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Ökostrom für alle: Autobauer Tesla baut schicke Batteriespeicher


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Autobauer Tesla macht Ökostrom-Revolte möglich

Von t-online, dpa, afp
Aktualisiert am 01.05.2015Lesedauer: 3 Min.
Powerwall von Tesla: Schicke Batteriespeicher für den Hausgebrauch sollen Stromlücken schließen.
Powerwall von Tesla: Schicke Batteriespeicher für den Hausgebrauch sollen Stromlücken schließen. (Quelle: Reuters-bilder)
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Der Strommarkt wie wir ihn kennen steht vor tiefgreifenden Änderungen. Nicht nur, dass der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromproduktion wächst. Nun soll auch eine wichtige Lücke geschlossen werden: das Speichern von alternativ erzeugter Energie - zu bezahlbaren Preisen. Ausgerechnet ein Autobauer hält nun marktreife Akku-Modelle bereit.

Erneuerbare Energien haben bislang das Problem großer Stromschwankungen. Bei Sonnen-Armut oder Windstille wird zu wenig Strom erzeugt, im Sommer oft zu viel. Überschüssiger Strom müsste gespeichert werden, um ihn in Mangelzeiten ins Stromnetz einzuspeisen.

Schicke Powerwall für den Hausgebrauch

Soll die Energiewende gelingen, braucht es leistungsfähige Stromspeicher, die den aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenen Strom dezentral speichern und bei Bedarf wieder abgeben. Diese Lücke wird nun geschlossen.

Der amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla hat bezahlbare, leistungsstarke Batteriespeicher für die breite Masse entwickelt und strebt damit auf den deutschen Markt.

Unter dem Namen Powerwall sollen zwei Akku-Modelle mit Kapazitäten von sieben Kilowattstunden pro Tages- oder zehn Kilowattstunden pro Wochenzyklus angeboten werden. Die schicken, 18 Zentimeter dicken Stromspeicher - lieferbar in verschiedenen Farben - können einfach an der Hauswand installiert werden, teilte das Unternehmen mit.

Kooperation mit Ökostrom-Anbieter Lichtblick

Tesla wird seine Batteriespeicher auch an private Haushalte und mittelständische Unternehmen verkaufen. In diesem Sommer kommen die Akkus auf den Markt, die sich sich mit Solarstrom oder zu preisgünstigen Zeiten mit Energie aus dem Netz aufladen können. Als Partner hat sich der US-Konzern den deutschen Ökostrom-Anbieter Lichtblick gesichert. Langfristiges Ziel sei es, Stromkunden weitgehend unabhängig von ihren Energieversorgern zu machen.

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Tesla und Lichtblick kooperieren zunächst in Deutschland und wollen die Zusammenarbeit danach auf die EU sowie die USA, Australien und Neuseeland ausdehnen. Der Gründer und Chef von Lichtblick, Heiko von Tschischwitz, bezeichnete die Tesla-Batterien als Meilenstein für eine dezentrale Energie-Versorgung. Sein Unternehmen vernetze lokale Batterien zu einem "Schwarm-Strom-Speicher".

Deutscher Markt besonders interessant

Die ersten Speicher sollen den Angaben zufolge zum Preis ab rund 3000 Dollar (umgerechnet knapp 2700 Euro) auf den US-Markt kommen. Ein besonderes Augenmerk legt Tesla bei der weltweiten Verbreitung aber auf den deutschen Markt - wegen der landesweit großen Verbreitung von Solarmodulen.

"Unser Ziel ist ein vollständiger Wandel der Energie-Infrastruktur in der Welt, um sie nachhaltig und emissionsfrei zu machen", sagte Tesla-Chef Elon Musk. Auch könnten mit den Speichern Stromausfälle überbrückt werden. Vor allem für die ärmsten Gegenden der Erde könnten die Speicher große Fortschritte mit sich bringen, weil sie es erlaubten, "gänzlich ohne Stromnetze auszukommen", ergänzte Musk.

Musk zog in diesem Zusammenhang eine Parallele zum Mobilfunk, der Regionen ohne Festnetztelefonie oder eine Aussicht auf entsprechende Netze weit vorangebracht habe.

Akkus kommunizieren mit Stromnetz

Der Hamburger Stromanbieter Lichtblick wird bei der Einbindung der Tesla-Akkus ins Stromnetz helfen. Sie kommunizieren quasi mit dem Stromnetz. Wenn in Deutschland gerade zu viel Strom produziert wird, könnten die Akkus diesen aufnehmen und so das Netz entlasten. Ist zu wenig Strom da, speisen sie den gespeicherten Strom zurück ins Netz ein. Für beides sollen die Besitzer der Tesla-Akkus Geld bekommen.

Der 43-jährige Musk, der für ambitionierte Pläne bekannt ist, schätzte, dass man 160 Millionen große Batterien benötige, um die Stromversorgung der gesamten USA umzustellen. Der Strom bei der Präsentation in Südkalifornien kam bereits komplett aus Teslas Batteriepaketen.

Tesla baut gerade eine fünf Milliarden Dollar teure Batteriefabrik in Kalifornien. Sie soll zum Jahr 2020 eine halbe Million Batteriepakete pro Jahr produzieren können.

Tesla-Umsatz dürfte kräftig zulegen

Analysten der Deutschen Bank schätzten bereits, dass Tesla mit den Batterie-Paketen den Umsatz um 4,5 Milliarden Dollar ausbauen könne. In dem Geschäft mischen allerdings auch diverse andere Anbieter inklusive der Schwergewichte General Electric und LG mit.

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