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Nicht mehr wiederzuerkennen

Von Patrick Mayer

Aktualisiert am 30.07.2022Lesedauer: 4 Min.
Hat gut lachen: Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic ließ mit den Transfers von Sadio Mané und Matthijs de Ligt seine Kritiker verstummen.
Hat gut lachen: Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic ließ mit den Transfers von Sadio Mané und Matthijs de Ligt seine Kritiker verstummen. (Quelle: IMAGO/kolbert-press/Ulrich Gamel)
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Der Bayern-Sportvorstand wurde lange heftig kritisiert. Jetzt erhält er viel Lob für seine Transfers. Ist beim deutschen Meister jetzt alles gut?

"Ich bin sein größter Supporter, und das werde ich immer zeigen." Nick Salihamidzic hatte das Bedürfnis, sich über Social Media nachhaltig mitzuteilen. Er freue sich, "dass endlich alle aufgewacht sind", meinte der 19-jährige Fußballer bei Twitter: "Er hat jeden Tag hart gearbeitet, und jetzt kriegt er das Lob und die Anerkennung, die er verdient."

Der Adressat, sein Vater Hasan Salihamidzic, hat tatsächlich eine intensive Zeit hinter sich. Oft stand der Sportvorstand des FC Bayern bei Fans und Experten in der Kritik. Die Baustellen schienen unendlich. Mit David Alaba (Real Madrid), Niklas Süle (BVB) und Corentin Tolisso (Olympique Lyon) verließen drei Profis den Klub ablösefrei. Mehrere (Ex-)Spieler beklagten mangelnde Wertschätzung. Das Wechsel-Theater um Robert Lewandowski (FC Barcelona) setzte den 45-jährigen Bosnier endgültig unter Druck.

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Sadio Mané: Nach dem Lewandowski-Abgang sind alle Augen erst mal auf ihn gerichtet. (Quelle: IMAGO/Mladen Lackovic)

Aber: All die Skepsis an seiner Arbeit hat Salihamidzic gekontert, durch aufsehenerregende Transfers von Sadio Mané und Matthijs de Ligt. Der 30-jährige Mané kam für 32 Millionen Euro (plus Boni) vom FC Liverpool, den künftigen Abwehrchef de Ligt transferierte Salihamidzic für 67 Millionen Euro (plus Boni) von Juventus Turin nach München. Und plötzlich wird der frühere Bundesligaspieler nicht nur bei Twitter mit Lob überhäuft.

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Dabei haben weder die beiden Top-Transfers noch Supertalent Mathys Tel ein Pflichtspiel absolviert. Das gilt auch für Noussair Mazraoui und Ryan Gravenberch, die von Ajax Amsterdam verpflichtet wurden. Spektakulär: Für den 17-jährigen Tel überweist der FC Bayern bis zu 28,5 Millionen Euro an Stade Rennes. Kolumnist Stefan Effenberg sagte im Interview mit t-online lobend: "Mané und de Ligt sind Topstars – Gravenberch, Mazraoui und Mathys Tel Mega-Talente."

Transfer-Minus wächst trotzdem

Die negative Begleiterscheinung: Das Transfer-Minus wächst allein in diesem Sommer auf 78,6 Millionen Euro, nachdem es in den drei Jahren davor schon minus 194 Millionen Euro betragen hatte. Die Refinanzierung ist nicht der einzige Schönheitsfleck auf der zweifellos bemerkenswerten Transferoffensive. So ist die Frage, warum die Bayern-Bosse keine saubere Trennung von Lewandowski hinbekamen, unbeantwortet. Der Pole und sein polarisierender Berater Pini Zahavi hatten sich mehrmals öffentlich beschwert.

Just die Personalie Lewandowski zeigt indes, wie sich Salihamidzic von Mentor Hoeneß emanzipiert. Ein Rückblick: Nicht nur der berühmt gewordene Fan Johannes Bachmayr hatte auf der Jahreshauptversammlung 2018 eine angebliche Begünstigung "Brazzos" kritisiert, wie Ehrenpräsident Hoeneß den Sportvorstand väterlich nennt. "Das Auswahlverfahren, so habe ich es zumindest in der Presse gelesen, war eine Taxifahrt in China – überzeugend", meinte Bachmayr ironisch. Jüngst fiel wiederum Hoeneß durch öffentliche Ratschläge auf. Als wolle der 70-Jährige noch immer die Richtung vorgeben.

