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Ronald Pofalla rückt in Deutsche-Bahn-Vorstand auf


Ronald Pofalla rückt in Bahn-Vorstand auf

Von reuters, dpa
15.07.2015Lesedauer: 2 Min.
Der frühere Kanzleramtsminister Pofalla arbeitet seit Jahresbeginn für die Deutsche Bahn. Nun soll er in den Vorstand aufsteigen.Vergrößern des BildesDer frühere Kanzleramtsminister Pofalla arbeitet seit Jahresbeginn für die Deutsche Bahn. Nun soll er in den Vorstand aufsteigen. (Quelle: dpa-bilder)
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Bahn-Chef Rüdiger Grube macht mit dem angekündigten Umbau des Konzerns ernst. Aus dem Umfeld des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn verlautete, dass vier der bisherigen Vorstandsmitglieder das Unternehmen verlassen werden. Der frühere Kanzleramtschef und Cheflobbyist Ronald Pofalla (CDU) solle demnach ab August Gerd Becht als Vorstand für Datenschutz, Recht und Regeltreue ersetzen.

Zugleich werde Pofalla sich bei der Bahn wie bisher um die politischen und internationalen Beziehungen kümmern. Die Technik-Chefin Heike Hanagarth lege ihr Mandat bereits Ende Juli im Zuge des Konzernumbaus nieder, teilte die Deutsche Bahn mit. Der Aufsichtsrat soll die Personalien auf einer Sondersitzung am 27. Juli billigen. Zwei Tage später stellt Grube der Öffentlichkeit die Halbjahresbilanz vor.

Mit Vorstandsumbau aus der Krise

Die Deutsche Bahn will mit dem umfassenden Umbau der Führungsetage aus der Krise kommen. Dazu soll der bisherige Chef des Fernverkehrs eine Schlüssel-Rolle bekommen: Berthold Huber werde zum Konzernvorstand für den gesamten Personenverkehr sowie die Güterbahn aufsteigen. Er wird damit die wichtigsten operativen Bereiche im Deutschland-Geschäft führen, das zuletzt besonders deutliche Schwächen gezeigt hatte.

Der bisherige Personverkehrs-Vorstand Ulrich Homburg scheidet dagegen ebenso aus wie Logistik-Vorstand Karl-Friedrich Rausch, dessen Vertrag ohnehin ausläuft.

Bahn will beweglicher werden

Fernverkehrs-Chef Huber - nicht zu verwechseln mit dem Gewerkschafter - ist seit fast 20 Jahren bei der Deutschen Bahn. Er war unter anderem im Regionalverkehr tätig und führte zeitweise das Personalressort der Netz-Sparte. Seit 2010 ist er für den Verkehr der IC- und ICE-Züge verantwortlich.

Insgesamt verkleinert sich der Konzernvorstand nun von acht auf sechs Mitglieder. In Kraft treten sollen die Veränderungen schon ab August, hieß es.

Das Unternehmen hofft damit auch beweglicher zu werden und schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können. So war dem Vorstand vorgeworfen worden, die Konkurrenz der Fernbusse unterschätzt zu haben. Auch die Güterbahn kommt seit Jahren nicht aus der Krise. In Unternehmenskreisen wurde es daher als sicher erachtet, dass auch deren Chef Alexander Hedderich gehen müsse. Er war jedoch kein Mitglied im Konzernvorstand.

Die Bahn hat mehrere Jahre in Folge ihre Planziele verfehlt und kann ihre Investitionen aus eigener Kraft nicht mehr bezahlen. Stattdessen steigt die Verschuldung in Richtung einer Rekordhöhe von 20 Milliarden Euro. Dies setzte auch Vorstandschef Rüdiger Grube unter Druck.

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