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Wintersport – Wegen Schnee-Chaos: Biathlon-Weltcup in Ruhpolding abgesagt

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Wegen Schnee-Chaos: Biathlon-Weltcup in Ruhpolding für Mittwoch abgesagt

15.01.2019, 14:27 Uhr | t-online.de, sid, dpa, ak, BZU, dd, gh, lr, truf, deg

Wintersport – Wegen Schnee-Chaos: Biathlon-Weltcup in Ruhpolding abgesagt. Die verschneite Sportanlage in Ruhpolding (Archivbild). (Quelle: dpa/Tobias Hase)

Die verschneite Sportanlage in Ruhpolding (Archivbild). (Quelle: Tobias Hase/dpa)

Ob Ski Alpin, Ski Nordisch, Biathlon, Rodeln, Bobfahren oder vieles mehr. Im Wintersport-Ticker von t-online.de erfahren Sie die wichtigsten Wintersport-Meldungen des Tages.

++ Schnee-Chaos: Biathlon-Weltcup in Ruhpolding für Mittwoch abgesagt ++

Das anhaltende Schneechaos in weiten Teilen Oberbayerns hat beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding zu einer Absage des Männer-Sprints am Mittwoch geführt. "Nach Mitteilung des Landratsamtes Traunstein steht die Durchführung eines Wettkampfes in absolutem Widerspruch zum anhaltenden Katastrophenfall. Deshalb wird der Sprintwettbewerb der Männer am Mittwoch nicht durchgeführt", teilten die Organisatoren mit. Man werde aber versuchen, "alle sechs Wettkämpfe in den darauffolgenden Tagen durchführen zu können".

Der Sprint der Männer über 10 km wäre der Auftakt des Weltcups gewesen und soll am Donnerstag nachgeholt werden. Dann steht auch der Sprint der Frauen mit Rückkehrerin Laura Dahlmeier auf dem Programm (14.30 Uhr). Für Freitag (Frauen) und Samstag (Männer) sind die Staffeln geplant. Die Massenstartrennen schließen die Veranstaltung am Sonntag ab. Wann der Männer-Sprint gestartet wird, steht noch nicht fest.


Noch am Montag hatten sich die Organisatoren "hoffnungsvoll" gezeigt, die Rennen wie geplant durchführen zu können. "Die derzeitigen Wetterprognosen stimmen uns zuversichtlich, dass wir den Weltcup durchführen können", hatte Bürgermeister und OK-Chef Claus Pichler gesagt. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt angesichts der äußerst schwierigen Rahmenbedingungen und der Schneemassen schon die Eröffnungsfeier am Dienstagabend abgesagt worden.

++Ski-Ass Rebensburg bei nächstem Sieg von Shiffrin auf Platz fünf++

Die kleine Podestserie von Viktoria Rebensburg ist beim vorletzten Riesenslalom vor den Weltmeisterschaften gerissen. Nach zwei zweiten Plätzen in Courchevel und Semmering kam die beste deutsche Skirennfahrerin am Dienstag am Kronplatz nicht über Rang fünf hinaus. "Top Fünf, damit bin ich zufrieden", sagte Rebensburg und verwies auf gesundheitliche Probleme in der vergangenen Woche. Sie habe mehr oder weniger im Bett gelegen und "nicht bei 100 Prozent", sagte Rebensburg dem BR-Fernsehen.

Überlegene Siegerin in Südtirol war Mikaela Shiffrin aus den USA. Weltmeisterin Tessa Worley aus Frankreich auf Platz zwei hatte 1,21 Sekunden Rückstand. Dritte wurde Marta Bassino aus Italien. "Es hat richtig Spaß gemacht", sagte Shiffrin. In der Gesamtwertung steht sie jetzt bei 1394 Punkten - die Slowakin Petra Vlhova auf Rang zwei hat 898 Zähler. Mit dem Sieg übernahm Shiffrin auch die Führung in der Disziplinwertung und hat dort nun zehn Punkte Vorsprung auf Worley.

