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Stiftung Warentest: Klimageräte im Test – diese Modelle können nicht überzeugen

Stiftung Warentest  

Klimageräte im Test: Mobile Modelle können nicht überzeugen

Von Monika Salz

02.06.2020, 09:14 Uhr

Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen "test"-Ausgabe vom Juni 2020 insgesamt zehn Klimageräte untersucht, darunter sowohl mobile Monoblöcke als auch Splitgeräte für den festen Einbau. Wir stellen die Ergebnisse und Testsieger vor.

Die Sommer werden immer heißer: Im Juli des vergangenen Jahres wurde in Deutschland mit 42,6 Grad Celsius ein neuer Hitzerekord eingestellt.

Häuser und Wohnungen heizen sich durch die höheren Temperaturen gerade in den Sommermonaten sehr stark auf. Dies belastet auch den Körper und Kreislauf. Klimageräte können zumindest helfen, Innenräume runterzukühlen und so für angenehmere Temperaturen zu sorgen.

Was wurde getestet?

Im Test waren insgesamt zehn Klimageräte, davon sechs Splitmodelle und vier Monoblöcke. Untersucht wurden Umwelt und Energieeffizienz der Modelle (50 Prozent der Gesamtnote). Hierbei wurde die Effizienz der Geräte überprüft und die eingesetzten Kältemittel auf ihren Treibhauseffekt hin überprüft. Die Kühlleistung (35 Prozent) und Handhabung (15 Prozent) wurden ebenfalls von den Testern untersucht.

Das Ergebnis des Klimageräte-Tests

Das Ergebnis der Stiftung Warentest ist recht eindeutig. Während vier der zweiteiligen Splitgeräte das "test"-Qualitätsurteil "Gut" erhielten, kam im Vergleich dazu bei den Monoblöcken nur ein Modell auf die Gesamtnote "Befriedigend", alle anderen Monoblockgeräte fielen im Test durch.

Die besten Splitgeräte im aktuellen Test

Splitgeräte bestehen aus zwei Komponenten, einem Innengerät und einem Außengerät. Zwischen beiden Teilen zirkuliert ein Kältemittel. Warme Luft wird nach außen abgeführt und die kühle Luft in den Raum geleitet. Solche Klimaanlagen dürfen nur durch Mitarbeiter von Klimafachbetrieben installiert werden und eignen sich in erster Linie für Eigenheime. Bei Mietwohnungen muss vor der Installation die Genehmigung des Vermieters eingeholt werden. Ausnahmen bilden mobile Splitgeräte, bei denen Außen- und Innengerät schon verbunden sind.

Der Testsieger: Split-Klimagerät Daikin Comfora FTXP25M5V1B + RXP25M5V1B

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  • test-Qualitätsurteil "Gut (2,0)"
  • kombiniert vertikale und horizontale Luftströme
  • mit Luftfilter
  • mit App-Steuerung
  • Geräuschpegel (innen): 48 dB
  • jährlicher Energieverbrauch: 127 kWh

Das Modell von Daikin holte mit dem "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,0)" als bestes Splitgerät den ersten Platz. Bei der Energieeffizienz liegt das Modell mit einem "sehr gut" an der Spitze aller getesteten Klimageräte und konnte so mit der Teilnote "sehr gut (1,7)" im Testpunkt Umwelt und Energieeffizienz überzeugen. Das Splitgerät ist nicht nur mit der Fernbedienung zu steuern, sondern kann auch per App genutzt werden. So kann der Raum schon runtergekühlt werden, bevor man nach Hause kommt.

Die Kühlleistung der Klimaanlage von Daikin beträgt im Test 2,3 kW (laut Anbieter 2,5 kW). Der von den Testern ermittelte durchschnittliche Stromverbrauch liegt bei 257 Euro auf zehn Jahre. Mit einem durchschnittlichen Preis von etwa 1.300 Euro ist das Klimagerät von Daikin eher günstig und somit auch der Preis-Leistungs-Sieger des Tests.

Zweiter Platz: Split-Klimagerät Toshiba RAS-10PKVPG-E + RAS-10PKAVG-E

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  • test-Qualitätsurteil "Gut (2,1)"
  • „Fireplace-Modus“ – simuliert Strahlungswärme
  • mit Plasma-Filter
  • mit App-Steuerung
  • Geräuschpegel (innen): 55dB
  • jährlicher Energieverbrauch: k.A.

