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Anstieg um 17,6 Prozent: Trinkwasser wird in Deutschland immer teurer


Anstieg von 17,6 Prozent
Trinkwasser wird in Deutschland immer teurer

Von afp, t-online, cch, jw

Aktualisiert am 12.05.2018Lesedauer: 2 Min.
Wasserhahn: Die Trinkwasserpreise in Deutschland sind innerhalb von elf Jahren um 25 Prozent gestiegen.Vergrößern des BildesWasserhahn: Die Trinkwasserpreise in Deutschland sind innerhalb von elf Jahren um 25 Prozent gestiegen. (Quelle: naumoid/getty-images-bilder)
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Für ihr Trinkwasser müssen die Bundesbürger immer tiefer in die Tasche greifen. Seit 2005 sind die Preise für Trinkwasser im Durchschnitt um 17,6 Prozent gestiegen.

Trinkwasser wird einem Bericht zufolge immer teurer. Die Trinkwasserpreise seien in den Jahren 2005 bis 2016 um durchschnittlich 17,6 Prozent gestiegen. Das gab das Statistische Bundesamt am Freitag als Reaktion auf einen Bericht bekannt, demzufolge die Preise um 25 Prozent gestiegen seien. Im Vergleich stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 16,1 Prozent.

Unter "Trinkwasser" wird das durch die Wasserversorgungsunternehmen zur Verfügung gestellte Frischwasser aus dem Wasserhahn verstanden, dass nicht nur zum Trinken, sondern auch fürs Kochen, Duschen, Waschen oder ähnliches genutzt wird.

Trinkwasserkosten stiegen zwischen 2014 und 2016 besonders stark

Vor allem zwischen 2014 und 2016 habe sich der Kostenanstieg erheblich verschärft: Deutschlandweit gab es demnach eine Preissteigerung von gut 4,1 Prozent, während die Verbraucherpreise in diesem Zeitraum lediglich 0,8 Prozent betrug.

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Wasserverbrauch in Deutschland geht zurück

Gleichzeitig geht laut Bundesumweltministerium seit mehr als 15 Jahren der Wasserverbrauch in Deutschland zurück. In den vergangenen drei Jahren schwankte demnach die tägliche Nutzung zwischen 120 und 123 Litern Trinkwasser pro Person.

Die Preise für Trinkwasser sind in den Bundesländern unterschiedlich hoch. Teilweise unterscheiden sie sich stark voneinander – so zahlen Verbraucher in manchen Bundesländern über 40 Prozent mehr als in anderen. Die Preise hängen unter anderem damit zusammen, wie viel Wasser es in der jeweiligen Region gibt und wie viele Menschen dort wohnen.

In Bayern stiegen die Trinkwasserpreise besonders stark

Das Trinkwasserentgelt setzt sich üblicherweise aus einer verbrauchsabhängigen Komponente und einem Grundentgelt zusammen. Die Haushalte zahlten bei dieser Preisgestaltung 2016 durchschnittlich 1,72 Euro für einen Kubikmeter Trinkwasser sowie ein jährliches Grundentgelt von durchschnittlich 79,30 Euro. Ein Zweipersonenhaushalt mit einem durchschnittlichen Wassergebrauch (etwa 120 Liter pro Person und Tag) zahlt somit 233,34 Euro im Jahr.

Bundesland 2014 2015 2016
Gesamtdeutschland 225,25 229,64 233,34
Baden-Württemberg 218,53 225,58 230,32
Bayern 192,35 198,84 205,27
Berlin 172,46 172,46 172,46
Brandenburg 191,18 192,13 192,71
Bremen 189,67 222,04 222,04
Hamburg 226,03 230,05 234,06
Hessen 221,82 224,68 228,92
Mecklenburg-Vorpommern 241,08 241,95 246,98
Niedersachsen 179,69 183,23 185,91
Nordrhein-Westfalen 288,09 291,85 296,76
Rheinland-Pfalz 232,17 236,61 238,99
Saarland 260,50 267,47 277,08
Sachsen 235,79 236,48 237,05
Sachsen-Anhalt 228,28 234,99 234,04
Schleswig-Holstein 187,90 191,70 195,34
Thüringen 251,88 255,11 256,18

Quelle: Statistisches Bundesamt

Die Übersicht zeigt, wie hoch die Entgelte für Trinkwasser 2014, 2015 und 2016 waren. Es handelt sich dabei jeweils um die Summe von Kubikmeter- und Grundentgelt. In Bayern sind die Preise demnach besonders stark angestiegen; in Berlin blieben sie gleich hoch.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass die Trinkwasserpreise in der Zeit zwischen 2005 und 2016 um rund 25 Prozent gestiegen sind, unter Berufung auf eine Analyse der Grünen-Bundestagsfraktion. Diese Aussage ist falsch. 2014 wurde die Auswertung der Wasserpreise umgestellt, wodurch die Daten mit den Zahlen aus den vorhergehenden Jahren nicht mehr direkt vergleichbar sind. Auch die Daten zur Verteuerung der Preise im Zeitraum zwischen 2014 und 2016 waren in der ursprünglichen Fassung falsch.

Verwendete Quellen
  • AFP
  • Statistisches Bundesamt
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