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F├╝r diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgf├Ąltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

├ťberstunden auszahlen lassen: Lohnt sich das?

Von Caroline Benzel

Aktualisiert am 26.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Frau vor Computer (Symbolbild): Viele Arbeitnehmer machen ├ťberstunden.
Frau vor Computer (Symbolbild): Viele Arbeitnehmer machen ├ťberstunden. (Quelle: DragonImages/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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├ťberstunden auszahlen lassen oder abfeiern? Diese Frage stellt sich vielen Arbeitnehmern, die mehr Stunden arbeiten, als sie eigentlich m├╝ssten. t-online erkl├Ąrt die Regelungen.

Das Wichtigste im ├ťberblick


In vielen Vertr├Ągen ist genau geregelt, ob es f├╝r ├ťberstunden einen Freizeitausgleich gibt, oder ob die zus├Ątzlich geleisteten Stunden bezahlt werden sollen.

Klauseln, in denen eine unbestimmte H├Âhe an ├ťberstunden automatisch mit dem Gehalt abgegolten werden, sind unzul├Ąssig. Erlaubt ist eine solche Regelung nur, wenn die Anzahl der zu leistenden ├ťberstunden begrenzt ist (mehr dazu hier).

t-online erkl├Ąrt Ihnen, wann Ihnen wie viel Geld f├╝r die geleistete Mehrarbeit zusteht ÔÇô und was Sie noch beachten sollten.

Keine Regelung im Arbeitsvertrag: Geld oder Freizeitausgleich?

Wenn in Ihrem Arbeitsvertrag nichts von Freizeitausgleich steht oder davon, dass eine kleine Zahl von ├ťberstunden mit dem Gehalt abgegolten ist, haben Sie gute Chancen darauf, ├ťberstunden bezahlt zu bekommen.

Das gilt zumindest dann, wenn Sie nicht in einer gutbezahlten oder leitenden Position t├Ątig sind. Denn in einem solchen Fall werden Sie in der Regel nicht nach Stunden, sondern f├╝r Ergebnisse bezahlt. Auch Gesch├Ąftsf├╝hrer, Rechtsanw├Ąlte und ├ärzte k├Ânnen meist nicht mit einer ├ťberstundenverg├╝tung rechnen.

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Das gilt auch, wenn Arbeitnehmer eine deutlich herausgehobene Verg├╝tung erzielen. Das ist der Fall, wenn Sie mehr als die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenkassen verdienen. Lesen Sie hier, wie hoch diese aktuell ist.

Wenn keiner der genannten F├Ąlle auf Sie zutrifft, k├Ânnen Sie sich Ihre ├ťberstunden auszahlen lassen ÔÇô vor allem, wenn es in Ihrer Branche ├╝blich ist, dass ├ťberstunden bezahlt werden. Lesen Sie hier, wie Sie den Ausgleich f├╝r ├ťberstunden richtig berechnen.

Wie viel bekomme ich f├╝r eine ├ťberstunde?

Pauschal l├Ąsst sich das nicht sagen ÔÇô es kommt darauf an, wie viel Sie pro Stunde verdienen. Ihren Stundenlohn k├Ânnen Sie sich einfach anhand Ihres Bruttogehaltes ausrechnen. Wenn Sie 3.000 Euro brutto verdienen und f├╝r 40 Stunden pro Woche angestellt sind, dann betr├Ągt Ihr Brutto-Stundenlohn 17,32 Euro.

Der Rechnung liegt die Annahme zugrunde, dass ein Monat im Schnitt 4,33 Wochen hat. Der Stundenlohn wird dann wie folgt berechnet: 3.000 / (40 x 4,33) = 17,32 Euro.

Haben Sie in einem Monat zehn ├ťberstunden gemacht, bekommen Sie also 173,20 Euro zus├Ątzlich ausbezahlt.

