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Deutschland: Inflation schwächt sich im November ab


10,0 Prozent
Inflation schwächt sich im November ab

Von t-online, fls

Aktualisiert am 29.11.2022Lesedauer: 2 Min.
imago images 195297325Vergrößern des BildesVolle Fußgängerzone in Stuttgart (Symbolbild): Die Preise in Deutschland steigen etwas langsamer. (Quelle: IMAGO/Arnulf Hettrich)
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Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland schwächt sich unerwartet ab. Dennoch bleibt die Inflationsrate auf hohem Niveau.

Die Preise für Verbraucher steigen nicht mehr ganz so schnell: Im November verteuerten sich Waren, Produkte und Dienstleistungen im Schnitt um 10,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Bundesamt für Statistik in einer ersten Schätzung am Dienstag mitteilte.

Damit lag die Inflationsrate unter dem Wert vom Oktober, als die Preise um durchschnittlich 10,4 Prozent anzogen hatten. Wichtigster Preistreiber ist weiterhin die teure Energie, wobei sich hier der Anstieg der Preise abschwächte. Im Vergleich zum November 2021 war Energie 38,4 Prozent teurer – im Oktober lagen die Preise noch 43,0 über dem Wert des Vorjahresmonats.

Bei Nahrungsmitteln ist der Trend derweil ungebrochen: Mit einem Preisanstieg von 21,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat liegt der November-Wert noch einmal über jenem aus dem Oktober, als sich Lebensmittel um 20,3 Prozent im Vergleich zum Oktober 2021 verteuert hatten.

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"Für einen Sturm der Begeisterung ist es noch zu früh"

Der Rückgang der Inflation kommt für viele Experten unerwartet. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten für November mit einer gleichbleibenden Inflationsrate von 10,4 Prozent gerechnet.

Der Chefökonom der Direktbank ING, Carsten Brzeski, will trotzdem noch keine Entwarnung geben: "Wir nähern uns dem Gipfel, aber für einen Sturm der Begeisterung ist es noch zu früh." Der Rückgang bei der Inflation komme aktuell zum größten Teil von nicht mehr weiter steigenden Energiepreisen.

Da jedoch viele Gas- und Stromkunden erst in den kommenden Monaten eine Anpassung ihrer Verträge erwarten, sei ein abermaliger Anstieg der Teuerungsrate nicht auszuschließen. "Erst ab dem ersten Quartal 2023 sollten wir den Höhepunkt definitiv erreicht haben", so Brzeski.

Ähnlich sieht es Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg-Bank. Das Abflauen der Teuerung sei zwar "ein Silberstreif am Horizont", "mit Glück" liege der Inflationsgipfel nun hinter uns. "Aber der Rückgang im November geht ausschließlich auf niedrigere Ölpreise zurück", sagte er. "Ohne Heizöl und Kraftstoffe hat der Inflationsdruck etwa in NRW jedoch noch leicht zugenommen."

Verwendete Quellen
  • Destatis
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