Stark in Form, aber mit Pech: Stefan Luitz erreichte das Ziel im 2. Durchgang nicht. (Quelle: dpa/Jean-Christophe Bott/KEYSTONE)Stark in Form, aber mit Pech: Stefan Luitz erreichte das Ziel im 2. Durchgang nicht. (Quelle: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa)

++Schulterverletzung: WM-Generalprobe in Garmisch wohl ohne Luitz++

Stefan Luitz kann nach seiner Schulterverletzung bei der WM im Februar wieder Ski fahren, verpasst aber absehbar die Generalprobe in Garmisch-Partenkirchen. Genaue Untersuchungen in München ergaben am Montag keine weiteren Verletzungen über die ausgekugelte Schulter hinaus, teilte der Deutsche Skiverband am Dienstag über die sozialen Netzwerke mit. "Wir gehen davon aus, dass Stefan in etwa drei Wochen mit dem Skitraining beginnen kann", sagte der behandelnde Arzt Manuel Köhne demnach. "Da hatte ich wohl noch Glück im Unglück. Jetzt konzentriere ich mich auf die Reha und hoffe, möglichst schnell wieder Rennen fahren zu können", sagte Luitz.

Der 26 Jahre alte Skirennfahrer hatte sich am Samstag beim Riesenslalom von Adelboden die Schulter ausgekugelt. Der einzige Riesenslalom vor den Weltmeisterschaften in Schweden ist das Rennen in Garmisch-Partenkirchen am 27. Januar. Der WM-Riesenslalom ist am 15. Februar.

++ Slalom in Adelboden: Neureuther enttäuscht ++

Skirennläufer Felix Neureuther sucht weiter "nach dem Klickmoment". Der 34 Jahre alte Partenkirchner kam beim Weltcup-Slalom im Schweizer Adelboden, wo Österreichs Dominator Marcel Hirscher seinen 67. Sieg holte, nur auf Platz 15. Dominik Stehle (Obermaiselstein) erfüllte als Elfter mit seinem besten Saisonergebnis die halbe WM-Norm.

"Ich habe ein bisschen Schadensbegrenzung betrieben", sagte Neureuther, der im Finale immerhin zwölf Plätze gutgemacht hatte, "aber alles in allem kann ich nicht zufrieden sein. Es liegt noch viel Arbeit vor mir."


Mit verhaltenen Auftritten wie im ersten Lauf "gewinnst du keinen Blumentopf", betonte Neureuther: "Ich habe andere Ansprüche, da kommt gerade alles zusammen: Kopf, Körper, Material. Ich muss kämpfen, kämpfen und kämpfen, dann kommen auch die Ergebnisse wieder."

Zweiter hinter Hirscher, der bereits den Riesenslalom auf dem Chuenisbärgli gewonnen hatte, wurde der Franzose Clement Noel (0,50 Sekunden zurück) vor Henrik Kristoffersen (Norwegen/0,71). Fritz Dopfer (Garmisch) verpasste wie im Riesenslalom, auf den Neureuther verzichtet hatte, den zweiten Lauf. Linus Straßer (München) schied im ersten Durchgang aus.

++ Leyhe knüpft an Tournee-Form an – aber Kobayashi überragt ++

Der japanische Überflieger Ryoyu Kobayashi hat seine Siegesserie nach dem Vierfachtriumph bei der Vierschanzentournee fortgesetzt und auch in Predazzo gewonnen. Sein überdeutlicher Sieg mit Sprüngen auf 135 und 136 Meter am Samstag war Kobayashis sechster am Stück, seine Führung im Weltcup-Gesamtklassement hat der 22-Jährige damit weiter ausgebaut.

Stephan Leyhe springt seit 2014 im Weltcup. (Quelle: dpa/Daniel Karmann)Stephan Leyhe springt seit 2014 im Weltcup. (Quelle: Daniel Karmann/dpa) 

Bester Deutscher war in Abwesenheit des disqualifizierten Markus Eisenbichler der Tournee-Dritte Stephan Leyhe, der mit Sprüngen auf 119,5 und 127,5 Meter Fünfter wurde. Das Podest komplettierten die beiden Polen Dawid Kubacki und Kamil Stoch.

++Jamanka erneut Bob-Europameisterin++

Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka (Oberhof) darf sich über den nächsten Triumph freuen. Die 28-Jährige krönte sich zum zweiten Mal zur Europameisterin und führte dabei einen deutschen Doppelsieg an. Jamanka gewann am Samstag mit Anschieberin Annika Drazek das Rennen am bayerischen Königssee und verwies dabei Titelverteidigerin Stephanie Schneider (Oberbärenburg) mit Ann-Christin Strack auf den zweiten Platz. Dritte wurde Katrin Beierl aus Österreich.

