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Welche Karrieremöglichkeiten bietet die IT?

Von dpa
18.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Die Wege in einen IT-Job sind vielfältig.
Die Wege in einen IT-Job sind vielfältig. (Quelle: Laura Mar Rosello/dpa/dpa-tmn./dpa)
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Berlin/Bonn (dpa/tmn) - Datenstr√∂me gelten als die Lebensadern des 21. Jahrhunderts. K√ľnstliche Intelligenz (KI) begleitet uns im Alltag. Im Smart Home vernetzen sich Saugroboter mit mobilen Endger√§ten. Damit all das reibungslos klappt und die Daten freie und vor allem auch sichere Bahn haben, sind Fachkr√§fte f√ľr Informationstechnologie (IT) n√∂tig.

Wer sich f√ľr die Branche interessant, hat zahlreiche M√∂glichkeiten seine berufliche Laufbahn zu gestalten. Was man vorab wissen sollte:

Wie groß ist der Fachkräfte-Bedarf in der IT?

Die IT-Branche hat riesigen Bedarf an Fachleuten, wie Ad√©l Holdampf-Wendel, Bereichsleiterin Arbeitsrecht und Arbeit 4.0 beim Branchenverband Bitkom sagt. "F√ľr die Digitalisierung der Wirtschaft fehlt Personal." Branchen√ľbergreifend sei die Zahl freier Stellen f√ľr IT-Fachkr√§fte 2021 auf 96.000 gestiegen. Das seien zw√∂lf Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch derFachkr√§fte-Indexdes Personaldienstleisters Hays f√ľr das vierte Quartal 2021 zeigt: Unter den Berufsprofilen, mit der h√∂chsten Anzahl an ausgeschriebenen Stellen finden sich f√ľnf aus der IT: Softwareentwickler, IT-Berater, IT-Architekt, Webentwickler und IT-Support.

Welche T√§tigkeiten √ľbernehmen IT-Fachleute?

Programmierer, Informatiker und Datenbankexperten arbeiten im Bereich der Informationstechnik. Sie ermöglicht die digitale Datenverarbeitung.

Wer in der IT arbeitet, k√ľmmert sich um die Hard- und Software. Zur Hardware z√§hlen etwa Server, Computer und mobile Endger√§te wie Smartphones. Betriebssysteme, Anwendungsprogramme und Apps f√ľr Tablets und Smartphones sind die Software.

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IT-Fachleute entwerfen Computersysteme und Netzwerke, sie programmieren und implementieren Anwendungen. Sie betreuen digitale Systeme - und ebenso die Nutzerinnen und Nutzer dieser Technik, indem sie sie schulen. Sie entwerfen kundenspezifische IT-L√∂sungen, konzipieren Onlineportale und √ľbernehmen deren laufende Pflege.

Braucht es immer ein Studium?

Computerinformatik, Digital Engineering, Cybersicherheit oder Data Science - das Angebot an Studienfächern ist umfangreich und es ist nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Viele Studiengänge bilden im klassischen informationswissenschaftlichen Bereich aus, zum Beispiel Informatik oder IT-Sicherheit. Mit zunehmender Digitalisierung gibt es immer mehr Fachrichtungen, zum Beispiel Games- oder Digital Engineering oder Mobile Computing.

Ein Studium ist aber kein Muss. Auch die dualen AusbildungenFachinformatikerundIT-System-Elektronikerwurden 2020 aufgefrischt. Damit sollen sie den heutigen Anforderungen in den Bereichen Vernetzung, Internet of Things (Internet der Dinge) und Industrie 4.0 besser gerecht werden.

Muss man Mathe lieben, um in der IT zu arbeiten?

Viele Jugendliche stellen sich die Frage, wie stark ausgepr√§gt die Zuneigung zu Zahlen sein oder ob man sogar Informatik in der Schule gehabt haben sollte. "Man kann auch in der IT-Branche arbeiten, ohne vorher in der Schule Informatik gehabt zu haben", sagt Simone Opel, Sprecherin Beirats IT-Weiterbildung bei der Gesellschaft f√ľr Informatik (GI).

Es helfe aber sehr, wenn man Mathe liebt. "Man sollte sich aber auch nicht zu sehr stressen", so Opel. Viele Jugendliche seien √ľberrascht, wie vielf√§ltig die Aufgaben in der IT sind. Es gehe l√§ngst nicht nur um Technik, sondern auch um Teamarbeit, Projektmanagement und Kommunikation.

Welche Wege f√ľhren in die IT?

Wer nach dem mittleren Schulabschluss oder nach dem Abitur unsicher ist, wie die Weichen f√ľr die berufliche Zukunft in Richtung IT gestellt werden k√∂nnen, sollte vor allem viel ausprobieren, r√§t Simone Opel.

Sie verweist auf die vielen Angebote von Verbänden, Unternehmen und Hochschulen. "Firmen bieten Praktikumsmöglichkeiten, man kann Berufsmessen besuchen und Ausschau halten nach Angeboten wie Mathe-Spaces oder Hacker-Schools." Dabei kann man herausfinden, wo die eigenen Interessen liegen. Kreativ wird es etwa bei der Gestaltung von Webinhalten, handfest in der Praxis, komplex in der Welt der Algorithmen und Rechnerarchitektur.

Wer sich nach dem Abi nicht zwischen Theorie und Praxis entscheiden kann, findet einen Mittelweg im dualen Studium. InAachenkann man sich zum Beispiel Mathematisch-technischen Softwareentwickler (MATSE) ausbilden lassen und gleichzeitig einen Bachelor-Abschluss in Angewandter Mathematik und Informatik machen.

Ist ein Quereinstieg in die IT möglich?

F√ľr Karrieren in der IT sind nicht zwingend formale Ausbildungswege n√∂tig. Ad√©l Holdampf-Wendel wei√ü aus der Einstellungspraxis der Unternehmen, dass es nicht auf Titel ankommt. Im Bewerbungsprozess werde stattdessen zum Beispiel eine Programmieraufgabe gestellt und wer die schnell zur Zufriedenheit l√∂st, bekommt den Job.

"Hauptsache, man kann Kenntnisse vorweisen und zeigt grunds√§tzliches Engagement und die Bereitschaft, immer neu dazuzulernen." Aufgrund der rasanten technischen Entwicklungen sei Wissen schnell veraltet. Viele Firmen w√ľrden daher intern auf Weiterbildung setzen, um die Fachkr√§fte auf dem neuesten Kenntnisstand zu halten.

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