"Wenn man keine Alternative hat, (…) dann würde ich in jedem Fall dafür plädieren, wie alle anderen im Verein, dass er noch ein Jahr bleibt", meinte er Anfang Juni im TV-Sender Sport1 zur Causa Lewandowski. Dennoch verkaufte Salihamidzic den Torjäger. Auch die kolportierte Ablöse von 45 Millionen Euro plus Boni wurde als Erfolg gewertet. Dabei ist unklar, wie die Bayern die schiere Masse an Lewandowski-Toren kompensieren wollen. Trainer Julian Nagelsmann fokussiert sich auf ein 4-3-3, in dem Sadio Mané und ein Duo aus dem Viergespann Serge Gnabry, Leroy Sané, Kingsley Coman und Jamal Musiala ohne feste Positionen stürmen sollen.

Druck wegen der 50+1-Regel

Geht der Plan auf? 29,75 Tore erzielte Lewandowski im Schnitt pro Bundesligasaison. Er lieferte, während die Defensive die Schwachstelle war. Gerade weil die beiden Transfers von Lucas Hernández und Dayot Upamecano nicht wie gewünscht funktionierten, mussten die Bayern in der Abwehr nachlegen. Sowohl Lucas Hernández (80 Millionen Euro Ablöse) als auch Dayot Upamecano (42,5 Millionen Euro Ablöse) waren mit der Rolle des Abwehrchefs überfordert. Die Investitionen in Mané und de Ligt müssen sich deshalb unbedingt rentieren. Was auffällt: Die Ex-Bosse Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge machen wegen der 50+1-Regel, die den Einfluss von Investoren begrenzt, verstärkt Druck auf die Deutsche Fußball Liga (DFL). Denn: Es gibt kaum noch Quellen, um weiteres Geld in zweistelliger Millionenhöhe einzunehmen.

Bayern-Führungsduo: Vorstandschef Rummenigge (li.) und Präsident Hoeneß.
Rummenigge (l.) und Hoeneß sind offen für eine Änderung der 50+1-Regel. (Quelle: imago-images-bilder)

Darüber steht die unerschütterliche Annahme des Umfelds, dass die neuen Transfers schon einschlagen werden. Zur Wahrheit gehört bei all der Qualität aber auch, dass Juve in den vergangenen zwei Jahren mit de Ligt als Abwehrchef jeweils nur Vierter der Serie A wurde. Nach zuvor neun Meisterschaften in Folge. Mané hatte in sechs Jahren FC Liverpool immerhin eine Torquote von im Schnitt 20 Treffern pro Premier-League-Saison. Auch wenn die englische Liga vielleicht die stärkste der Welt ist, fehlen ein paar Tore zur Lewandowski-Benchmark. Dazu werden vier Spieltage mehr pro Saison ausgetragen. "Wir saßen in meinem Garten und haben uns über viele Sachen wie den Transfermarkt unterhalten", erzählte Salihamidzic dem Sender Sky von seiner Überzeugungsarbeit beim Ex-Liverpooler. Und dass er bei solch einem Transfer auch mal "mit dem Kopf durch die Wand" gehe. Er steht weiter im Fokus.

Dass es das noch nicht war mit Transfers diesen Sommer kann sich zum Beispiel BVB-Boss Hans-Joachim Watzke vorstellen, "wenn ich so auf Twitter den Optimismus von Salihamidzic Junior und Ähnliches lese", meinte der Dortmunder Geschäftsführer bei Sky. Dennoch müsse man sehen, was die Bayern aus den Transfers machen. FCB-Präsident Herbert Hainer bescheinigte Salihamidzic im "Straubinger Tagblatt" "eine Eins, weil er mit seinem Team bislang alle Ziele erreicht hat, die wir gemeinsam formuliert hatten. Dann gibt es auch die Bestnote". Mit Blick auf dessen Vertrag, der 2023 endet, meinte Hainer bei Sky: "Ich bin sehr zuversichtlich. Dem Hasan macht es unheimlich Spaß. Auch, weil er jetzt die Anerkennung für seine Arbeit bekommt."

Salihamidzic selbst sagte: "Man kann sehen, dass ich glücklich und zufrieden bin. Wir haben gute Arbeit geleistet." Transferiert hat er übrigens auch Sohnemann Nick – dieser wird für zweieinhalb Jahr an die Vancouver Whitecaps ausgeliehen. Dort soll er für die zweite Mannschaft in der drittklassigen Rookie-Liga auflaufen – und vorerst nicht in der Major League Soccer (MLS). Zweiflern, ob er es nach wackeligen Leistungen für die Bayern-U19 in die MLS schafft, begegnete der junge Mann bei Twitter erneut unwirsch. So bleibt sein Umgang mit Social Media nicht die einzige große Herausforderung für seinen Vater.

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Von Julian Buhl
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