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Diese Risiken birgt eine verschleppte Erkältung


Diese Risiken birgt eine verschleppte Erkältung

Von Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 25.10.2022Lesedauer: 4 Min.
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Wer sich nicht richtig auskuriert, kann seine Erkältung verschlimmern und die Funktion des Immunsystems stören.
Wer sich nicht richtig auskuriert, kann seine Erkältung verschlimmern und die Funktion des Immunsystems stören. (Quelle: damircudic / Getty Images)
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Eine Erkältung ist meist harmlos und die unangenehmen Symptome wie Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und Kopfweh klingen in der Regel nach wenigen Tagen folgenlos wieder ab.

Problematisch kann es allerdings werden, wenn eine Erkältung nicht richtig auskuriert wird. Dann können nicht nur die Atemwege leiden, sondern auch das Herz. Welche Risiken es noch gibt und wann Sie wieder aktiv Sport treiben können.

Erkältung: Wie lange bin ich krank?

Ausgelöst wird eine Erkältung (grippaler Infekt) durch Erkältungsviren. Etwa 200 verschiedene Erkältungsviren sind bekannt. Im Schnitt erkranken Erwachsene drei bis vier Mal im Jahr an einer Erkältung. So unangenehm Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Kopfweh und Erschöpfung auch sind: In der Regel ist eine Erkältung harmlos und nach etwa einer Woche überstanden.

Etwas länger bleibt oft der Husten bestehen. Doch auch er lässt nach zwei Wochen meist nach. Länger liegen oft Menschen "flach", die sich nicht richtig auskurieren.


Erkältungstipps: So überstehen Sie die Grippezeit

Zwei Männer geben sich die Hand: Vermeiden Sie Kontakt auch bei der Begrüßung.
Jemand wäscht sich die Hände: Waschen und desinfizieren Sie sich regelmäßig die Hände.
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Was macht der Infekt mit dem Körper?

Bei einer Erkältung dringen Erkältungsviren in den Körper ein und verursachen eine Entzündung der Schleimhäute in Nase und Rachen. Diese schwellen an, werden trockener und beginnen, zu schmerzen. Das Immunsystem reagiert mit entsprechenden Abwehrsymptomen, um die Erreger wieder loszuwerden: Schnupfensekret soll sie ebenso wie Husten aus dem Körper schleusen.

Müdigkeit und Erschöpfung zwingen uns zur Bettruhe, damit sich der Körper auf die Virenabwehr konzentrieren kann. Oft hat man kaum Hunger. Auch das ist für den Körper von Vorteil: So muss er nicht zusätzliche Energie für die Verdauung aufwenden.

"Signalisiert der Körper bei einer Erkältung, dass er Ruhe braucht, sollte man darauf hören und ihm eine Pause gönnen", rät Professor Dr. Ingo Froböse, Universitätsprofessor für Prävention und Rehabilitation im Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln. "Fehlt dem Körper Zeit zur Regeneration, kann sich eine Erkältung ausdehnen. Dann ist man oft länger krank – und riskiert zudem Komplikationen."

Erkältungsrisiko 1: akute Nasennebenhöhlenentzündung

So kann sich eine Erkältung auf die Nasennebenhöhlen ausdehnen. Das Risiko für eine Nasennebenhöhlenentzündung, medizinisch Sinusitis genannt, steigt, wenn die Nasenschleimhäute stark geschwollen sind und Sekret nicht abfließen kann. Dann sammelt sich Schleim in den Nasenhöhlen. Auch die Belüftung der Nasennebenhöhlen ist gestört – was eine Ausbreitung der Erreger zusätzlich begünstigt.

Symptome, die auf eine Mitbeteiligung der Nasennebenhöhlen hindeuten, sind: eine verstopfte Nase, Druckgefühl im Kopf, Berührungsempfindlichkeit des Gesichts im Bereich der betroffenen Nebenhöhlen sowie verstärkte Beschwerden beim Bücken.

Ist das Immunsystem geschwächt, kann es zusätzlich zu einer Mitbeteiligung von Bakterien kommen. Es bildet sich Eiter. Wird die eitrige Nasennebenhöhlenentzündung nicht behandelt, können leichte Entzündungen der angrenzenden Knochenhaut, aber auch schwere Entzündungen des umliegenden Knochen- und Weichteilgewebes, wie eine Entzündung des Stirnbeins, auftreten.

