Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien >

Europa: EZB warnt vor Überhitzung am Immobilienmarkt


Risikowächter alarmiert  

EZB warnt vor Überhitzung am Immobilienmarkt in Europa

29.07.2019, 16:06 Uhr | sm, rtr

Europa: EZB warnt vor Überhitzung am Immobilienmarkt. Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, EZB: Viele Haushalte in Europa haben sich für die Immobilienfinanzierung hoch verschuldet. Ein Ausfall der Kredite könnte bedrohlich werden. (Quelle: imago images/Hannelore Förster)

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, EZB: Viele Haushalte in Europa haben sich für die Immobilienfinanzierung hoch verschuldet. Ein Ausfall der Kredite könnte bedrohlich werden. (Quelle: Hannelore Förster/imago images)

Ein Expertengremium unter der Leitung von EZB-Chef Mario Draghi warnt vor einer Schieflage am europäischen Immobilienmarkt. Die Immobilienblase könne die Stabilität des Finanzsystems ins Wanken bringen.

Der Anstieg der Wohnimmobilenpreise gehe in vielen EU-Ländern mit Anzeichen einer Überbewertung einher. Zudem hätten sich in manchen Ländern die Haushalte zur Finanzierung ihrer Immobilienkäufe zunehmend verschuldet, warnt der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) in seinem Jahresbericht. Dadurch sei der Immobilienmarkt anfällig, sollte sich das wirtschaftliche Umfeld verschlechtern. Laut den Risikowächtern könnte ein deutlicher Abschwung am Immobilienmarkt Banken und anderen Immobilienfinanzierern Verluste bescheren.

Investoren heizen auch Gewerbemarkt an

Dies gilt nicht allein für privat genutzte Immobilien. Auch bei Gewerbeimmobilien sind laut ESRB in den meisten Ländern Anzeichen für eine Überbewertung zu beobachten. Einer der Gründe für den Preisanstieg sei die Rendite-Jagd von Investoren. Allerdings hielt sich aus Sicht der Risikowächter in den meisten Ländern das Wachstum bei der Vergabe von Gewerbeimmobilien-Krediten immer noch in Grenzen. In manchen Ländern wie etwa Deutschland, Italien und Spanien sei es sogar negativ.

Kurseinbruch und Schattenbanken als Problem

Der ESRB wurde 2010 als Reaktion auf die Finanzkrise gegründet. Als Frühwarnsystem soll er auf Gefahren für die Stabilität des Finanzsystems in der EU hinweisen. Als stärkstes Risiko machte der ESRB eine Neubewertung von Risikoprämien an den Finanzmärkten aus – also einen Einbruch der Kurse auf breiter Front.

 

 
Dazu komme die Bilanzschwäche der Banken und die Gefahr einer zu hohen Verschuldung von Ländern, Firmen und Haushalten. Ein viertes Hauptrisiko seien die von Schattenbanken ausgehenden Gefahren. Dazu zählen Hedge- und Geldmarktfonds, alternative Investmentfonds und spezielle Börsenhändler, die im Unterschied zu klassischen Banken nur wenig reguliert sind.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal