnarch-Kissen Abhilfe schaffen. Für Rückenschläfer ist ein Kissen idealerweise 40 mal 80 Zentimeter groß und hat eine Höhe von acht bis zehn Zentimetern.

Was für ein Kissen braucht man als Bauchschläfer?

Bauchschläfer liegen im Schlaf auf ihrem Bauch, was aus medizinischer Sicht ungünstig ist: Durch die Bauchlage werden die Atmung sowie die Durchblutung der Organe in der Körpermitte eingeschränkt. Zudem muss man seinen Kopf zum Atmen sehr weit zur Seite drehen, wodurch Muskeln und Sehnen im Nackenbereich stark gefordert sind. Das kann zu Verspannungen führen. Für Bauchschläfer ist es wichtig, sehr flache Kissen zu nutzen, die gut Feuchtigkeit aufnehmen können.

Welche Füllung ist die richtige?

In Kissen mit Synthethikfüllung steckt in der Regel Polyester. Dieser Kunststoff kann laut Ökotest als Mikroplastik in die Umwelt gelangen, zum Beispiel beim Waschen. Möchte man das vermeiden, entscheidet man sich am besten für ein Kissen mit einer Füllung aus natürlichen Stoffen wie Naturlatex, Baum- oder Schurwolle. Wollfüllungen dürfen zwar nicht gewaschen werden, zumindest die Kissenbezüge sind aber waschbar. Daunenkissen und Federkissen sind ebenfalls Modelle mit Naturfüllung, allerdings leiden hierfür Tiere unter schlechten Haltungsbedingungen, weshalb Kissen mit Daunen und Federn nur begrenzt zu empfehlen sind.

Wie pflegt man sein Kissen am besten?

Kopfkissen sollten Ökotest zufolge ein- bis zweimal im Jahr bei 60 Grad gewaschen werden, da in sie Schweiß einzieht und Hausstaubmilben in ihnen beste Lebensbedingungen finden. Hausstauballergiker sollten ihr Kopfkissen mindestens alle drei Monate waschen. Für Hausstaubmilbenallergiker empfehlen sich zudem spezielle Schutzbezüge, sogenannte Encasings, die dafür sorgen, dass keine Hautschuppen ins Kissen gelangen und Hausstaubmilben als Nahrung dienen.

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