Pure Freude: Mariama Jamanka (l.) und Annika Drazek jubeln im Ziel über ihren EM-Titel. (Quelle: dpa/Tobias Hase)Pure Freude: Mariama Jamanka (l.) und Annika Drazek jubeln im Ziel über ihren EM-Titel. (Quelle: Tobias Hase/dpa)

Auch der Konkurrenz aus Übersee ließ Jamanka im parallel gewerteten Weltcup-Rennen keine Chance, hier feierte sie ihren dritten Saisonsieg und baute die deutliche Führung im Gesamtklassement weiter aus. Schneider musste sich hinter Weltmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA mit dem dritten Rang begnügen.

++Trotz Schnee-Lotterie: Peiffer trifft und bleibt im Finish cool++

Arnd Peiffer hat im Verfolgungsrennen über 12,5 km beim Biathlon-Weltcup in Oberhof die vierte Podestplatzierung für die deutschen Männer in diesem Winter geholt. Der Sprint-Olympiasieger verbesserte sich nach Platz fünf im Sprint am Freitag nach einer überzeugenden Vorstellung am Samstag noch auf den zweiten Rang. Mehr Infos gibt es hier.

Auf der Poste: Eric Frenzel. (Quelle: imago/Sammy Minkoff)Auf der Poste: Eric Frenzel. (Quelle: Sammy Minkoff/imago)

++Teamsprint: DSV-Asse verpassen Sieg nur knapp++

Die deutschen Kombinierer haben beim ersten Teamsprint der WM-Saison im italienischen Val di Fiemme eine schmerzhafte Niederlage gegen den Erzrivalen Norwegen erlitten. Trotz starker Ausgangsposition mussten sich die DSV-Duos Johannes Rydzek/Vinzenz Geiger (beide Oberstdorf) und Eric Frenzel/Fabian Rießle (Geyer/Breitnau) hinter der norwegischen Paarung Jan Schmid und Jörgen Graabak mit den Plätzen zwei und drei zufrieden geben.


Im Zielsprint setzte sich Schlussläufer Graabak mit seiner ganzen Erfahrung gegen Geiger und Rießle durch, die beiden Deutschen konnten aus ihrer Überzahl kein Kapital schlagen. "Wir haben taktisch eigentlich alles richtig gemacht, aber der Graabak ist halt ein cleveres Bürschchen", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch im ZDF. Schon kurz vor Weihnachten hatte Graabak in Ramsau Rydzek und Rießle im Einzel den Sieg vor der Nase weggeschnappt.

Nach dem Springen hatten die beiden deutschen Duos jeweils rund 30 Sekunden hinter Norwegen gelegen, den Rückstand aber bis zur Mitte des Rennens wettgemacht. Rydzek, der am Freitag in Val di Fiemme für den ersten deutschen Einzelsieg in diesem Winter gesorgt hatte, blieb aber der zweite Erfolg binnen 24 Stunden verwehrt.

Stark in Form, aber mit Pech: Stefan Luitz erreichte das Ziel im 2. Durchgang nicht. (Quelle: dpa/Jean-Christophe Bott/KEYSTONE)Stark in Form, aber mit Pech: Stefan Luitz erreichte das Ziel im 2. Durchgang nicht. (Quelle: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa)

++Auf Platz vier: Luitz scheidet mit Schmerzen aus++

Skirennläufer Stefan Luitz hat nach der Aberkennung seines bisher einzigen Weltcupsieges einen weiteren Rückschlag erlitten. Der 26 Jahre alte Allgäuer schied beim Riesenslalom im Schweizer Adelboden im Finale aus. Mehr Infos gibt es hier.

++Vom 45. auf den 6. Platz: Preuß zeigt furiose Aufholjagd++

Die deutschen Biathletinnen haben nach der historischen Sprint-Pleite von Oberhof im Verfolgungsrennen eine tolle Aufholjagd gezeigt und sich gleich zwei Top-Ten-Plätze gesichert. Beim erneuten Sieg von Lisa Vittozzi aus Italien über die zehn Kilometer verbesserte sich Franziska Preuß (2 Strafrunden) gleich um 39 Plätze auf Rang sechs und war beste deutsche Skijägerin. Mehr Infos gibt es hier.

