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Fitnesstracker im Test: Kein Fitnessarmband erhält "Gut" von Stiftung Warentest

Stiftung Warentest  

Fitnesstracker im Test: Kein einziges Armband ist rundum "gut"

29.04.2021, 10:24 Uhr | t-online, JPH

Fitnesstracker im Test: Kein Fitnessarmband erhält "Gut" von Stiftung Warentest. Die Stiftung Warentest prüft Fitnesstracker: Wirklich überzeugen kann kein einziges Modell. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Mikolette)

Die Stiftung Warentest prüft Fitnesstracker: Wirklich überzeugen kann kein einziges Modell. (Quelle: Mikolette/Thinkstock by Getty-Images)

Fitnesstracker sollen Ihre Gesundheit im Blick behalten: Sie messen den Puls, zählen Schritte und analysieren den Schlaf. Bei der Messung sind allerdings nur wenige Armbänder genau, wie der aktuelle Test der Stiftung Warentest zeigt. Das sind die Testsieger und ein Preis-Leistungs-Tipp.

Fitnesstracker motivieren zu mehr Bewegung und zeigen Ihre Fortschritte. Die kleinen Armbänder sind mit zahlreichen Sensoren ausgestattet. Sie messen den Puls, errechnen den Kalorienverbrauch, zählen Schritte und analysieren den Schlaf. Teure Modelle zeigen zudem auch Nachrichten vom Handy an. Die Stiftung Warentest hat in ihrer "test"-Ausgabe 05/2021 sechs neue Tracker getestet.

Vollends überzeugen kann kein Modell im Test. Vor allem bei der Genauigkeit der Fitnessmessungen beim Schwimmen, Laufen und Radfahren zeigen sich Schwächen. Auch die Kommunikationsfähigkeiten der Wearables enttäuschten. Aus dem Testfeld kam daher kein Gerät über die Note "befriedigend" hinaus. Wir zeigen die Testergebnisse und klären, welche Modelle trotzdem empfehlenswert sind.

Fitnesstracker im Test: So testet die Stiftung Warentest

In der "test"-Ausgabe 05/2021 hat die Stiftung Warentest sechs neue Fitnesstracker getestet. Insgesamt haben die Prüfer 14 Armbänder auch aus früheren Tests untersucht. 

Die wichtigsten Kriterien bei der Ermittlung der Testnote waren die Fitnessfunktionen (40 Prozent), die Handhabung (30 Prozent) und die Kommunikation (15 Prozent). Bei den Fitnessfunktionen achten die Prüfer vor allem auf die Genauigkeit der Angaben von Puls, Kalorienverbrauch und Streckenlänge. Weitere Testbereiche waren die Stabilität (5 Prozent), der Datenschutz (10 Prozent) sowie der Schadstoffgehalt. 

Die Testergebnisse: Samsung liegt bei Fitnesstrackern vorn

Der Testsieger mit der Note "befriedigend (2,9)" ist das Fitnessarmband Samsung Galaxy Fit2. Es erreicht die besten Noten bei den Fitnessfunktionen und überzeugt mit einer guten Handhabung. Auf dem zweiten Platz liegt das Fitbit Charge 4 mit der Note "befriedigend (3,0)". Platz drei erreicht Huawei mit dem Band 4 Pro und der Note "befriedigend (3,3)". Knapp dahinter folgt das Fitbit Inspire 2 mit der Note "befriedigend (3,4)". 

Der Testsieger: Samsung Galaxy Fit2 Fitnessarmband

Das Testergebnis: Der Fitnesstracker von Samsung erreicht das "test"-Qualitätsurteil "befriedigend (2,9)" und ist damit Testsieger. Das Modell überzeugt mit einem genauen Kalorienverbrauch und misst den Puls im Vergleich zu Konkurrenz am genauesten.

Produktdetails: Das Galaxy Fit 2 Armband zählt Ihre Schritte, misst die Herzfrequenz, Bewegungen und analysiert den Schlaf. Ist das Handy verbunden, informiert das Armband über eingehende Anrufe oder Nachrichten. Die Orientierung über GPS funktioniert nur über das Handy, denn einen GPS-Empfänger besitzt der Tracker nicht. Zu den Highlights zählt das helle OLED-Display, das auch Nachrichten vom verbundenen Handy anzeigt. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu zwei Wochen mit einer Ladung. Der Tracker ist in verschiedenen Farben erhältlich und wasserdicht bis 5 ATM. Sie können es mit Android-Handys und iPhones über Bluetooth koppeln.

Der Design-Sieger: Fitbit Charge 4

Das Testergebnis: Das Fitbit Charge 4 Armband erreicht das "test"-Qualitätsurteil "befriedigend (3,0)". Es punktet mit einer genauen Messung der Laufstrecke und dem schicken Design.

Produktdetails: Fitbit zeigt mit dem Charge 4, dass ein Fitnesstracker ein modisches Accessoire sein kann. Er zählt zu den beliebtesten Modellen unter der Fitnessarmbändern. Der Tracker erkennt 15 Trainingsmodi, unter anderem Laufen und Schwimmen, automatisch. Das Armband misst die Herzfrequenz und analysiert auf Wunsch die Schlafqualität. Zudem ist ein Zyklustracking für Frauen integriert. Anders als beim Modell von Samsung ist auch ein GPS-Empfänger verbaut. So zeichnen Sie die Laufstrecke auch ohne Handy auf. Der Akku hält bis zu 7 Tage mit einer Ladung durch. 

Der Preis-Leistungs-Sieger: Huawei Band 4 Pro

Das Testergebnis: Das Huawei Band 4 Pro erreicht das "test"-Qualitätsurteil "befriedigend (3,3)". Bei den Fitnessdaten schneidet es nur "ausreichend" ab, punktet jedoch mit einer genauen Streckenmessung über GPS.

