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Lokf├╝hrer streiken ab Donnerstag im Personenverkehr

Von dpa-afx, fls

Aktualisiert am 30.08.2021Lesedauer: 2 Min.
GDL-Chef Claus Weselsky: So begr├╝ndet der Gewerkschafter den erneuten langen Streik der Lokf├╝hrer. (Quelle: Reuters)
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Der Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn spitzt sich zu. Nach bislang zwei Streikrunden sollen nach Pl├Ąnen der Lokf├╝hrergewerkschaft GDL f├╝r f├╝nf Tage keine Z├╝ge fahren.

Dritter und bisher l├Ąngster Streik f├╝r Bahnkunden: Die Lokf├╝hrergewerkschaft GDL ruft von diesem Donnerstag ab 2 Uhr bis Dienstagfr├╝h, 2 Uhr, in der kommenden Woche zu einem f├╝nft├Ągigen Ausstand im Personenverkehr der Deutschen Bahn auf.

Im G├╝terverkehr soll der Streik bereits an diesem Mittwoch beginnen. "Es ist eine der l├Ąngsten Arbeitskampfma├čnahmen, die wir durchf├╝hren und zwar absichtlich", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Claus Weselsky am Montag in Frankfurt am Main, wie Sie auch oben im Video sehen.

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"Wir sehen uns angesichts der Blockadehaltung der DB-Manager nicht bereit und nicht gewillt, hier k├╝rzere Arbeitskampfma├čnahmen durchzuf├╝hren." Unbefristete Streiks st├╝nden derzeit aber nicht zur Debatte, betonte Weselsky.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf├╝hrer (GDL) setzt sich f├╝r eine h├Âhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen f├╝r die Besch├Ąftigten ein. Dabei will die GDL auch im Konkurrenzkampf mit der gr├Â├čeren der beiden Bahn-Gewerkschaft punkten, der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG).

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Dritter Streik mitten in den Ferien

Der Arbeitskampf wird neben hunderttausenden Pendler wieder auch zahlreiche Reisende treffen. Die Urlaubssaison l├Ąuft, in mehreren Bundesl├Ąndern sind noch Schulferien.

Der j├╝ngste Streik war in der Nacht zu Mittwoch vergangener Woche zu Ende gegangen. Der Bahn reagierte mit Notfahrpl├Ąnen. Im Fernverkehr konnten bis zu 30 Prozent des Angebots aufrechterhalten werden, im Regionalverkehr einschlie├člich der S-Bahnen waren es im Schnitt 40 Prozent. Am Tag nach den bisherigen Streiks lief der Verkehr wieder weitgehend normal.

Im Tarifkonflikt gab es seither keine Ann├Ąherung mit dem Management. In Interviews der vergangenen Tage hatte Bahnchef Richard Lutz die Gewerkschaft aufgerufen, an den Verhandlungstisch zur├╝ckzukehren. Dem GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky warf er zugleich vor, mit Falschbehauptungen die Belegschaft zu spalten.

Es geht auch um die Macht im Konzern

Die Bahn will zwar die L├Âhne und Geh├Ąlter wie von der GDL gefordert um 3,2 Prozent erh├Âhen. Umstritten ist jedoch, zu welchen Zeitpunkten die einzelnen Stufen greifen sollen und wie lange der neue Tarifvertrag gelten soll.

Auch eine Corona-Pr├Ąmie f├╝r dieses Jahr hat die Bahn angeboten, ohne sie jedoch zu beziffern. Die GDL fordert 600 Euro. Gerungen wird auch um die Betriebsrenten; hier haben sich beide Seiten noch nicht aufeinander zubewegt.

Die Gewerkschaft will ihren Einfluss im Bahnkonzern ausweiten. Vor dieser Tarifrunde hatte sie zuletzt 2014 und 2015 bei der Bahn gestreikt. So gelang es ihr, auch f├╝r Zugbegleiter einen Rahmentarif auszuhandeln. Nun will sie auch die Fahrzeuginstandhaltung, den Netzbetrieb und die Fahrweginstandhaltung sowie die Rahmenbedingungen f├╝r die Auszubildenden tarifieren.

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Diese vertritt jedoch in der Regel die EVG, deshalb lehnt die Bahn das ab. Denn nach dem Tarifeinheitsgesetz gilt der Vertrag der Gewerkschaft, die im jeweiligen Betrieb die meisten Mitglieder hat.

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