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Klimageräte-Test: Diese Klimaanlagen überzeugen mit ihrer Kühlleistung bei Stiftung Warentest

Stiftung Warentest  

Klimageräte im Test: Mobile Modelle können nicht überzeugen

Von Monika Salz und Katja Schmidt

24.06.2021, 10:49 Uhr
Klimageräte-Test: Diese Klimaanlagen überzeugen mit ihrer Kühlleistung bei Stiftung Warentest. Klimageräte im Test: Die Stiftung Warentest hat zehn Klimaanlagen untersucht, darunter Monoblöcke und Splitgeräte. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/eakrin rasadonyindee)

Klimageräte im Test: Die Stiftung Warentest hat zehn Klimaanlagen untersucht, darunter Monoblöcke und Splitgeräte. (Quelle: eakrin rasadonyindee/Thinkstock by Getty-Images)

Der Sommer kommt und mit ihm auch hohe Temperaturen, die in Innenräumen zum Teil kaum erträglich sind. Gegen die Hitze zu Hause helfen Klimageräte: Die Stiftung Warentest hat zehn Modelle untersucht, darunter sowohl mobile Monoblöcke als auch Splitgeräte für den festen Einbau. Wir stellen die Ergebnisse und Testsieger vor.

Die Sommer werden immer heißer: Jedes Jahr werden neue Hitzerekorde eingestellt. Häuser und Wohnungen heizen sich durch die höheren Temperaturen gerade in den Sommermonaten sehr stark auf. Dies belastet auch den Körper und Kreislauf. Klimageräte können helfen, Innenräume runterzukühlen und so für angenehmere Temperaturen zu sorgen. Die Stiftung Warentest hat zehn Splitgeräte und Monoblöcke unter die Lupe genommen: Wir zeigen die Ergebnisse des Klimageräte-Tests von Juni 2021.

Stiftung Warentest: So wurde getestet

Für die "test"-Ausgabe 06/2021 hat die Stiftung Warentest zehn Klimageräte untersucht, darunter je fünf Splitgeräte und Monoblöcke. Alle Geräte können via App gesteuert werden und haben in ihrer Kategorie eine ähnliche Kühlleistung, sodass sie vergleichbar sind. Wichtige Kriterien des Klimageräte-Tests waren neben der Kühlleistung die Handhabung, Umwelteigenschaften und Energieeffizienz.

Die Ergebnisse des Klimageräte-Tests

Das Ergebnis der Stiftung Warentest ist eindeutig: Während zumindest drei der zweiteiligen Splitgeräte das "test"-Qualitätsurteil "gut" erreichen, kommt selbst der beste Monoblock nur auf ein "Ausreichend". Die Kühlleistung ist bei den mobilen Klimageräten deutlich schlechter.

Wie im Vorjahr ist ein Splitgerät von Daikin klarer Testsieger unter den getesteten Klimaanlagen: Das Klimageräte-Set Emura erhält die Gesamtnote "gut (2,1)". Auf den Plätzen landen Modelle von Toshiba ("gut (2,4)") und Mitsubishi Electric ("gut (2,5)"). Die überprüften Geräte von Comfee und TCL sind lediglich "ausreichend".

Bester Monoblock ist der ChillFlex Pro von AEG mit der Note "ausreichend (3,8)". Dahinter landen etwa Modelle von De'Longhi, Suntec und Koenic.

Der Testsieger: Splitgerät Emura von Daikin

Das Testergebnis: Mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (2,1)" ist das Klimagerät Daikin Emura das beste im Test. Es überzeugt vor allem mit seiner Kühlleistung und einfachen Bedienung.

Produktbeschreibung: Das Splitgerät Emura von Daikin ist bereits mit verschiedenen Design-Preisen ausgezeichnet worden und besteht aus dem Innenmodul FTXJ35MW und dem Außengerät RXJ35M. Das Kältemittel R32 und 3,5 Kilowatt Kühlkapazität sorgen für effektive Kühlung von Räumen mit bis zu 35 Quadratmeter Größe. Im Winter ist auch heizen möglich. Die Klimaanlage ist dabei laut Hersteller mit maximal 59 Dezibel (dB(A)) relativ ruhig. Die Steuerung kann über die mitgelieferte Fernbedienung oder eine App mit dem Smartphone erfolgen. Ein praktisches Extra ist der integrierte Filter, der Allergene, Pollen und Hausstaubmilben aus der Luft abfängt.

Klimaanlage auf Rang 2: Splitgerät Daiseika 9 von Toshiba

Das Testergebnis: Auch beim zweitplatzierten Klimagerät im Test handelt es sich um ein Splitgerät: Die Toshiba Daiseika 9 erhält die Gesamtnote "gut (2,4)". Sie kühlt fast genauso gut wie der Testsieger, schneidet jedoch bei den Umwelteigenschaften und der Handhabung etwas schlechter ab.

Produktbeschreibung: Das Set von Toshiba besteht aus den Teilen RAS-13PAVPG-E und RAS-13PKVPG-E für außen und innen. Auch bei ihm kommen das Gas R32 als Kältemittel und 3,5 Kilowatt Kühlkapazität zum Einsatz, sodass bis zu 35 Quadratmeter große Räume gekühlt werden. Im Winter kann auch dieses Modell zum Heizen genutzt werden. Die Lautstärke der Klimaanlage liegt bei bis zu 60 Dezibel (dB(A)) und damit in einem guten Rahmen. Per Fernbedienung oder App können verschiedene Modi und Zeitprogramme ausgewählt werden. Ein Filtersystem für die Luft ist integriert.

Der beste Monoblock im Test: AEG ChillFlex Pro

Das Testergebnis: Als bester Monoblock unter den getesteten Klimaanlagen erreicht das Modell von AEG das "test"-Qualitätsurteil "ausreichend (3,8)". Von den fünf untersuchten mobilen Geräten kühlt er am effektivsten.

Produktbeschreibung: Als mobiles Klimagerät eignet sich der Monoblock ChillFlex Pro von AEG ideal für Mietwohnungen, da er nicht wie ein Splitgerät fest installiert werden muss. Der Motor arbeitet mit 50 Kilowatt Leistung und kühlt mit dem laut Hersteller ökologischen Kältemittel R290 Räume, die bis zu 40 Quadratmeter groß sind. Zur Auswahl stehen vier Funktionen (Kühlen, Ventilator, Entfeuchten, Automatik) in je drei Geschwindigkeitsstufen. Mit 64 Dezibel (dB(A)) geht die Lautstärke dabei noch in Ordnung. Die Steuerung erfolgt über Tasten am Gerät selbst oder über die Fernbedienung mit einem praktischen LCD-Display.

Der beste Monoblock aus dem Test von 2020: De'Longhi Pinguino

Da in diesem Jahr kein Monoblock besser als "ausreichend" abschnitt, stellen wir Ihnen zusätzlich die beste mobile Klimaanlage aus dem Test des Vorjahres vor.

Das Testergebnis: Der Monoblock von De'Longhi kam 2020 als einziges getestetes Gerät seiner Produktkategorie auf das "test"-Qualitätsurteil "befriedigend (3,5)" und erreichte bei den Umwelteigenschaften und der Handhabung bessere Noten als das Modell von AEG. Ein direkter Vergleich ist allerdings nicht möglich, da die Prüfungen und Leistungsklassen zwischenzeitlich angepasst wurden.

Produktbeschreibung: Der Monoblock aus der Reihe Pinguino von De'Longhi kühlt mit dem Kältemittel R290 und einer Kühlkapazität von 2,5 Kilowatt Räume mit bis zu circa 32 Quadratmeter. Mit rund 52 Dezibel (dB(A)) ist die Lautstärke des Klimageräts dabei dank Silent-System besonders niedrig. Zur Steuerung steht ein Soft-Touch-Display mit LCD-Fernbedienung zur Verfügung. Darüber können Funktionen wie Temperatur, Ventilatorgeschwindigkeit, Timer und Kühlung gewählt werden. Auch eine Entfeuchtungsfunktion ist vorhanden.