Angaben des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. zufolge können sich in seltenen Fällen ernsthafte Komplikationen entwickeln, wenn die Entzündung auf umliegende Bereiche wie die Augenhöhlen, die Gehirnhaut (Meningitis) oder das Gehirn selbst (Enzephalitits) ausbreitet. Eine Beteiligung von Hirnhaut oder Gehirn muss sofort in einer Klinik behandelt werden. Warnsymptome sind dem Berufsverband zufolge starke Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Reizbarkeit und starke Müdigkeit.

Erkältungsrisiko 2: akute Bronchitis

Möglich ist auch, dass sich eine Erkältung in die Bronchien ausweitet. Eine akute Bronchitis, also eine akute Entzündung der Bronchien, ist oft die Folge einer Erkältung. Meist sind die weiter verzweigten unteren Atemwege betroffen. Symptome einer akuten Bronchitis sind Reizhusten – zuerst trocken und im späteren Verlauf oft mit Auswurf, Halsschmerzen, Heiserkeit und oftmals Fieber.

Bei einem unkomplizierten Verlauf heilen die Beschwerden spätestens nach einigen Wochen von selbst aus. Bei einer verschleppten Bronchitis ist es möglich, dass es zur Lungenbeteiligung kommt. "Atemnot, Schmerzen beim Atmen, Schmerzen in der Brust sowie hohes Fieber sind Warnsignale, die auf eine Lungenentzündung hindeuten können und die immer ärztlich abgeklärt werden sollten", rät Froböse.

(Quelle: Privat )

Professor Dr. Ingo Froböse ist Universitätsprofessor für Prävention und Rehabilitation im Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln. Er ist dort Leiter des Zentrums für Gesundheit durch Sport und Bewegung und Leiter des Instituts für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation.

Erkältungsrisiko 3: Herzmuskelentzündung

Nicht nur unzureichende Schonung während der Erkältung kann die Symptome verschlimmern. Auch wer nach Abklingen der Erkältungssymptome seinen Körper zu schnell wieder stark fordert, muss mit Komplikationen rechnen. "Wer sich erschöpft fühlt, möglicherweise sogar Kreislaufprobleme hat oder gar Fieber, sollte keinen Sport treiben.

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Es droht das Risiko einer Herzmuskelentzündung", warnt Froböse. "Auch nach einer Erkältung sollte man mit intensivem Sport eine Woche warten, um das Herz nicht zu gefährden. Wer Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat, sollte mit seinem behandelnden Arzt abstimmen, wann er nach einer Erkältung wieder sportlich aktiv sein kann."

Erkältungskomplikationen vermeiden – sieben Empfehlungen bei Erkältung

  1. Ausruhen und schlafen, damit der Körper regenerieren kann.
  2. Ausreichend trinken. So kann sich schleimiges Nasensekret verflüssigen und abfließen.
  3. Auf eine leichte und nährstoffreiche Kost achten. Suppen mit Gemüseeinlage sind gut geeignet.
  4. Bei stark verstopfter Nase können abschwellende Nasentropfen helfen. Wichtig: Nicht länger als eine Woche anwenden, da sich die Nasenschleimhäute sonst an den Wirkstoff gewöhnen und von selbst nur noch schwer abschwellen.
  5. Frische Luft tanken: Regelmäßig Stoßlüften. Wer sich im Freien bewegen möchte: Den Körper moderat bewegen, nicht überanstrengen und gut warmhalten. An eine Kopfbedeckung bei kalten Temperaturen denken.
  6. Mit dem Sporteinstieg nach einer Erkältung eine Woche warten.
  7. Bei stärker werdenden Symptomen, Atembeschwerden und/oder Fieber über 38 Grad Celsius einen Arzt kontaktieren.

"Gegen moderate Bewegung, etwa sanftes Walken, ist bei einer Erkältung in der Regel nichts einzuwenden, sofern man sich gut fühlt und kein Fieber hat. Bewegung an der frischen Luft unterstützt die Sauerstoffversorgung des Körpers und die Durchfeuchtung der Nasenschleimhäute – was die Erregerabwehr unterstützt.

Wichtig ist, dass man warm angezogen ist und bei kühlen Temperaturen eine Kopfbedeckung trägt", sagt Froböse.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • youtube.com: "Sport bei Erkältung. Krank zum Training?". Video von FormelFroböse. (Stand: 21. Dezember 2018)
  • gesundheitsinformation.de: "Erkältung". Online-Information des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). (Stand: 23. September 2020)
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