Erleichtert: Deutschlands Top-Kombinierer Johannes Rydzek holte seinen ersten Weltcup-Sieg in dieser Saison. (Quelle: imago/Harald Steiner)Erleichtert: Deutschlands Top-Kombinierer Johannes Rydzek holte seinen ersten Weltcup-Sieg in dieser Saison. (Quelle: Harald Steiner/imago)

++Starkes Finish! Rydzek triumphiert auf letzten Metern++

Johannes Rydzek hat für den ersten deutschen Weltcup-Sieg der Nordischen Kombinierer in diesem Winter gesorgt. Mit einem echten Kraftakt gewann der 27 Jahre alte Oberstdorfer am Freitag in Val di Fiemme nach einem Sprung von der Großschanze und einem Zehn-Kilometer-Lauf. Rydzek setzte sich vor dem Norweger Joergen Graabak und Mario Seidl aus Österreich durch und erlöste die DSV-Athleten nach knapp zwei sieglosen Saison-Monaten. 


Vinzenz Geiger (6.) und Eric Frenzel auf Rang sieben komplettierten ein gutes deutsches Teamergebnis. Rydzek war als Fünfter in die Loipe gegangen und distanzierte seine Konkurrenz erst auf den letzten 1000 Metern.

Felix Neureuther geht in Adelboden an den Start. (Quelle: imago/GEPA pictures)Felix Neureuther geht in Adelboden an den Start. (Quelle: GEPA pictures/imago)

++Neureuther verzichtet auf Traditionsrennen++

Skirennläufer Felix Neureuther wird am kommenden Wochenende beim Weltcup im schweizerischen Adelboden den traditionsreichen Riesenslalom auslassen. "Heuer werde ich mich voll und ganz auf den Slalom konzentrieren", sagte der 35-Jährige. Der Slalom findet am Sonntag (10.30/13.30 Uhr) statt. Dann will Neureuther versuchen, "zwei gute Läufe ins Ziel zu bringen", nachdem er bei den letzten Rennen stets nur einen Durchgang solide absolviert hatte.


Gut drei Wochen nach Adelboden beginnen in Are/Schweden die Weltmeisterschaften (3. bis 17. Februar), bis dahin will Neureuther weiter an seiner Konstanz arbeiten. "Langsam, aber sicher komme ich nach den Verletzungen und Zwangspausen wieder in Fahrt. Es fehlen noch Kleinigkeiten, Details, aber ich spüre, dass ich nah dran bin, wieder ganz nach vorne fahren zu können", sagte er.

Unterdessen beklagen die deutschen Skirennläufer den nächsten Verletzten. Slalomläufer David Ketterer, der zuletzt in Zagreb im ersten Durchgang ausgeschieden war, zog sich im Training in Weißensee/Österreich einen Riss der Syndesmose im rechten Fuß zu. Er wird nach Angaben von Cheftrainer Mathias Berthold sechs Wochen ausfallen. Ketterers bisher bestes Weltcup-Resultat war ein 18. Rang im Dezember in Saalbach-Hinterglemm.

++Wetter-Chaos: Vonn-Comeback abgesagt++

Die heftigen Schneefälle in den Alpen haben zur Absage des Alpin-Weltcups der Frauen am Wochenende in St. Anton geführt. Das gab der Ski-Weltverband FIS am Mittwochnachmittag bekannt. "Extreme Neuschneemengen" machten die Durchführung "schlichtweg unmöglich", erklärte der Österreichische Skiverband (ÖSV). Damit verschiebt sich auch das mit Spannung erwartete Comeback von US-Superstar Lindsey Vonn.


Die 34 Jahre alte Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010 hatte den Start der WM-Saison aufgrund einer erneuten Knieverletzung verpasst und wollte bei den Speedrennen in Österreich in den Weltcup-Zirkus zurückkehren. Ob und wo die Abfahrts- und Super-G-Rennen nachgeholt werden, hat die FIS noch nicht entschieden. Bis zur WM im schwedischen Are (5. bis 17. Februar) stehen in Cortina d'Ampezzo (Italien) und Garmisch-Partenkirchen noch zwei weitere Wochenenden mit je einer Abfahrt und einem Super-G an.

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