Fazit zum Klimageräte-Test

Wer die Möglichkeit hat, greift zum Splitgerät. Zwar sind diese relativ teuer und schwerer zu installieren, aber die Kühlleistung ist im Vergleich zu Monoblöcken viel besser. Der Testsieger von Daikin überzeugt nicht nur durch seine gute gute Kühlung und einfache Bedienung, sondern auch mit guten Umwelteigenschaften.

Alle, die keine Möglichkeit des Festeinbaus haben und eher kleine Räume kühlen wollen, sollten zum Monoblock von AEG greifen, der immerhin ausreichend kühlt und wesentlich preiswerter ist als der De'Longhi Pinguino. Vorteil: Das Gerät kann immer in dem Raum genutzt werden, den man kühlen möchte.

Wissenswertes zu Klimageräten

Was unterscheidet Splitgeräte und Monoblöcke?

Splitgeräte bestehen aus zwei Komponenten, einem Innengerät und einem Außengerät. Zwischen beiden Teilen zirkuliert ein Kältemittel. Warme Luft wird nach außen abgeführt und die kühle Luft in den Raum geleitet. Solche Klimaanlagen dürfen nur durch Mitarbeiter von Klimafachbetrieben installiert werden und eignen sich in erster Linie für Eigenheime. Bei Mietwohnungen muss vor der Installation die Genehmigung des Vermieters eingeholt werden. Ausnahmen bilden mobile Splitgeräte, bei denen Außen- und Innengerät schon verbunden sind.

Monoblöcke können als mobile Klima­anlagen überall in der Wohnung platziert werden. Da sie nicht fest verbaut werden müssen, eignen sie sich auch gut für Mietwohnungen. Bei ihnen wird die Wärme durch einen Abluftschlauch etwa durchs Fenster hinaus geleitet, wodurch ein Unterdruck entsteht. Deshalb strömt zum Ausgleich warme Luft ins Haus. Der Kühleffekt von Monoblöcken ist dadurch geringer als der von Splitgeräten.

Was sind die Vor- und Nachteile von Splitgeräten?

Vorteile

+ kühlen Räume in kurzer Zeit runter
+ können im Winter auch heizen
+ sehr effizient: kühlen schnell und mit wenig Stromverbrauch
+ eignen sich auch für größere Räume mit bis zu 50 Quadratmetern

Nachteile

- Installation nur durch Klimafachbetriebe
- bei Einbau in Mietwohnung muss Erlaubnis des Vermieters vorliegen
- laute Geräusche im Außenbereich
- sehr teuer
- klimaschädlich (Klimamittel R32)

Was sind die Vor- und Nachteile von Monoblöcken?

Vorteile

+ keine Installation nötig, nur Aufstellen und Einschalten
+ preislich günstiger
+ keine Genehmigung des Vermieters nötig
+ Kältemittel (R290) weniger umweltschädlich

Nachteile

- geringe Kühlleistung
- ineffizient, da Abluftschlauch durch geöffnetes Fenster gelegt werden muss
- komplettes Abdichten von Fensteröffnung und Räumen nicht möglich
- Abluftschlauch wird sehr heiß und heizt den Raum zusätzlich auf
- hoher Stromverbrauch

Können Klimaanlagen das Coronavirus verbreiten?

Viele Nutzer sind verunsichert, ob Klimaanlagen auch Viren in Räumen verteilen können. Die Stiftung Warentest sprach mit dem Biochemiker Daniel de Graaf, der Entwarnung gibt, was den momentanen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis angeht. Dezentrale Klimageräte wie Splitanlagen oder Monoblöcke können laut de Graaf nicht zur Verbreitung von Viren von einem Raum zum nächsten beitragen. Und im Inneren von Klimageräten können sich Viren auch nicht vermehren.

Verwendete Quellen:
  • Die vollständigen Ergebnisse der Stiftung Warentest finden Sie hier.

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