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Stiftung Warentest: So gut schneiden Türschlösser im Test ab

Stiftung Warentest  

Fast alle smarten Türschlösser schneiden im Test gut ab

27.09.2020, 11:11 Uhr | t-online, AH

Stiftung Warentest: So gut schneiden Türschlösser im Test ab. Smarte Türschlösser im Test: Die Stiftung Warentest hat sieben Türschlösser getestet. Fast alle sind gut.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Maxiphot)

Smarte Türschlösser im Test: Die Stiftung Warentest hat sieben Türschlösser getestet. Fast alle sind gut. (Quelle: Maxiphot/Thinkstock by Getty-Images)

Smarte Türschlösser sind komfortabel, unkompliziert und machen den Alltag ein bisschen bequemer. Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Oktober-Ausgabe sieben smarte Türschlösser getestet. Wir stellen die Testergebnisse vor. 

Ein klassisches Türschloss lässt sich im Handumdrehen in ein smartes Türschloss verwandeln. Die Bedienmöglichkeiten sind vielseitig: Ob per App, Smartphone, Fingerabdruckscanner, Sprachassistent, Funkfernbedienung oder Pin-Code-Tastatur, die Türschlösser bieten neben dem unkomplizierten Öffnen der Tür weitere Komfortfunktionen. So können Sie beispielsweise Gäste in die Wohnung lassen, ohne vor Ort zu sein. Welche Modelle im Test überzeugen konnten, lesen Sie hier:

Was wurde getestet?

Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Ausgabe 10/2020 insgesamt sieben smarte Türschlösser getestet. Darunter fünf ohne und zwei mit integriertem Schließzylinder. Drei der getesteten Türschlösser lassen sich zudem mit und ohne Internetzugang nutzen. Diese Funktion wurde ebenfalls separat getestet.

Bewertet wurden unter anderem die Montage und Inbetriebnahme, das Ver- und Entriegeln, die Handhabung, die Sicherheit und der Datenschutz. 

Smarte Türschlösser im Test – fast alle Geräte können überzeugen

Die Testurteile der smarten Türschlösser sind überwiegend positiv. Von den sieben getesteten Türschlössern mit und ohne Schließzylinder schneiden fünf mit der Gesamtnote "Gut" ab. Überraschender Testsieger ist das günstigste Modell Eqiva von eQ-3. Ebenfalls mit dem Qualitätsurteil „Gut“ ausgezeichnet wurden in der Kategorie Türschlossantrieb ohne Schließzylinder der Smartkey von Hörmann, das Hometec Pro CFA 3000 Türschloss von Abus und das Uno Fingerprint Türschloss von Ekey. Das Smartlock 2.0 Türschloss von Nuki erhielt ebenfalls die Gesamtnote „Gut“. In Kombination mit der Nuki Bridge erreichte das Modell jedoch nur die Note „Befriedigend“.

In der Kategorie Türschlossantrieb mit Schließzylinder konnte von den zwei getesteten Modellen nur ein Modell überzeugen. Das Entr (YA95) Türschloss von Yale erhielt das test-Qualitätsurteil „Gut“. Das smarte V3 Bluetooth Türschloss von Danalock wies erhebliche Mängel in puncto Sicherheit auf und fiel daher mit der Gesamtnote „Mangelhaft (5,0)“ durch.

Die Preise der der getesteten smarten Türschlösser liegen zwischen 78 Euro und 375 Euro.

Die besten smarten Türschlösser, die das test-Qualitätsurteil "Gut" erhielten 

Türschlossantrieb ohne Schließzylinder

Der Testsieger: Eqiva Bluetooth Smart Türschlossantrieb von eQ-3


Die Stiftung Warentest kürte das günstige Modell mit der Gesamtnote „Gut (2,1)“ zum Testsieger. Das Schloss wird an der Türinnenseite auf das bereits vorhandene Türschloss montiert. Der Motor im Inneren des smarten Türschlosses dreht dann den Schlüssel im Schloss um. Per Zeitsteuerung kann eingestellt werden, wann das Schloss automatisch verschlossen werden soll. Eine zeitgesteuerte Entriegelung des Türschlosses ist aus Sicherheitsgründen jedoch nicht vorgesehen.

