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Die Gewalt eines Sturms: Strom, Züge und Straßen betroffen


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Die Gewalt eines Sturms: Strom, Züge und Straßen betroffen

Von dpa
17.02.2022Lesedauer: 4 Min.
Baumstämme liegen auf einer Fahrbahn
Baumstämme liegen auf einer Fahrbahn. (Quelle: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)
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Sturm "Ylenia" ist am Donnerstag über ganz Sachsen gefegt und hat Feuerwehr und Polizei in Atem gehalten. Zahlreiche Bäume stürzten um, Verkehrsschilder wurden aus den Verankerungen gerissen und es kam in einigen Orten zu Überschwemmungen auf Straßen. Nach Angaben der Einsatzkräfte blieb es aber zumeist bei Sachschäden.

Am Donnerstagvormittag waren Tausende Menschen in Sachsen ohne Strom. Betroffen seien rund 2700 Kunden im Vogtland und im Erzgebirgskreis, wie der Netzbetreiber Mitnetz mitteilte. Seit Tagesanbruch kämen stetig Störmeldungen dazu. Die Ausfälle begannen den Angaben nach am späten Mittwochabend. Laut einer Sprecherin waren in den frühen Morgenstunden des Donnerstags insgesamt 21.800 Mitnetz-Kunden in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg ohne Strom. Gründe waren demnach zusammenschlagende Leiterseile sowie umgestürzte Bäume und herabfallende Äste, die die Stromleitungen beschädigen.

"Im Moment arbeiten wir an einer schnellen Wiederherstellung der Stromversorgung. Im Laufe des Tages werden sicherlich noch weitere Schäden und Stromausfälle sichtbar und gemeldet", sagte Mitnetz-Betriebsleiter Udo Stöckel. "Bis heute Abend sollte aber alles wiederversorgt sein."

Sturmbedingt kam es am Donnerstag in Sachsen auch zu Einschränkungen des Zugverkehrs. Aus Süden kommende Fernzüge endeten am Morgen in Leipzig. "Eine Weiterfahrt nach Berlin war für einige Stunden nicht möglich und wir konnten die Bahnreisenden im Bahnhof besser betreuen als auf offener Strecke", sagte eine Bahnsprecherin am Vormittag. Dafür konnten die Gestrandeten einen Aufenthaltszug am Hauptbahnhof nutzen. Am späten Vormittag war die Strecke nach Berlin wieder frei. Außerdem endeten die Fernzüge aus Tschechien zunächst in Dresden.

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Die Deutsche Bahn bot kostenfreie Stornierungen und Umbuchungen an. Bahn-Kunden könnten "in den nächsten sieben Tagen nach Störungsende ihr Ticket flexibel nutzen". Auch im Regionalverkehr gab es einige Störungen durch Bäume im Gleis. Diese würden nach und nach beseitigt, hieß es. Zudem fuhren zahlreiche Züge mit verminderter Geschwindigkeit. Daher musste mit Verspätungen gerechnet werden.

Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft hatte am Donnerstag den Zugverkehr der von ihr betriebenen Fichtelberg-, Lößnitzgrund- und Weißeritztalbahn eingestellt. Auch die Freiberger Eisenbahn teilte mit, dass wegen Unwetterschäden aktuell kein Zugverkehr zwischen Freiberg und Holzhau möglich sei.

Die Länderbahn gab am Donnerstagmittag bekannt, dass der Trilex zwischen Dresden und Bischofswerda mit leichter Verspätung verkehrt. Dagegen war zwischen Bischofswerda und Görlitz beziehungsweise Zittau noch kein Zugverkehr möglich. Die Vogtlandbahn konnte den Verkehr auf der RB2 zwischen Plauen und Zwickau planmäßig anbieten. Auf allen anderen Strecken wurde der Verkehr eingestellt. Ein Notverkehr mit Bussen und Großraumtaxis wird derzeit angeboten, bis die Strecken überprüft und wieder freigegeben werden können.

Auf den Straßen bot sich den Einsatzkräften zum Teil ein Bild der Verwüstung. Schwerpunkt war nach Angaben der Polizeidirektion Chemnitz der Erzgebirgskreis. Hier rückte die Feuerwehr am Donnerstagmorgen zu 47 Einsätzen wegen umgestürzten Bäumen aus. Verletzt wurde aber niemand. Auf der Autobahn 72 bei Chemnitz hatte sich eine große Wasserlache nach dem Starkregen gebildet.

Die Leipziger Polizeidirektion registrierte bis zum späten Vormittag etwa 20 Einsätze aufgrund des Unwetters. In den meisten Fällen handelte es sich um umgestürzte Bäume in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen, wodurch Verkehrsbehinderungen entstanden. Im Stadtgebiet lösten sich in der Folge des Sturms vereinzelt Dachziegel und es stürzten Verkehrszeichen um. Aber auch hier gab es keine Verletzten.

In Weißwasser (Landkreis Görlitz) wurden Bäume entwurzelt, Verkehrszeichen über die Straße geweht und in mindestens einem Fall stürzten Ziegel vom Dach. In Görlitz erwischte eine Windböe einen Transporter. Das Fahrzeug wurde in den Graben geweht und stürzte um. Der Fahrer blieb unverletzt.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sollte der Sturm bis zum Nachmittag in Sachsen anhalten. "Erst danach wird sich die Lage etwas beruhigen, ehe es in der Nacht zu Samstag wieder richtig stürmisch wird", sagte Meteorologe Jens Oehmichen vom DWD am Donnerstag auf Anfrage. Erst am Samstagnachmittag werde der Sturm dann wieder abflauen.

Wegen des Sturms sollten in den kommenden Tagen die Menschen in Sachsen auf keinen Fall in die Wälder gehen. "Das Betreten des Waldes während eines Sturmereignisses und auch danach kann lebensgefährlich sein, denn angebrochene Äste oder entwurzelte Bäume können auch noch in den kommenden Tagen herabfallen oder umstürzen", sagte Landesforstpräsident, Utz Hempfling, am Donnerstag. Das Ausmaß der bisher entstandenen Schäden in den sächsischen Wäldern könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eingeschätzt werden.

Die meisten Skigebiete in Sachsen hatten am Donnerstag ihren Betrieb eingestellt. Die Fichtelberg Schwebebahn und der Vierersessel standen am Donnerstag still, die Schlepplifte liefen jedoch. "Die Loipen und Rodelstrecken sind aber wegen Bruchgefahr von Bäumen gesperrt", sagte eine Sprecherin. Die Lage werde regelmäßig neu bewertet.

Dagegen hatten die Zoos in Leipzig und Dresden am Donnerstag noch geöffnet. Auch hier wollen die Verantwortlichen die Sturmlage regelmäßig neu bewerten. Der Zoo Hoyerswerda sowie der Tierpark und das Wildgehege in Chemnitz bleiben am Donnerstag dagegen geschlossen.

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