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Zweistelliger Kursverlust: Das steckt hinter der Bitcoin-Talfahrt


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Das steckt hinter der Bitcoin-Talfahrt

Von dpa, neb

Aktualisiert am 18.04.2021Lesedauer: 3 Min.
Eine Bitcoin-Münze: Die Digitalwährung florierte in der Krise, zog aber auch viel Missmut von staatlichen Institutionen auf sich.
Eine Bitcoin-Münze (Symbolbild): Die Digitalwährung florierte in der Krise, zog aber auch viel Missmut von staatlichen Institutionen auf sich. (Quelle: K.Schmitt/imago-images-bilder)
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Gerüchte um das US-Finanzministerium bringen die größte Kryptowährung zum Schwanken: Der Bitcoin verlor am Sonntag zeitweise 15 Prozent an Wert. Auch andere Kryptowährungen rutschen ab.

Viele Kryptowährungen sind am Sonntag durch Gerüchte über ein stärkeres Vorgehen gegen Geldwäsche massiv belastet worden. Der Bitcoin, die älteste und bekannteste aller Digitalwährungen, brach zeitweise um rund 15 Prozent ein. Andere Kryptoanlagen traf es ebenfalls hart. Die nach Marktwert zweitgrößte Internetdevise Ether sank zeitweise um etwa 18 Prozent im Wert, bevor sie sich leicht erholen konnte.

Als Auslöser des Ausverkaufs wurden Gerüchte genannt, wonach das US-Finanzministerium verstärkt gegen die Verwendung von Kryptowährungen für Geldwäsche vorgehen könnte. Dies berichteten mehrere auf Nachrichten zu Kryptowerten spezialisierte Internetseiten. Ebenso war das Gerücht auf einschlägigen Twitter-Konten aus der Kryptoszene zu lesen.

Der Bitcoin-Kurs fiel auf der Handelsplattform Bitstamp von gut 60.400 US-Dollar auf zeitweilig rund 51.540 Dollar. Am Sonntagmittag kostete ein Bitcoin dann etwa 55.000 Dollar. Erst vergangene Woche hatte der Kurs ein Rekordhoch von fast 65.00 Dollar markiert.

Hohe Volatilität trotz Interesse von Großinvestoren

Der Ether-Kurs brach am Sonntag von etwa 2.430 Dollar bis auf etwa 1.925 Dollar ein und lag zuletzt bei 2.125 Dollar. Auch andere Kryptowährungen wie Litecoin oder XRP gaben teils stark nach. Der Marktwert aller gut 9.000 Kryptowerte fiel von rund 2,2 Billionen auf etwa 1,9 Billionen Dollar. "Das Brodeln der Gerüchteküche zeigt, dass Anleger Bitcoin und Co. im rasanten Tempo den Rücken kehren können", sagt Krypto-Analyst und zertifizierter Blockchain-Experte Timo Emden vom gleichnamigen Research-Haus.

Er nennt zudem "überfällige Gewinnmitnahmen" nach dem Börsengang der Krypto-Börse Coinbase als weiteres Argument für den Kursrutsch. Zudem dürfte der Bitcoin "zur Zielscheibe von spekulativen Adressen geworden sein, welche auf einen rasanten Kursverfall nach der jüngsten Hausse gesetzt haben", erklärt Emden.

Der neuerliche Kurseinbruch zeigt, dass Digitalwährungen trotz ihres steilen Aufstiegs sehr schwankungsanfällig bleiben. In den vergangenen Monaten hatten Bitcoin und Co. stark von einem steigenden Interesse seitens großer Unternehmen und Finanzinvestoren profitiert. So hatte sich der Bitcoin-Kurs seit Jahresbeginn in etwa verdoppelt und seit Herbst in etwa versechsfacht. Auch andere Kryptowerte hatten stark zugelegt.

"Die Luft ist fürs Erste draußen"

Allerdings bleibt der Ruf des gesamten Markts angekratzt. Ein ständiger Vorwurf lautet, dass Digitalwährungen aufgrund hoher Anonymität im Zahlungsprozess für illegale Zwecke verwendet werden können. Entsprechend kritisch beäugen staatliche Institutionen wie Regulierer oder Notenbanken das Treiben am Kryptomarkt. Zuletzt hatte die Türkei Zahlungen in Digitalwährungen mit Wirkung Ende April verboten.

Die Kurse waren auch in der Vergangenheit hoch volatil: Im März hatte der Bitcoin-Kurs einen sehr ähnlichen Verlauf genommen. Nachdem ein Bitcoin Mitte März zum ersten Mal mehr als 60.000 US-Dollar wert gewesen war, rutschte der Kurs anschließend wieder deutlich ab. Ende März betrug der Wert eines BTCs kurzzeitig nur noch knapp 50.000 Dollar, bevor der Kurs in den folgenden Wochen zu neuen Höhenflügen ansetzte.

Auch Krypto-Analyst Emden verweist auf das hohe Risiko bei Bitcoin: "Der Kursverfall verdeutlicht abermals den Risikograd der hochvolatilen Anlageklasse. Bitcoin und Co. sind und bleiben nichts für schwache Nerven. Die Luft ist fürs Erste nun jedoch endgültig draußen", so der Experte.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Blogeintrag Emden Research
  • Nachrichtenagentur dpa
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