Der Sieger lässt sich per App über Android und iOS bedienen und überzeugte die Tester mit der besten Handhabung im Test. Auch die Montage ist durch den geringen Aufwand hervorzuheben. Die Funkübertragung bewertete die Stiftung Warentest als „sehr gut“. Das smarte Türschloss bietet zwar wenig Zusatzfunktionen, dafür aber ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Testsieger mit Internetzugang: Smartkey von Hörmann

Der Hörmann Smartkey lässt sich sowohl an der Tür mit Funkfernbedienung oder Funktastatur als auch aus der Ferne über das Internet bedienen. Die Stiftung Warentest beurteilte daher beide Funktionsweisen. Die Übertragung per Funkfernbedienung bewertete die Stiftung Warentest mit der Gesamtnote „Gut (2,2)“ und die Internetübertragung mit der Gesamtnote „Gut (2,3)“.

In der Kategorie Ver- und Entriegeln hat der Hörmann-Smartkey die Nase ein Stück vorn. Sowohl die Funkübertragung als auch die Drehkraft des Antriebs und die Geschwindigkeit beurteilte die Stiftung Warentest mit „gut“ bis „sehr gut“. Besonders hervorzuheben ist die sehr gute Akkulaufzeit.

Um den Smartkey mit Internetzugang zu verwenden, ist das teure BiSecur Gateway notwendig. Beim Test stuften die Prüfer die Bedienung mit Internetzugang jedoch schlechter ein. Vor allem bei der Bedienung vor Ort erhielt der Smartkey mit Internetzugang lediglich die Teilnote „befriedigend“. Ein Nachteil: Da für den Einbau der Schlüsselkopf abgesägt werden muss, benötigen Mieter eventuell die Erlaubnis des Vermieters.

Flexibel zu bedienen: Smartlock 2.0 von Nuki

Wie bereits der Smartkey von Hörmann lässt sich auch das Smartlock 2.0 von Nuki mit und ohne Internetzugang verwenden. Getestet wurden beide Varianten mit deutlichen Unterschieden. Das Smartlock-Türschloss ohne Internetzugang erhielt im Test die Gesamtnote „Gut (2,2)“. Das andere Modell erhielt nur die Note „Befriedigend (3,2)“. 

Der Smartlock 2.0 lässt sich flexibel per App, Funkfernbedienung, Funktastatur und smartem Assistent bedienen. Den Montageaufwand bewertete die Stiftung Warentest mit der Teilnote „sehr gut“. Und auch in den anderen Bereichen konnte das Modell von Nuki gute Ergebnisse erzielen. Lediglich die Akkulaufzeit bewertete die Stiftung Warentest nur mit „ausreichend“.

Bei dem Smartlock 2.0 mit Nuki Bridge sieht das Ergebnis etwas anders aus. Vor allem die Bedienung über das Internet war so schlecht, dass die Tester die Teilkategorie Sicherheit und Datenschutz nur mit der Note „ausreichend“ bewerteten. Für die Steuerung über das Internet sollte also ein starkes Passwort gewählt werden. Hacker könnten ansonsten auf das Schloss zugreifen. 

Sicher ohne Smartphone: HomeTec Pro CFA 3000 von Abu

Das Türschloss HomeTec Pro CFA 3000 von Abus wurde von der Stiftung Warentest ebenfalls mit der Gesamtnote „Gut (2,4)“ bewertet. Die Handhabung fällt bei diesem Modell etwas schwieriger aus als bei den anderen Smartlocks. Wenn Sie das Türschloss nicht dem Handy überlassen wollen, dann ist das Funktürschloss von Abus die richtige Wahl.

Das HomeTec Pro nutzt ebenfalls den vorhandenen Schlüssel im Schloss. Das macht die Installation unkompliziert. Zum Öffnen der Tür brauchen Sie zusätzlich zum Schloss entweder eine Funkfernbedienung oder eine Funktastatur. Die Bedienung vor Ort wurde von den Testern als „sehr gut“ bewertet.

Für Familien ist die Funktastatur praktisch, da nicht jeder mit der Fernbedienung ausgestattet werden muss. Zusätzlich können Sie darüber auch temporäre Codes erstellen, um weitere Familienmitglieder Zugang zur Wohnung zu geben.

Türschlossantrieb mit Schließzylinder

Das smarte Türschloss mit Fingerscanner: Entr (YA95) von Yale

Das Entr YA95 Türschloss von Yale schneidet im Test der Stiftung Warentest fast so gut ab wie der Testsieger und erhält dafür die Gesamtnote „Gut (2,2)“. Die Montage ist bei diesem Türschloss um einiges aufwändiger, denn der Entr YA95 wir mit Schließzylinder geliefert. Das bedeutet, dass der alte Schließzylinder erst einmal ausgebaut werden muss. Wie auch das Türschloss von Nuki lässt sich dieses Modell von Yale flexibel per App, Funkfernbedienung oder sogar Fingerscanner oder smartem Assistent bedienen.

Vor allem die Akkulaufzeit ist bei diesem Modell positiv zu erwähnen: Mit rund 14.531 Schließvorgängen hält der Yale-Akku mit großem Abstand am längsten.

Der Fingerabdruckscanner funktioniert im Test nur mäßig. Das Entriegeln dauert rund neun Sekunden. Im Vergleich zu den anderen smarten Türschlössern ist dieses Modell deutlich teurer. Der Preis kommt einerseits durch die vielen verschiedenen Bedienmöglichkeiten und andererseits durch das zusätzliche Schloss zustande.

Unser Fazit 

Der Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger ist das Eqiva Bluetooth Türschloss von eQ-3. Der günstige Preis, die leichte Handhabung sowie die gute Funktionalität machen dieses Modell aus. Das smarte Türschloss bietet jedoch nur wenige Zusatzfunktionen.

Für noch mehr Komfort muss tiefer in den Geldbeutel gegriffen werden. Das Smartkey Türschloss von Hörmann bietet im Vergleich mit dem Testsieger eine gleich gute Leistung bei Funkbetrieb. Auch mit Internetzugang kann dieses Modell die Tester – als einziges Türschloss mit Internet – ebenfalls überzeugen. Anders bei dem Smartlock 2.0 von Nuki: Von der Nutzung mit Internetzugang ist aufgrund der fehlenden Sicherheit abzuraten. Das smarte Türschloss ist ohne Internet jedoch ein solides Türschloss mit vielen flexiblen Bedienmöglichkeiten, sodass der Internetzugang auch gar nicht gebraucht wird.

Das einzige Schloss, das mit Schließzylinder gut abgeschnitten hat, ist das Entr (YA95) von Yale. Das teure, aber dennoch gute Schloss überzeugt mit der längsten Akkulaufzeit im Test.

Häufig gestellte Fragen rund um smarte Türschlösser

Welche Vorteile hat ein smartes Türschloss?

Ein smartes Türschloss hat durch seine zusätzlichen Komfortfunktionen noch mehr zu bieten als nur das bequeme Öffnen der Haustür:

  • kein Schlüsselverlust mehr
  • Zugangsberechtigung kann mehreren Leuten gegeben werden 
  • Sicherheit ist hoch, da mehrere Zugangsmöglichkeiten miteinander kombiniert werden können

Wie sicher sind smarte Türschlösser?

Bei einem smarten Türschloss, das über einen Internetzugang verfügt, sollte auf jeden Fall auf ein starkes Passwort geachtet werden. Das Bundesamt für Sicherheit empfiehlt ein Passwort mit mindestens acht Zeichen anzulegen.

Smarte Türschlösser sind meist nicht so attraktiv für Einbrecher, da diese gehackt werden müssen. Bei einem altmodischen Einbruchtest im Test der Stiftung Warentest fiel das smarte Türschloss von Danalock mit „Mangelhaft“ durch. Es ließ sich problemlos in wenigen Minuten aufbohren. Das Schloss von Yale hielt dem Einbruchversuch hingegen stand.

Verwendete Quellen:

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