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FFP2-Masken-Test: Stiftung Warentest empfiehlt besonders ein Modell

Masken im Test  

Stiftung Warentest: FFP2-Masken passen oft nicht richtig

29.03.2021, 11:18 Uhr | dpa, JPH

FFP2-Masken-Test: Stiftung Warentest empfiehlt besonders ein Modell. FFP2-Masken müssen eng anliegen.

FFP2-Masken müssen eng anliegen. Nur dann bieten sich den erhofften hohen Schutz. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

FFP2-Masken haben im Test der Stiftung Warentest durchwachsen abgeschnitten. Während es bei der Filterleistung der Materialien keine Beanstandung gab, bemängelten die Tester bei einer Mehrzahl der zehn geprüften Masken die Passform  und bei drei Masken den Atemkomfort.

Für ihre Untersuchung hat die Stiftung Warentest zunächst den Komfort beim Ausatmen mithilfe einer Art "künstlicher Lunge" und einem Sensor gemessen, wie es im Testbericht heißt. Bei drei Masken sei der gemessene Widerstand so groß gewesen, dass das Atmen schwerfalle. Sie wurden deshalb als "wenig geeignet" bewertet, da vor allem ältere und geschwächte Menschen dadurch Probleme bekommen könnten. Sechs Masken erreichen eine hohe Filterleistung, passen allerdings nicht immer optimal, was den Schutz deutlich verringert. Nur eine Maske ist rundum empfehlenswert.

FFP2-Masken im Test: So prüft die Stiftung Warentest

Zehn FFP2-Masken verschiedener Hersteller hat die Stiftung Warentest im Labor untersucht und die Filterwirkung, Atemkomfort und Passform geprüft. Zusätzlich wurden die Masken auf mögliche Schadstoffe getestet. Die sieben Masken, die den Atemkomfort-Test bestanden haben, testete die Stiftung Warentest anschließend in einer "Prüfkammer mit wässrigen, ungefährlichen Aerosolen". Die Probanden und Probandinnen hatten nach Angaben der Tester unterschiedliche Gesichtsformen und mussten in der Kammer verschiedene alltägliche Bewegungen ausführen.

Nach Angaben der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege sieht die entsprechende Norm DIN EN 149 hier für FFP2-Masken vor, dass im Mittel bei acht von zehn Trägern maximal acht Prozent der Aerosole an der Maske vorbei oder durch strömen dürfen. Diese Vorgabe hielt in der Untersuchung der Stiftung Warentest nur die Maske von 3M ein – sie wurde als Einzige als uneingeschränkt geeignet bewertet.

Die Ergebnisse der Stiftung Warentest: Diese Masken sind empfehlenswert

Testsieger ist die Maske Aura Atemschutzmaske 9320+ der US-Firma 3M. "Sie sitzt gut, ist dicht und ermöglicht komfortables Atmen" und erfülle damit als einzige ohne Einschränkung die wichtigsten Testkriterien, wie die Stiftung Warentest erklärt.

Die Filterwirkung war zwar bei allen Masken hoch – sechs Modelle können die Tester aber nur eingeschränkt empfehlen, weil sie sich nicht gut an unterschiedliche Gesichtsformen anpassen, deshalb oft nicht dicht anliegen und so die Schutzwirkung mindern.

"Mit Einschränkung geeignet" sind unter anderem die Masken des Herstellers Hase Safety, die deutlich günstiger sind als der Testsieger. Auch die beliebten Masken von Medisana erreichen zwar eine hohe Filterleistung, erhalten jedoch Abzüge bei der Passform. Ebenfalls "mit Einschränkung geeignet" sind die Masken von atemious, die in Deutschland hergestellt werden. Die Masken von großen Drogerien wie Rossmann seien wenig geeignet, weil sie zu sehr beim Atmen behindern. Wir stellen nachfolgend zwei Masken im Detail vor.

Der Testsieger: FFP2-Maske von 3M

Als einziges Modell mit dem Urteil "geeignet" ist die FFP2-Maske von 3M der Testsieger. Das Modell Aura 9320+ bewertet die Stiftung Warentest mit einer hohen Filterleistung, einem hohen Atemkomfort und geeigneter Passform und somit hoher Dichtheit beim Tragen. Es wurden keine Schadstoffe entdeckt.