Produktdetails: Huawei hat mit den Band 4 Pro ebenfalls einen sehr modischen Fitnesstracker auf dem Markt. Das Armband und das Gehäuse gibt es in mehreren Farben in klassischem schwarz bis zu roségold. Die Ausstattung liegt auf einem guten Niveau. Der Tracker misst die Herzfrequenz, zählt Schritte und zeichnet über GPS die Laufroute auch ohne Handy auf. Sie können Ihre Schlafphasen überwachen und der Bewegungssensor erkennt Trainings. Der Akku soll mit einer Ladung bis zu 7 Tage durchhalten. Der Tracker ist bis 5 ATM wasserdicht und daher auch zum Schwimmen geeignet.

Der Dauerläufer mit langer Akkulaufzeit: Fitbit Inspire 2

Das Testergebnis: Der Fitbit Inspire 2 Fitnesstracker erreicht das "test"-Qualitätsurteil "befriedigend (3,4)" und liegt damit auf dem vierten Platz. Das Fitnessarmband punktet bei der Handhabung und der sehr langen Akkulaufzeit von bis zu 10 Tagen.

Produktdetails: Der Fitnesstracker Fitbit Inspire 2 gehört zur Einstiegsklasse des Herstellers. Das Armband zählt Schritte, misst die zurückgelegte Strecke und errechnet die verbrannten Kalorien. Sie können Ihren Schlaf überwachen und auswerten und profitieren von der kontinuierlichen Herzfrequenzmessung. Ein eigenes GPS-Modul ist allerdings nicht verbaut, sodass Sie zum Aufzeichnen der Laufstrecke das Handy mitnehmen müssen. Ein Vorteil von Fitbit-Geräten ist die automatische Trainingserkennung. Der Tracker erkennt damit automatisch, wenn Sie mit dem Workout beginnen.

Fazit zum Test: Fitnessdaten oft ungenau

Der Test der Stiftung Warentest zeigt, dass Fitnesstracker bei den Messungen der Fitnessdaten nicht immer ganz genau sind. Der Testsieger von Samsung schneidet am besten ab und erreicht im Vergleich zur Konkurrenz die genauesten Werte. Das Charge 4 Armband von Fitbit punktet vor allem mit einem schicken Design und misst die Laufstrecke zuverlässig. Unser Preis-Leistungs-Sieger ist das Huawei Band 4 Pro mit einer guten Ausstattung, einer allerdings etwas ungenaueren Pulsmessung. 

Wenn Sie einen Fitnesstracker nutzen möchten, um sich mehr zu bewegen, reichen oft auch Einsteigermodelle. Gehen Sie allerdings oft Laufen und möchten genaue Daten haben, lohnt sich die Investition in eine teurere Smartwatch mit besseren Sensoren.

Wissenswertes zu Fitnesstrackern

Wie finden Sie einen guten Fitnesstracker?

Der Test gibt einen ersten Hinweis, worauf Sie beim Kauf eines Fitnesstrackers achten sollten. Die größten Unterschiede liegen in der Bauart: Es gibt Fitnesstracker mit und ohne Display. Ist kein Display vorhanden, sind die Bänder schmaler. Ein Vorteil ist, dass der Akku dadurch deutlich länger hält. Alle aufgezeichneten Daten werden an eine Smartphone-App übertragen und dort angezeigt. 

Wenn Sie Ihre Werte wie die Herzfrequenz auch schon während des Trainings sehen möchten, braucht einen Fitnesstracker mit Display. 

Teure Fitnesstracker bieten einen größeren Funktionsumfang. Sie erkennen Trainigs automatisch und über GPS wird die Laufstrecke aufgezeichnet und die Entfernung genauer berechnet. Diese Features sind vor allem dann sinnvoll, wenn Sie oft laufen gehen und Ihre Erfolge sehen möchten. 

Welche Funktionen sollte ein Fitnesstracker besitzen?

Egal, ob mit Display oder ohne, bei der Wahl des Fitnesstrackers kommt es auch auf die Anzahl der Sensoren und Features an. Sinnvoll sind folgende Grundfunktionen.

  • Schrittzähler: Die Tracker messen Ihre gelaufenen Schritte und zeigen Sie auf dem Display oder in der App an.
  • Laufstreckenmessung: Anhand der gezählten Schritte kann die Laufstrecke gemessen werden. Für eine genaue Analyse ist ein eingebauter GPS-Sensor hilfreich.
  • Schlafüberwachung: Die Armbänder ermitteln die Schlafphasen des Trägers über die Bewegungssensoren. Das gibt die Möglichkeit den Schlaf zu optimieren.
  • Kalorienverbrauch: Durch die Eingaben weiterer Daten wie Gewicht und Größe kann das Fitnessarmband den Grundumsatz berechnen.
  • Herzfrequenzmessung: Behalten Sie beim Training Ihren Puls im Blick und trainieren Sie beispielsweise im idealen Bereich zur Fettverbrennung.
  • Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone: Die Verbindung mit dem Smartphone hilft die gesammelten Daten auszuwerten. Die meisten Modelle informieren Sie zudem, wenn Sie eine Nachricht auf dem Handy erhalten.

Welche Smartphones sind kompatibel?

Fitnesstracker nutzen Bluetooth, um sich mit dem Handy zu verbinden. Alle modernen Smartphones lassen sich daher mit den Trackern verbinden. Die zugehörigen Apps der Hersteller sind für iOS und Android verfügbar. Auch bei Xiaomi gibt es die App auf Deutsch für beide Systeme.

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