Gut zu wissen: Angestellte in Teilzeit erhalten ebenfalls den normalen Stundenlohn, wenn sie Mehrarbeit leisten. ├ťbersteigt die Arbeitsdauer allerdings die eines Vollzeitbesch├Ąftigten, haben Teilzeitkr├Ąfte sogar Anspruch auf ├ťberstundenzuschl├Ąge.

Wie werden ├ťberstunden versteuert?

├ťberstunden geh├Âren zum Arbeitslohn und werden deshalb genauso versteuert wie der Rest des Gehalts auch (mehr dazu hier). Je nachdem, wieviel Sie verdienen, sollten Sie aufpassen, dass Sie mit der Auszahlung der ├ťberstunden nicht pl├Âtzlich mehr Steuern bezahlen und letztendlich weniger Geld ausbezahlt bekommen.

Dieses Ph├Ąnomen nennt sich kalte Progression. Sie tritt auf, wenn ein Arbeitnehmer brutto etwas mehr verdient und dadurch einen h├Âheren Steuersatz bezahlen muss. Im schlimmsten Fall kommt dann unterm Strich weniger Nettogehalt heraus als vorher.

In einem solchen Fall w├Ąre es sinnvoller, wenn Sie sich f├╝r einen Freizeitausgleich f├╝r die geleisteten ├ťberstunden entscheiden. Der Arbeitgeber ist allerdings nicht verpflichtet, darauf einzugehen.

Muss ich ├ťberstunden machen?

Nein. Arbeitgeber k├Ânnen nicht einfach darauf bestehen, dass ein Arbeitnehmer unbegrenzt ├ťberstunden macht und pl├Âtzlich 45 Stunden statt 40 Stunden die Woche arbeitet.

Anders sieht es aus, wenn Sie im Arbeits- oder Tarifvertrag explizit zugestimmt haben, ├ťberstunden zu machen, wenn es erforderlich ist, oder es eine entsprechende Betriebsvereinbarung gibt. Das Arbeitszeitgesetz sieht indes pro Woche eine maximale Arbeitszeit von 48 Stunden vor. Mehr als acht ├ťberstunden pro Woche w├Ąren in einem Vollzeitjob also nicht erlaubt. Lesen Sie hier auch, was ├ťberstunden von Mehrarbeit unterscheidet.

Es gilt unabh├Ąngig vom Arbeitsvertrag folgende Ausnahme: eine Notsituation, einen Stromausfall oder etwa eine Naturkatastrophe. In einem solchen Fall k├Ânnen Arbeitnehmer nicht einfach auf ihre ├╝blichen Arbeitszeiten bestehen ÔÇô auch dann nicht, wenn ├ťberstunden sonst un├╝blich sind.

Muss ein Arbeitgeber nach einer K├╝ndigung ├ťberstunden auszahlen?

Auch wenn ein Arbeitsverh├Ąltnis beendet wurde, m├╝ssen Arbeitgeber die angefallenen ├ťberstunden bezahlen. Dabei spielt es keine Rolle, wer gek├╝ndigt hat und ob es sich um eine fristlose oder ordentliche K├╝ndigung handelt.

Falls der Arbeitsvertrag einen Freizeitausgleich vorsieht, k├Ânnen Sie diesen auch nach der K├╝ndigung nehmen ÔÇô nat├╝rlich nur, wenn die verbleibende Zeit ausreicht, um die ├ťberstunden abzubauen. Falls nicht k├Ânnten Sie versuchen, die ├ťberstunden bezahlt zu bekommen. Ob der Arbeitgeber darauf eingeht, ist eine andere Frage.

Wann verfallen ├ťberstunden?

Normalerweise verfallen ├ťberstunden nach drei Jahren, es k├Ânnen aber auch vertraglich andere Regelungen getroffen werden. Diesen Ausschlussfristen sind aber Grenzen gesetzt.

Laut Arbeitsrecht bestehen ├ťberstunden mindestens drei Monate ÔÇô und so haben Sie auch mindestens drei Monate Anspruch darauf, sich die ├ťberstunden verg├╝ten zu lassen.

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