Die 3M-Masken werden in Großbritannien hergestellt und sind allerdings mit über sechs Euro pro Stück mit Abstand die teuersten im Test. 

Hohe Filterleistung aber Abzüge bei der Passform: FFP2-Masken von Medisana

Die beliebten Masken von Medisana erreichen im Test eine hohe Filterwirkung und überzeugen zudem mit einem hohen Komfort beim Atmen. Bei der Passform vergeben die Tester jedoch das Urteil "mit Einschränkung geeignet". Bei vier von zehn Prüfpersonen im Labor saß die Maske nicht ideal und ließ somit Aerosole durch. So lautet auch das Endergebnis für die Medisana-Masken "mit Einschränkung geeignet".

Der Preis liegt mit drei Euro pro Maske im Mittelfeld. Hergestellt werden die Masken in China. Schadstoffe finden die Tester bei den Masken nicht.

Made in Germany: Masken von Hase Safety 

Die Masken des Herstellers Hase Safety erhalten im Test das Urteil "mit Einschränkung geeignet". Sie überzeugen mit einer hohen Filterwirkung, erreichen beim Atemkomfort jedoch nur das Urteil "mittel". Bei der Untersuchung der Passform und damit der Dichtheit beim tragen vergeben die Tester das Urteil "mit Einschränkung geeignet", da bei drei von zehn Prüfpersonen die Maske undicht ist.

Die Masken werden in Deutschland hergestellt und sind mit einem Preis von knapp zwei Euro pro Maske deutlich günstiger als der Testsieger. Die Stiftung Warentest findet zudem keine Schadstoffe.

Fazit zum Test: Die Passform ist entscheidend

Die Testergebnisse untermauern einen wichtigen Ratschlag, der bereits vorher galt: Wer eine FFP2-Maske tragen möchte, um sich selbst und andere vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, sollte darauf achten, dass diese richtig sitzt – und im Zweifel ein anderes Modell mit besserer Passform ausprobieren.

Denn bereits ein kleines Leck, durch das die Atemluft strömt, kann die Filterleistung der FFP2-Maske enorm reduzieren. Der Testsieger von 3M überzeugt in allen Kriterien, ist jedoch auch sehr teuer. Machen Sie daher den Test: Die Maske sitzt gut, wenn sich der Stoff beim Einatmen an den Mund heranzieht und beim Ausatmen aufbläht. Ist dies der Fall, sind diese Masken die richtigen für Sie.

Wissenswertes zu FFP2-Masken

Machen Sie Pausen vom Maske-Tragen

Weil das Atmen durch gut sitzende FFP2-Masken im Vergleich zu OP-Masken im Allgemeinen schwerer fällt, gilt der Ratschlag, regelmäßige Maskenpausen zu machen. So rät die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) zu maximal 75 Minuten Tragezeit – dann sollte eine halbe Stunde Maskenpause gemacht werden.

Worauf sollten Sie beim Tragen achten?

Die möglicherweise falsche Anwendung von FFP-Masken durch die Träger sieht die Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin als Problem: Sie begrüße zwar grundsätzlich die Empfehlung zum Tragen dieser Masken in der Bevölkerung. Man sehe aber das Problem, dass durch inkorrekte Handhabung und mangelhafte Passform keine ausreichende Schutzwirkung erzielt werde.

"Daher muss mehr Aufklärung in der Bevölkerung erfolgen, wie die Masken zu tragen sind", schlussfolgerte die Fachgesellschaft in einer Stellungnahme Ende Januar 2021. Grundsätzlich sollten Sie vor dem Abnehmen der Maske die Hände desinfizieren und die Maske nur zum einmaligen Gebrauch nutzen. Achten Sie zudem auf eine gute Passform, damit die Filterleistung nicht beeinträchtig wird.

Die Kennzeichnung der Masken

FFP2-Masken müssen der Norm EN 149:2001 entsprechen und ein CE-Kennzeichen sowie eine vierstellige Nummer aufgedruckt haben. Die Nummer gibt Rückschluss auf die Prüfstelle.

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