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Darum ziehen jetzt wieder mehr Menschen in den Osten

Umkehr bei Ost-West-Wanderung  

Darum ziehen jetzt wieder mehr Menschen in den Osten

31.01.2019, 18:17 Uhr | Oliver von Riegen, dpa, sah

Darum ziehen jetzt wieder mehr Menschen in den Osten. Stadt in Mecklenburg-Vorpommern: Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben unterm Strich ein Wanderungsplus. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Stadt in Mecklenburg-Vorpommern: Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben unterm Strich ein Wanderungsplus. (Quelle: blickwinkel/imago images)

2017 sind erstmals seit der Wiedervereinigung mehr Menschen von West- nach Ostdeutschland gezogen. Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung sieht darin einen längerfristigen Trend.

Angesichts der Trendumkehr bei der Ost-West-Wanderung sieht das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung eine längerfristige positive Entwicklung für Ostdeutschland.

Grund für die Umzüge in den Osten

"Wir sehen, dass die Zahl der Beschäftigten im Osten in den letzten Jahren stetig gestiegen ist, dass die Universitäten sehr attraktiv sind, und die Angebotsmieten sind im Durchschnitt einen Euro günstiger im Osten als in Westdeutschland, auch günstiger als in Berlin", sagt die Forschungsdirektorin des Bundesinstituts, Nikola Sander, im RBB-Inforadio. "Davon profitiert jetzt natürlich der Osten, dass er die jungen Menschen halten kann, die dort vor Ort jetzt Arbeit finden."

Das Institut hatte am Mittwoch eine Studie vorgestellt, der zufolge es 2017 erstmals seit der Wiedervereinigung mehr Umzüge von Westdeutschland in die ostdeutschen Flächenländer gab als umgekehrt – unter dem Strich ein Plus von 4.000 Menschen. Langfristig laufe es mit Blick auf die Daten auf ein ausgeglichenes Wanderungsverhältnis in den nächsten Jahren zwischen Ost und West hinaus, sagt Sander.

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Nicht alle Länder profitieren

Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben unter dem Strich ein Wanderungsplus, Sachsen-Anhalt und Thüringen ein Minus. Das liegt nach Einschätzung der Forscherin vor allem daran, dass diese beiden Länder näher an Westdeutschland liegen. "Aber generell sehen wir auch für diese Länder, dass die jungen Erwachsenen weniger abwandern."

Für Brandenburg werde der Zuzug aus Berlin immer wichtiger, gerade von jungen Familien, sagt die Wissenschaftlerin. Im Jahr 2017 seien etwa 32.000 Menschen aus Berlin nach Brandenburg gezogen, in entgegengesetzter Richtung seien es etwa 18.000 Menschen gewesen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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