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Tausenden BĂ€ckereien droht das Ende - Brot wird wohl teurer

Von dapd, dpa-afx, t-online
Aktualisiert am 24.09.2012Lesedauer: 3 Min.
Brötchen-Krise: Backwaren werden teurer, gleichzeitig mĂŒssen viele BĂ€ckereien aufgeben
Brötchen-Krise: Backwaren werden teurer, gleichzeitig mĂŒssen viele BĂ€ckereien aufgeben (Quelle: /dpa-bilder)
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Das Sterben der BĂ€ckereien in Deutschland geht weiter. Nach einer Prognose des Verbandes Deutscher GroßbĂ€ckereien wird bis 2020 mehr als ein Drittel der Betriebe in der Bundesrepublik aufgeben mĂŒssen. Die Zahl der BĂ€ckereien werde von zuletzt 14.000 auf 8000 sinken, sagte VerbandsprĂ€sident Helmut Klemme. Neben wirtschaftlichen GrĂŒnden spielten auch Probleme wegen fehlender Nachfolger eine Rolle. Er kĂŒndigte gleichzeitig steigende Preise fĂŒr Brot und Brötchen an.

Angeheizt wird das BĂ€ckereisterben nicht zuletzt durch die wachsende Zahl von Backstationen in Discountern und SupermĂ€rkten. Ihre Zahl werde in den nĂ€chsten zwei Jahren voraussichtlich von derzeit rund 15.000 auf etwa 25.000 steigen, sagte Klemme. Dabei wĂŒrden schon heute 60 Prozent aller Brote im Lebensmittelhandel verkauft.


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Billig-Brot bevorzugt

"Die Verbraucher stimmen mit den FĂŒĂŸen ab. Diese Entwicklung geht eindeutig zulasten der kleinen BĂ€ckereien", sagte Kemme. Ein Grund dafĂŒr dĂŒrfte das PreisgefĂ€lle sein. Ein Kilogramm Brot koste laut Marktforscher GfK beim traditionellen BĂ€cker durchschnittlich 3,88 Euro, in der Backstation dagegen nur 2,42 Euro, sagte der Verbandschef.

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Marktforscher Robert Kecskes von der GfK sieht gleich mehrere GrĂŒnde, warum die Verbraucher an den Backstationen zugreifen. "Die Menschen haben immer weniger Zeit zum Einkaufen, sie möchten gern an einer Hauptstation möglichst viele Waren finden. Beim Brötchen-Kauf im Supermarkt mĂŒssen sie nicht noch extra zum BĂ€cker fahren", schildert er. Außerdem sei ein gĂŒnstiger Preis ein weiterer Grund fĂŒr den Konsumenten. Nach Daten, die den GroßbĂ€ckern vorliegen, hatte an den Discounter-Backstationen im Jahr 2008 noch nicht einmal jeder fĂŒnfte Verbraucher zugegriffen. Inzwischen hatte schon fast jeder Zweite mindestens ein Mal Ware von einer Discounter-Backstation im Korb.

Auch Filialketten haben Probleme

Der Konzentrationsprozess in der Branche hatte bereits vor Jahren begonnen. Nicht nur viele kleine Betriebe mĂŒssen aufgeben, auch Filialketten mit bis zu 50 Verkaufsstellen werden aus dem Markt gedrĂ€ngt. Im Jahr 2010, dem letzten Jahr fĂŒr das Zahlen vorliegen, hatten die 34 grĂ¶ĂŸten BĂ€ckereien bereits einen Marktanteil von 30 Prozent. Die knapp 12.000 kleinsten Betriebe erreichten zusammen nur 20 Prozent. Seitdem hĂ€tten die GroßbĂ€ckereien ihre Position noch weiter ausgebaut, sagte der Verbandschef.

Verbraucher mĂŒssen mit steigenden Preisen rechnen

Schlechte Nachrichten hatte der VerbandsprĂ€sident auch fĂŒr die Verbraucher: Der enorme Kostendruck bei Rohstoffen (Missernten und Nahrungsmittel-Spekulationen verteuern Getreide), aber auch bei Energie- und Personalkosten werde sich wohl in den Preisen niederschlagen. Ein Rohstoff-Experte bezifferte den Einfluss steigender Getreidepreise pro Brötchen allerdings auf weniger als einen Cent.

Neben HandwerksbĂ€ckern klagen auch GroßbĂ€ckereien ĂŒber einen Kostenschub insbesondere durch steigende Ausgaben fĂŒr Energie, Logistik, Verpackung und Personal. Einige Unternehmen hĂ€tten schon Preise erhöht, andere kĂ€mpften darum, sagte Klemme. Wegen des harten Wettbewerbs im deutschen Lebensmittelhandel sei es jedoch nicht einfach, Kostensteigerungen weiterzureichen.

Umsatz-Plus durch Preiserhöhungen

Bereits eine Woche zuvor hatte der Zentralverband des Deutschen BĂ€ckerhandwerks von Kostensteigerungen berichtet. Die BĂ€cker kĂ€men um "eine moderate Preiserhöhung" nicht herum, sagte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Zentralverbandes, Amin Werner, damals. Das in diesem Jahr erwartete Umsatzplus der Branche von rund 200 Millionen Euro sei allein auf Preiserhöhungen zurĂŒckzufĂŒhren, sagte Klemme heute. Insgesamt rechnet die Branche mit einem Umsatz von fast 18 Milliarden Euro.

SupermĂ€rkte und Discounter schneiden sich von Jahr zu Jahr ein grĂ¶ĂŸeres StĂŒck vom insgesamt 17,6 Milliarden Euro großen Umsatzkuchen (2011) der Backbranche ab. Dabei geht es lĂ€ngst nicht mehr nur um abgepacktes Brot im Regal oder Kuchen in der TiefkĂŒhltruhe. Auch das bisher eher schmale Sortiment aus den Backstationen wird aufgeblasen: Sie könnten zum Teil bereits 20 bis 30 Produkte anbieten. "Der Handel ist mittlerweile der grĂ¶ĂŸte BĂ€cker in Deutschland", verdeutlicht Klemme. In den Kassen der Lebensmittelhandel lande bereits jetzt etwa die HĂ€lfte der Verbraucherausgaben fĂŒr Brot und Backwaren.

Deutschland gehört beim Pro-Kopf-Verbrauch mit rund 57 Kilogramm Brot und Brötchen, fast 15 Kilogramm Backwaren und rund drei Kilogramm Backwarenprodukten nach wie vor weltweit zu den Spitzenreitern.

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