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Grüne Geldanlage: Bund will 11 Milliarden Euro mit Öko-Anleihen einnehmen

Grüne Geldanlage  

Bund will mit Öko-Anleihen elf Milliarden Euro einnehmen

24.08.2020, 14:00 Uhr | dpa

Grüne Geldanlage: Bund will 11 Milliarden Euro mit Öko-Anleihen einnehmen. Ein Windpark in Nordrhein-Westfalen: Die Bundesregierung will mit Öko-Anleihen nachhaltige Projekte finanzieren. (Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser)

Ein Windpark in Nordrhein-Westfalen: Die Bundesregierung will mit Öko-Anleihen nachhaltige Projekte finanzieren. (Quelle: Rupert Oberhäuser/imago images)

Mit einer speziellen Staatsanleihe will der Bund Anlegern ermöglichen, ihr Geld in nachhaltige Projekte zu investieren. Jetzt ist klar, um wie viel Geld es dabei geht.

Die Bundesregierung will über Öko-Anleihen in diesem Jahr bis zu elf Milliarden Euro für nachhaltige Investitionen einsammeln. Mit dem Geld aus den ersten grünen Bundeswertpapieren sollten etwa saubere Verkehrssysteme, Autos mit weniger CO2-Emissionen und der Übergang zu einer weitgehend mit erneuerbaren Energien arbeitenden Wirtschaft gefördert werden.

Das erklärten das Finanz- und Umweltministerium am Montag in Berlin. Der Bund leiste so international einen bedeutenden Beitrag zum Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt.

Bereits Ende Juni war bekannt geworden, dass die erste grüne Bundesanleihe im September herausgegeben werden soll. Sie soll ein Mindestvolumen von vier Milliarden Euro und eine Laufzeit von zehn Jahren haben.

"Grüner Zwilling" zu herkömmlichen Staatsanleihen

Die Anleihe fungiere quasi als "grüner Zwilling" zur konventionellen zehnjährigen Bundesanleihe. Die Finanzagentur garantiert, dass sie jederzeit in ein konventionelles Papier getauscht werden kann. Im vierten Quartal soll mit einer zweiten Emission nachgelegt werden.

Bei grünen Anleihen wird das Geld der Investoren zweckgebunden zur Finanzierung von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen eingesetzt. Die Investoren sollten sicher sein können, dass grün drin stecke, wo auch grün drauf stehe, betonte Finanzstaatssekretär Jörg Kukies.

Insgesamt habe der Bund Ausgaben von 12,7 Milliarden Euro aus fünf Themenfeldern identifiziert, die für Öko-Anleihen infrage kämen. Mit dem eingesammelten Geld will der Bund Projekte refinanzieren, die Deutschland nachhaltiger machen sollen.

Bundesanleihen gelten als sicherer Hafen für Anleger und sind daher sehr gefragt. Investoren nahmen dafür zuletzt sogar Negativzinsen in Kauf. Auch deutsche Banken richteten ihre Kredit- beziehungsweise Investmentportfolios inzwischen verstärkt an den Zielen des Pariser Klimaabkommens aus.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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