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Verbraucher m├╝ssen sich auf steigende Preise einstellen

Von afp, mak

Aktualisiert am 19.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Einkauf im Supermarkt (Archivbild): Deutsche Verbraucher und Unternehmen m├╝ssen sich nach Einsch├Ątzung des Ifo-Instituts auf weitere Preiserh├Âhungen einstellen.
Einkauf im Supermarkt (Archivbild): Deutsche Verbraucher und Unternehmen m├╝ssen sich nach Einsch├Ątzung des Ifo-Instituts auf weitere Preiserh├Âhungen einstellen. (Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa-bilder)
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Bereits im vergangenen Jahr stieg die Teuerung auf eine Rate von 3,1 Prozent. Eine Entspannung ist aber nicht in Sicht: Das Ifo-Institut geht davon aus, dass die Preise noch steigen werden.

Verbraucher und Unternehmen m├╝ssen sich nach Angaben des Ifo-Instituts auf weitere Preiserh├Âhungen einstellen. Nach einem historischen H├Âchststand von 44,9 Punkten im November sanken die Ifo-Preiserwartungen im Dezember nur "geringf├╝gig" auf 44,6 Punkte, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut am Mittwoch in M├╝nchen mitteilte. F├╝r die Erhebung fragt das Institut im Rahmen seiner monatlichen Konjunkturumfragen Unternehmen nach ihren Pl├Ąnen f├╝r Preiserh├Âhungen in den kommenden drei Monaten.


Kurz erkl├Ąrt: Was ist eigentlich Inflation?

Die Redaktion Wirtschaft und Finanzen erkl├Ąrt in f├╝nf Bildern die Inflation und wie diese sich auf Verbraucher auswirkt.
Folgen der Inflation bemerken die Verbraucher meist zuerst im Supermarkt.
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Im vergangenen Jahr stieg die Inflation auf 3,1 Prozent, was vor allem an Sondereffekten lag. Das best├Ątigte das Statistische Bundesamt am Mittwoch eine erste Sch├Ątzung f├╝r die Verbraucherpreise 2021. So sanken die Preise im Jahr 2020 infolge der Mehrwertsteuersenkung in der zweiten Jahresh├Ąlfte ÔÇô ein Jahr sp├Ąter stiegen sie folglich ├╝berproportional an. Mehr zur Inflationsrate lesen Sie hier.

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Firmen geben steigende Energiekosten weiter

Im Jahr 2022 d├╝rften vor allem Strom- und Gaskosten Preistreiber sein. Die gestiegenen Kosten f├╝r Energie sowie bei der Beschaffung von Vorprodukten und Handelswaren w├╝rden die Unternehmen weitergeben, erl├Ąuterte der Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen, Timo Wollmersh├Ąuser. "Das wird bis auf die Verbraucherpreise durchschlagen. Die Inflation wird im Verlauf dieses Jahres nur langsam zur├╝ckgehen", sagte er.

"In den kommenden Monaten werden die monatlichen Raten noch ├╝ber vier Prozent liegen und sich erst gegen Ende 2022 allm├Ąhlich der Zwei-Prozent-Marke n├Ąhern", sagte er weiter. F├╝r das Gesamtjahr rechne das Ifo-Institut nun mit einer Inflationsrate von etwa 3,5 Prozent.

"Selbst wenn sich der Anstieg der Energiepreise in den kommenden Monaten nicht fortsetzten sollte und die B├Ârsenpreise f├╝r Erdgas, Strom und Roh├Âl unver├Ąndert blieben, sorgt das noch eine Zeitlang f├╝r hohe Inflationsraten", so der Experte.

Denn der Anstieg der Verbraucherpreise wird immer im Vergleich zum Vorjahr gemessen. "Demnach m├╝ssten die Verbraucher in diesem Jahr im Schnitt zehn Prozent mehr f├╝r Energie ausgeben", sagte er.

Ifo: Keine Lohn-Preis-Spirale

Dass die Lohnkosten die Inflation zus├Ątzlich antreiben, sieht das Ifo-Institut hingegen nicht. "Die bisherigen Lohnverhandlungen deuten auf keine Lohn-Preis-Spirale hin", sagte Wollmersh├Ąuser. "Wir erwarten, dass die Tarifl├Âhne in diesem und im kommenden Jahr um knapp zweieinhalb Prozent zulegen. Das w├Ąre dann so stark wie im Durchschnitt der Jahre vor der Corona-Krise", erkl├Ąrte Wollmersh├Ąuser.

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Hintergrund ist, dass eine zu hohe Inflation laut Europ├Ąischer Zentralbank (EZB) zu einer Preisspirale f├╝hren kann ÔÇô denn h├Âhere Preise bedeuten, dass Verbraucherinnen und Verbraucher f├╝r ihr Geld weniger Ware bekommen. Das wiederum d├╝rfte Forderungen nach h├Âheren L├Âhnen befeuern.

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Um die h├Âheren L├Âhne zu bezahlen, k├Ânnten in der Folge Unternehmen die Preise f├╝r ihre Produkte weiter anheben. F├╝r die Wirtschaft w├╝rde es angesichts der st├Ąndig steigenden Preise dabei immer schwieriger, Investitionsentscheidungen zu treffen. Bei Privatleuten k├Ânnte zugleich das Vertrauen in die immer schneller an Wert verlierende W├Ąhrung schwinden.

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