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Wie werde ich Bergf├╝hrer/in?

Von dpa
Aktualisiert am 28.12.2020Lesedauer: 3 Min.
Wenn es auf den Gipfel geht, haben Bergf├╝hrer immer einen Blick auf ihre G├Ąste.
Wenn es auf den Gipfel geht, haben Bergf├╝hrer immer einen Blick auf ihre G├Ąste. (Quelle: Angelika Warmuth/dpa-tmn./dpa)
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Pfronten/Bergh├╝len (dpa/tmn) - Klettern und Bergsteigen sind seine Leidenschaft. Und der geht Manuel Haff nicht nur in seiner Freizeit nach. Der 31-J├Ąhrige aus Pfronten im Allg├Ąu ist dabei, sein Hobby zum Beruf zu machen. Wenn alles rund l├Ąuft, ist der gelernte Mechaniker in K├╝rze staatlich gepr├╝fter Berg- und Skif├╝hrer.

Als solcher wird er G├Ąste durch die alpine Welt f├╝hren. Wanderungen, Hochtouren und Sportklettern haben Bergf├╝hrer wie er ebenso im Angebot wie Skitouren, Lawinenkurse und Tiefschneefahren. "Das Sch├Âne ist, immer drau├čen in der Natur unterwegs zu sein und gemeinsam mit G├Ąsten die Alpenwelt zu erkunden", sagt Haff.

Vorerfahrung schon beim Eignungstest gefordert

Wer sich staatlich gepr├╝fterBerg- und Skif├╝hrernennen darf, hat eine anspruchsvolle und anstrengende Ausbildung hinter sich. Eine der gr├Â├čten H├╝rden auf dem Weg zum Berufsziel: der Eignungstest. Um daf├╝r zugelassen zu werden, m├╝ssen Bewerber mehrj├Ąhrige alpinistische Vorerfahrung in den Bereichen Eisklettern, Skifahren, Skihochtouren, Hochtouren und alpines Felsklettern vorweisen k├Ânnen.

"Pro Jahr starten bis zu zw├Âlf junge Kandidaten mit den Eignungstests, leider schaffen es aber nur einige wenige", sagt Hans Honold, Gesch├Ąftsf├╝hrer derAlpine WeltenDie Bergf├╝hrer GmbH. Der Grund f├╝r die hohen Eingangsvoraussetzungen: Das pers├Ânliche K├Ânnen ist ein Muss, wird aber w├Ąhrend der Ausbildung kaum noch geschult.

Stattdessen stehen Risikobeurteilung und F├╝hrungstechnik im Vordergrund. "Man muss als Bergf├╝hrer oft vorausschauend denken und handeln", erz├Ąhlt Haff. Wer mit einer G├Ąstegruppe etwa in einem eher br├╝chigen Gel├Ąnde unterwegs ist, muss zwischendurch innehalten und abw├Ągen, an welchen Stellen ein sch├Ânes Naturerlebnis oder wom├Âglich Gefahren drohen k├Ânnten. Auch Sicherungstechniken m├╝ssen Bergf├╝hrer beherrschen und im Notfall umgehend und vor allem umsichtig und besonnen anwenden k├Ânnen.

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Viel Theorie und sieben praktische Lehrg├Ąnge

Die insgesamt etwa dreij├Ąhrige Ausbildung gliedert sich in zahlreiche Kursabschnitte, die berufsbegleitend absolviert werden k├Ânnen. Im theoretischen Teil geht es um Themen wie etwa Wetterkunde, Orientierung oder Sicherung.

Im praktischen Teil der Ausbildung absolvieren die Anw├Ąrter sieben Lehrg├Ąnge, die mit einer Pr├╝fung enden. "Das Niveau ist hoch, auch das physische", sagt Haff. Wer die Pr├╝fungen bestanden hat, kann mit dem Praktikum bei einem lizenzierten Ausbildungsbetrieb beginnen.

├ängste erkennen, tr├Âsten, motivieren

W├Ąhrend des Praktikums stehen Anw├Ąrter einem Bergf├╝hrer zur Seite - auf Ski- und Hochtouren mit G├Ąsten oder bei Kletter- und Hochtourenkursen. "Jetzt kommt es nicht zuletzt darauf an, das Zwischenmenschliche zu erlernen", erkl├Ąrt Honold. Denn Bergf├╝hrer sind auch Risikomanager und Kamerad. Sie m├╝ssen in der Lage sein, sich in unterschiedliche Charaktere hineinzuversetzen.

Ger├Ąt jemand aus der Gruppe in eine Extremsituation, zum Beispiel, weil er Angst vor der n├Ąchsten alpinen Herausforderung hat, muss der Bergf├╝hrer tr├Âsten und motivieren.

12.000 Euro f├╝r die Ausbildung

Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Pr├╝fung. Sie kostet rund 1700 Euro. Hinzu kommen Kurs- und Lehrgangsgeb├╝hren sowie Kosten f├╝r Arbeitsmittel, Fachliteratur und ausw├Ąrtige ├ťbernachtungen. Laut Hanold m├╝ssen Anw├Ąrter rund 12 000 Euro f├╝r die Ausbildung veranschlagen. Aber bereits in der Ausbildung erhalten Bergf├╝hrer-Aspiranten f├╝r jeden F├╝hrungstag eine Verg├╝tung.

Nach der Ausbildung arbeiten Berg- und Skif├╝hrer ├╝berwiegend auf freiberuflicher Basis, zum Beispiel im Auftrag einer Bergschule. Die Verdienstm├Âglichkeiten h├Ąngen davon ab, wie der Bergf├╝hrer sich engagiert. "Der empfohlene Honorarsatz f├╝r einen Bergf├╝hrer beginnt bei 450 Euro pro Tag und kann je nach Auftrag durchaus auf bis zu 1000 Euro steigen", erkl├Ąrt Honold.

Bergf├╝hrer, die sich spezialisieren und den Beruf hauptberuflich aus├╝ben, k├Ânnen gut davon leben. Viele sind aber auch parallel zu einem anderen Beruf alsBergf├╝hrer t├Ątig.

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