Das Split-Klimagerät von Toshiba bekam das "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,1)". Es punktete vor allem mit einer sehr guten Kühlleistung. In den Testpunkten Umwelt und Energieeffizienz sowie Handhabung bekam es gute Noten von den Testern. Das Modell kann ebenfalls per Fernbedienung und App gesteuert werden.

Die Kühlleistung beträgt im Test 2,4 kW (laut Anbieter 2,5 kW). Der von den Testern ermittelte durchschnittliche Stromverbrauch liegt bei 273 Euro auf zehn Jahre. Mit einem durchschnittlichen Preis von etwa 2.800 Euro ist das Klimagerät von Toshiba das teuerste Modell im Test.

Das beste Monoblock-Klimagerät im Test: De'Longhi PAC N90 Eco Silent

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  • test-Qualitätsurteil "Befriedigend (3,5)"
  • Deshumidifizierende Kapazität: 0. 96 l/h
  • Luftstrom: 350 m³/h
  • Geräuschpegel: 44 dB
  • Anzeige: LCD
  • Gewicht: 27 Kilogramm
  • Jährlicher Energieverbrauch: 505 kWh


Der Monoblock von De'Longhi kam als einziges getestetes Gerät seiner Produktkategorie auf das "test"-Qualitätsurteil "Befriedigend (3,5)" – alle anderen Modelle schnitten schlechter ab. Energieeffizienz und Kühlleistung erhielten nur ein "ausreichend", was vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass Monoblöcke die Luft absaugen und durch den so entstehenden Unterdruck immer (warme) Luft aus Nachbarräumen oder durch das gekippte Fenster für den Abluftschlauch in den Raum gelangt.

Die Gebrauchsanleitung des Klimageräts von De'Longhi ist verständlich und die Installation gelingt problemlos. Die Kühlleistung beträgt im Test 0,8 kW (laut Anbieter 2,5 kW). Der ermittelte durchschnittliche Stromverbrauch liegt bei 434 Euro auf zehn Jahre. Eine Steuerung per App ist nicht möglich.

Fazit: Klimageräte im Test

Wer die Möglichkeit hat, greift zum Splitgerät. Zwar ist das Kühlmittel besonders umweltschädlich, aber die Kühlleistung ist im Vergleich zu Monoblöcken viel besser. Der Testsieger von Daikin überzeugt nicht nur durch eine hohe Energieeffizienz, sondern auch durch einen für Splitgeräte günstigen Preis.

Alle, die keine Möglichkeit des Festeinbaus haben und eher kleine Räume kühlen wollen, sind mit dem Monoblock von De'Longhi gut bedient. Vorteil: Das Gerät kann immer in dem Raum genutzt werden, den man kühlen möchte, beispielsweise tagsüber im Wohnraum, nachts im Schlafzimmer.

Was sind die Vor- und Nachteile von Splitgeräten?

Vorteile

+ kühlen Räume in kurzer Zeit runter
+ können im Winter auch heizen
+ sehr effizient: kühlen schnell und mit wenig Stromverbrauch
+ eignen sich auch für größere Räume mit bis zu 50 Quadratmetern

Nachteile

- Installation nur durch Klimafachbetriebe
- bei Einbau in Mietwohnung muss Erlaubnis des Vermieters vorliegen
- laute Geräusche im Außenbereich
- sehr teuer
- klimaschädlich (Klimamittel R32)

Was sind die Vor- und Nachteile von Monoblöcken?

Vorteile

+ keine Installation nötig, nur Aufstellen und Einschalten
+ preislich günstiger
+ keine Genehmigung des Vermieters nötig
+ Kältemittel (R290) weniger umweltschädlich

Nachteile

- geringe Kühlleistung
- ineffizient, da Abluftschlauch durch geöffnetes Fenster gelegt werden muss
- komplettes Abdichten von Fensteröffnung und Räumen nicht möglich
- Abluftschlauch wird sehr heiß und heizt den Raum zusätzlich auf
- hoher Stromverbrauch

Können Klimaanlagen das Coronavirus verbreiten?

Viele Nutzer sind verunsichert, ob Klimaanlagen auch Viren in Räumen verteilen können. Die Stiftung Warentest sprach mit dem Biochemiker Daniel de Graaf, der, was den momentanen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis angeht, Entwarnung gibt. Dezentrale Klimageräte wie Splitanlagen oder Monoblöcke können laut de Graaf nicht zur Verbreitung von Viren von einem Raum zum nächsten beitragen. Und im Inneren von Klimageräten können sich Viren auch nicht vermehren.

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