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Von wegen mit 68: Ökonomen fordern Rente mit 70 Jahren


Ab 2052  

Von wegen mit 68 – Ökonomen fordern Rente mit 70 Jahren

10.06.2021, 08:26 Uhr | AFP

Von wegen mit 68: Ökonomen fordern Rente mit 70 Jahren. Arbeiten bis zum Umfallen (Symbolbild): Laut IW sollen Arbeitnehmer bis 70 Jahre arbeiten gehen, um ohne Abschläge in die Rente gehen zu können.  (Quelle: imago images/Westend61)

Arbeiten bis zum Umfallen (Symbolbild): Laut IW sollen Arbeitnehmer bis 70 Jahre arbeiten gehen, um ohne Abschläge in die Rente gehen zu können. (Quelle: Westend61/imago images)

Der Beitragssatz soll nicht steigen, die Renten nicht markant sinken: Dieses Dilemma wollen Ökonomen mit einem späteren Renteneintritt lösen – ab 2052 erst mit 70 Jahren. Die Rente mit 68 reiche nicht mehr aus. Die Reaktion der Parteien ist eindeutig.

Während die Vorschläge einiger Regierungsberater, das Rentenalter auf 68 Jahren zu erhöhen, bereits für Furore sorgen, legen Ökonomen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) noch einmal nach: Sie fordern eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre ab dem Jahr 2052.

Die von Regierungsberatern diese Woche geforderte Erhöhung des Rentenalters auf 68 Jahre ab 2042 werde nicht ausreichen, zitierte die "Rheinische Post" am Donnerstag aus einer bis dahin unveröffentlichten IW-Studie. Mit der fortschreitenden Alterung der Bevölkerung werde der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung unweigerlich steigen – trotz eines gleichzeitig sinkenden Rentenniveaus und trotz der Rente mit 67.

Politisch erwünscht ist in Deutschland ein Beitragssatz von maximal 22 Prozent und ein Sicherungsniveau von mindestens 43 Prozent eines durchschnittlichen Arbeitnehmer-Gehalts. Dies sei auf lange Sicht weder mit einer Beibehaltung des Renteneintrittsalters von 67 Jahren noch mit einer Erhöhung auf 68 Jahren zu bewerkstelligen, heißt es laut der Zeitung in der IW-Studie.

Rentenalter ab 2031 schrittweise anheben

"Mit einer fortgesetzten Anhebung der Regelaltersgrenze bis auf 70 Jahre ab 2052 ließe sich der Beitragssatzanstieg aber bremsen und gleichzeitig das Sicherungsniveau stabilisieren", erklärte IW-Studienautor Jochen Pimpertz laut "Rheinischer Post". Dafür müsse das Rentenalter ab 2031 pro Jahr um zwei Monate angehoben werden.

Der wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium hatte am Montag ebenfalls empfohlen, das Renteneintrittsalter ab 2031 weiter schrittweise anzuheben und an die gestiegene Lebenserwartung zu koppeln. Ab 2042 würde nach dieser Empfehlung das nötige Rentenalter von 68 Jahren erreicht. Parteiübergreifend stieß der Vorschlag auf heftigen Widerspruch.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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