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Altersversorge: Lebensversicherungen bringen jetzt noch weniger Erträge


Neue Lebensversicherungen bringen jetzt noch weniger Erträge

Von dpa, rtr
Aktualisiert am 27.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Senioren sitzen im Park: Die Lebensversicherung soll im Alter für mehr Sicherheit sorgen. Ab sofort aber mit geringeren Erträgen.Vergrößern des BildesSenioren sitzen im Park: Die Lebensversicherung soll im Alter für mehr Sicherheit sorgen. Ab sofort aber mit geringeren Erträgen. (Quelle: Rolf Kremming/imago-images-bilder)
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Jedes Jahr schließen Millionen Deutsche eine Lebensversicherung ab. Nach der jüngsten Absenkung des Garantiezinses lohnen sich diese aber kaum mehr. Versicherer sehen auch die Riester-Rente in Gefahr.

Verbraucher bekommen beim Abschluss einer neuen Lebensversicherung künftig einen deutlich geringeren Garantiezins. Ab dem 1. Januar 2022 dürfen die Versicherer bei Neuverträgen maximal noch eine jährliche Verzinsung von 0,25 Prozent versprechen. Die entsprechende Änderung wurde am Dienstag im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Bisher lag der Garantiezins – auch Höchstrechnungszins genannt – bei 0,9 Prozent.

Die Versicherungswirtschaft fürchtet deshalb nun um die Zukunft der Riester-Rente. Denn ein niedrigerer Garantiezins bringt die Anbieter in eine Zwangslage.

Bei der Riester-Rente müssen sie nämlich zugleich sicherstellen, dass ihre Kunden am Ende der Laufzeit zumindest die eingezahlten Beiträge zurückerhalten. Wenn die Versicherer nur mit einer jährlichen Verzinsung von 0,25 Prozent kalkulieren dürfen, fällt es ihnen schwer, bis zum Ablauf des Vertrages ihre Kosten zu decken, da diese bis zu zehn Prozent der Beiträge ausmachen können.

Versicherer befürchten Aus der Riester-Rente

Viele Riester-Anbieter könnten sich demnach in der Folge der Änderung vom Markt zurückziehen. "Das führt zu einer Defacto-Beerdigung der Riester-Rente", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen. Derzeit müssen eingezahlte Eigenbeiträge und staatliche Zulagen bei der Riester-Rente zu 100 Prozent garantiert werden.

Asmussen appellierte an die Politik, in einer Teilreform vor der Bundestagswahl wenigstens die Beitragsgarantie zu senken, um das Aus für die Riester-Rente zu vermeiden. Auf eine umfassende Reform der staatlich geförderten Säule der Altersvorsorge hatte sich die Bundesregierung nicht einigen können.

Der Höchstrechnungszins soll verhindern, dass sich Versicherungsgesellschaften mit Garantieversprechen für Lebensversicherungen und andere Altersvorsorgeprodukte übernehmen. Sie dürfen Neukunden weniger, aber nicht mehr bieten. Für die garantierten Leistungen bestehender Versicherungsverträge hat die Zinsänderung keine Folgen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters
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