Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Verbraucher >

Gesetzesänderung: Zahl der Verbraucherinsolvenzen 2021 stark gestiegen


Wegen Gesetzesänderung  

Zahl der Verbraucherinsolvenzen 2021 stark gestiegen

08.12.2021, 17:23 Uhr | dpa

Gesetzesänderung: Zahl der Verbraucherinsolvenzen 2021 stark gestiegen. Ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahren (Symbolbild): Seit Oktober vergangenes Jahr werden Betroffene nach drei statt wie bisher nach sechs Jahren von ihren restlichen Schulden befreit. (Quelle: imago images/Fotostand)

Ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahren (Symbolbild): Seit Oktober vergangenes Jahr werden Betroffene nach drei statt wie bisher nach sechs Jahren von ihren restlichen Schulden befreit. (Quelle: Fotostand/imago images)

Trotz Corona-Krise lag die Zahl der Unternehmenspleiten auf dem niedrigsten Wert seit mehr als 20 Jahren. Stark angestiegen sind dagegen die Verbraucherinsolvenzen. Das hatte einen Grund.

Die befürchtete Pleitewelle in der deutschen Wirtschaft ist auch im zweiten Corona-Jahr ausgeblieben. "Bei den Unternehmenspleiten haben wir den niedrigsten Wert seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999 gemessen und zählen nur noch halb so viele Insolvenzen wie 2012", erläuterte der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg Creditreform zufolge in diesem Jahr dagegen sprunghaft um geschätzt knapp 81 Prozent auf 76.500 Fälle. Die Wirtschaftsauskunftei führt dies insbesondere darauf zurück, dass viele Betroffene eine Gesetzesreform abgewartet hätten. Danach werden sie nach drei statt wie bisher nach sechs Jahren von ihren restlichen Schulden befreit. Was eine Privatinsolvenz für Vorteile haben kann, lesen Sie hier.

"Mit dem Blick auf die Gesetzesänderung hatten im Vorjahr viele betroffene Verbraucher mit ihrem Insolvenzantrag noch gewartet. Nun ist es 2021 zu massiven Nachholeffekten gekommen", erläuterte Hantzsch.

Creditreform erwartet, dass die Zahl der Verbraucherpleiten schrittweise weiter steigt, aber nicht mehr in dem Tempo der vergangenen Monate. "Wie es genau weitergeht, hängt stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der damit verbundenen Arbeitslosigkeit ab."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Verbraucher

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: