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Grippe oder Erkältung? Das sind die Unterschiede

Von t-online, lk, mwe

Aktualisiert am 17.12.2021Lesedauer: 6 Min.
Kranker Mann mit Taschent√ľchern
Erk√§ltung: Ob ein harmloser grippaler Infekt oder eine echte Influenza vorliegt, verraten die Symptome. (Quelle: Fouque Micha√ęl/getty-images-bilder)
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Sie f√ľhlen sich m√ľde und angeschlagen? Ob ein harmloser grippaler Infekt hinter den Beschwerden steckt oder doch eine echte Influenza vorliegt, erkl√§ren wir hier.

Das Wichtigste im √úberblick


  • Grippe: Die wichtigsten Symptome
  • Grippe oder Erk√§ltung?
  • Behandlung bei Grippe
  • Hausmittel bei Grippe
  • Dauer einer Grippe
  • Wie ansteckend ist Grippe?
  • Grippeimpfung
  • Grippewelle 2018
  • Grippe bei Kindern
  • Grippe in der Schwangerschaft

Erkältungskrankheiten und Grippeviren haben im Winter Hochsaison. Wenn es im Hals kratzt, die Nase läuft, der Kopf schmerzt und sich Fieber und Gliederschmerzen breit machen, muss das Immunsystem auf Hochtouren arbeiten. Doch wie unterscheidet sich eine harmlose Erkältung, der sogenannte grippale Infekt, von einer echten Grippe? Die wichtigsten Krankheitsbeschwerden im Überblick.


Erkältungen vorbeugen: So stärken Sie Ihr Immunsystem

Trockenheit durch Heizungsluft macht die Schleimhaut anf√§llig f√ľr Viren und Bakterien. Wer aber t√§glich mindestens 1,5 Liter trinkt, regt die Speichelproduktion an, wodurch es Erreger schwer haben. Wasser ist eine gute Wahl, noch besser aber sind geschmacksintensive Tees.
Entgehen Sie der trockenen Heizungsluft mit regelmäßigen Spaziergängen an der frischen Luft und härten Sie dabei Ihr Immunsystem ab: Das Vitamin D des Sonnenlichts aktiviert unsere Killerzellen.
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"Mich hat die Grippe erwischt", schimpft so mancher Erkrankte und schnäuzt geräuschvoll in sein Taschentuch. Doch mit dieser Einschätzung liegen viele falsch. Zwar lässt der vom Arzt diagnostizierte grippale Infekt eine Grippe (Influenza) vermuten, tatsächlich handelt es sich dabei aber um eine harmlose Erkältung. Die wird zwar auch durch Viren ausgelöst, doch Erkältungsviren sind viel weniger aggressiv als Influenza-Viren.

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Wladimir Putin 2012 im Kanzleramt in Berlin.


Grippe: Die wichtigsten Symptome

Die Grippe ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die vorwiegend saisonal auftritt ‚Äď und zwar in den Wintermonaten zwischen November und Februar. W√§hrend eine Erk√§ltung schleichend beginnt, tritt die Grippe pl√∂tzlich auf. Eben noch f√ľhlt sich der Kranke gesund und im n√§chsten Moment leidet er unter starken Kopf- und Gliederschmerzen sowie Sch√ľttelfrost und Abgeschlagenheit.

Fieber und starke Schwei√üausbr√ľche sind weitere Symptome. In der Regel zeigt das Thermometer √ľber 38 Grad und kann bis 41 Grad steigen. Es kann aber auch vorkommen, dass Infizierte kein Fieber bekommen. Dennoch muss die Grippe genauso auskuriert werden.

Ein Grippekranker ist nicht mehr in der Lage, den Alltag zu meistern und muss sich ins Bett legen. Starke M√ľdigkeit und Ersch√∂pfung begleiten die Erkrankung. H√§ufig kommen etwas sp√§ter auch trockener Husten und Schnupfen hinzu.

Grippe oder Erkältung?

Eine Erk√§ltung hingegen beginnt schleichend mit einer Infektion der oberen Atemwege ‚Äď meist ausgel√∂st durch Schnupfenviren. In der Regel macht sich zuerst ein unangenehmes Kratzen im Hals bemerkbar, das sich auch zu starken Halsschmerzen auswachsen kann. Im weiteren Verlauf schwellen die Schleimh√§ute an und die Nase beginnt zu laufen.

Der Betroffene hat das Gef√ľhl, der ganze Kopf sei "zu". Weitere Merkmale sind Kopfschmerzen, verstopfte Nase, schmerzhafter Husten, verschlechtertes H√∂ren und Druck auf den Ohren. Ein grippaler Infekt dauert rund eine Woche. Wichtig ist, sich zu schonen, gen√ľgend zu schlafen und k√∂rperliche Anstrengung zu vermeiden, weil sich der Infekt ansonsten verl√§ngern kann.

Behandlung bei Grippe

Spezielle Medikamente gegen Grippeviren ‚Äď sogenannte Neuraminidase-Hemmer ‚Äď k√∂nnen verhindern, dass sich die Viren weiter vermehren. Das kann die Erkrankung abmildern und im Schnitt um einen Tag verk√ľrzen. Allerdings wirken die Medikamente nur in den ersten beiden Tagen der beginnenden Grippe. Ist die Erkrankung fortgeschritten, bleiben Neuraminidase-Hemmer meist wirkungslos; die Einnahme wird dann nicht mehr empfohlen.

Die wichtigsten Therapiema√ünahmen bei einer Grippe sind Bettruhe und viel Trinken. Empfehlenswert sind zum Beispiel Lindenbl√ľtentee, Holunderbl√ľtentee, Kamillentee oder Salbeitee.

Schmerz- und Fiebermedikamente können Kopf- und Gliederschmerzen lindern. Bei einer starken Grippe werden zusätzliche Krankheitssymptome oft durch Bakterien verursacht. Antibiotika können diese Bakterien abtöten, helfen aber nicht gegen die Grippeviren.

Hausmittel bei Grippe

√Ąhnlich wie bei einer Erk√§ltung k√∂nnen auch bei einer Grippe verschiedene Hausmittel helfen, die Symptome zu lindern:

  • H√ľhnersuppe und Ingwertee mit Honig wirken entz√ľndungshemmend.
  • Wadenwickel k√∂nnen das Fieber senken. Die nassen Handt√ľcher (Zimmertemperatur) rund 20 Minuten um die Unterschenkel gewickelt lassen. Nicht bei Fr√∂steln oder Sch√ľttelfrost anwenden.
  • Hochkonzentrierter Salbeitee oder Salzwasser helfen gegen Halsschmerzen. Gurgeln Sie damit f√ľr ein paar Minuten.
  • Gegen hartn√§ckigen Schleim hat sich Thymian bewert. Kochen Sie entweder Thymian auf oder geben Sie Thymiansirup in Ihr Getr√§nk.
  • Gegen Ohrenschmerzen helfen Zwiebeln, die Sie zerkleinert in ein Handtuch wickeln und dieses dann auf Ihr Ohr legen.
  • Versuchen Sie, regelm√§√üig zu inhalieren. Daf√ľr eignen sich vor allem Thymian, Kamille, Teebaum√∂l, Salbei oder Salz.
  • Damit Ihre Schleimh√§ute nicht noch weiter gereizt werden, sollten Sie zus√§tzlich auf eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit in den R√§umen achten.
  • Weitere Tipps sehen Sie in unserer Fotoshow. Wenn Sie vor allem unter starkem Husten leiden, haben wir hier Omas Hausmittel gegen Husten f√ľr Sie.

Dauer einer Grippe

Der Verlauf einer Grippe ist deutlich langwieriger als bei einer Erk√§ltung. Die reine Krankheitsdauer liegt in der Regel bei f√ľnf bis sieben Tagen, einzelne Symptome treten bis zu 14 Tagen auf. Manche Patienten brauchen aber mehrere Wochen, bis sie wieder vollkommen genesen sind. Bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem kann eine Grippe sogar lebensbedrohlich sein. Dazu geh√∂ren chronisch Kranke, Kinder und √§ltere Menschen. Schwangere reagieren st√§rker auf Grippeviren, weil ihr Immunsystem in besonderer Alarmbereitschaft ist, um das Ungeborene zu sch√ľtzen.

Wie ansteckend ist Grippe?

Eine Grippeinfektion ist hoch ansteckend und zwar im Mittel vier bis f√ľnf Tage nach Auftreten der ersten Krankheitszeichen. Influenzaviren werden durch Niesen, Husten, Sprechen oder Atmen √ľbertragen, denn sie k√∂nnen √ľber weite Strecken in der Luft schweben und stundenlang infekti√∂s bleiben. Die Viren werden zudem √ľber infizierte Gegenst√§nde oder Fl√§chen √ľbertragen.

Auch Menschen, die sich bereits mit dem Virus infiziert haben, aber noch keine Symptome haben, k√∂nnen andere anstecken. Kinder oder Menschen mit geschw√§chtem Abwehrsystem k√∂nnen die Viren auch l√§nger √ľbertragen. Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Grippe, betr√§gt in der Regel nur ein bis zwei Tage.

Die Inkubationszeit einer Erk√§ltung (grippaler Infekt) betr√§gt meist zwei bis acht Tage. Insbesondere w√§hrend der Betroffene Symptome hat, ist seine Erk√§ltung auch ansteckend. Jedoch sind Schnupfenviren nicht hochansteckend, sie m√ľssen in die Schleimh√§ute von Nase oder Augen gelangen. Am h√§ufigsten nimmt man sie auf, wenn sie an die H√§nde gelangen und man sich dann an Augen oder Nase fasst. Daher sind Hygienema√ünahmen wie regelm√§√üiges H√§ndewaschen besonders wichtig.

Verschleppte Grippe kann lebensbedrohlich sein

Wird eine Grippe nicht auskuriert, kann das ernste Folgen haben. Wenn sich die Viren im ganzen K√∂rper ausbreiten und auf das Herz √ľbergreifen, f√ľhrt das im schlimmsten Fall zu einer gef√§hrlichen Herzmuskelentz√ľndung. Sie √§u√üert sich durch Herzrasen, starke Muskelschmerzen sowie Kurzatmigkeit. Treten diese Symptome nach einer Erk√§ltung oder Grippe auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Grippeimpfung

Gegen Grippe kann man sich impfen lassen, da sie von bestimmten Virenarten ausgelöst wird. Insbesondere chronisch Kranke, Menschen ab 60 Jahre und Schwangere sollten sich impfen lassen, denn sie haben ein erhöhtes Risiko, dass die Grippe schwerwiegende Folgen hat. Allerdings bietet eine Grippeimpfung niemals hundertprozentigen Schutz, denn sie deckt nur bestimmte Stämme von Influenzaviren ab, nicht jedoch alle, die im Umlauf sind. Die Impfung minimiert jedoch das Erkrankungsrisiko deutlich.

Die Grippeimpfung bietet in der Regel Schutz f√ľr die gesamte Grippesaison. Sie sollte vor dem Beginn der Grippezeit erfolgen, da es bis zu 14 Tage dauert, bis das Immunsystem reagiert. Empfohlen werden die Monate Oktober und November.

Da sich Grippeviren schnell ver√§ndern, muss der Impfstoff jedes Jahr neu produziert und die Impfung j√§hrlich erneuert werden. Ab der Grippe-Saison 2018/2019 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen auch die Impfung mit dem wirksameren Vierfach-Impfstoff, der gegen vier Grippevirusvarianten sch√ľtzen soll.

Grippewelle 2018

Laut dem Robert Koch-Institut infizieren sich w√§hrend einer Grippewelle sch√§tzungsweise 5 bis 20 Prozent der Bev√∂lkerung ‚Äď in Deutschland sind das 4 bis 16 Millionen Menschen. Aber nicht alle Infizierten erkranken auch daran. Pro Jahr soll es zwischen einer und sieben Millionen Influenza-bedingte Arztbesuche geben. 2018 waren bis 1. April nachweislich mehr als 313.000 Menschen erkrankt, die tats√§chliche Zahl d√ľrfte aber deutlich h√∂her liegen, da nicht alle Erkrankten auf die Erreger getestet werden.

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Grippe bei Kindern

Bei S√§uglingen und Kleinkindern macht sich eine echte Grippe insbesondere durch Atemwegsbeschwerden bemerkbar. Pl√∂tzliches Krankheitsgef√ľhl, hohes Fieber, oft mit Ausschlag, Appetitlosigkeit, √úbelkeit und Erbrechen, eventuell auch Durchfall sind typische Grippezeichen beim Kleinkind. An welchen Symptomen Eltern die Grippe erkennen und wann die Kinder sofort zum Arzt m√ľssen.

Grippe in der Schwangerschaft

Wenn Sie während Ihrer Schwangerschaft unter Husten, Schnupfen und Heiserkeit leiden, können Sie beruhigt sein. So lange die Symptome nicht zu stark sind, schadet diese kleine Erkältung dem Baby in Ihrem Bauch nicht. Auch starkes Husten oder Niesen werden durch das Fruchtwasser ausreichend abgefedert.

Allerdings sollten Sie auf eine schonende Behandlung Ihrer Erk√§ltung achten, da alles, was Sie einnehmen, √ľber das Blut durch die Nabelschnur an das Baby weitergeleitet wird. Setzen Sie daher, wenn Sie schwanger sind, vor allem auf Hausmittel sowie nat√ľrliche Heilmittel. Wichtig ist auch, dass Sie sich umfangreich von Ihrem Arzt beraten und betreuen lassen. Vor allem in der Fr√ľhschwangerschaft sollten Sie die Erk√§ltung entsprechend ernst nehmen und einen Arzt um Rat fragen.

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Zus√§tzlich sollten Sie darauf achten, wie Ihr Kind auf die Hausmittel oder Mittel aus der Natur reagiert. Versp√ľren Sie ein Unwohlsein, sollten Sie die Behandlung abbrechen und R√ľcksprache mit einem Arzt halten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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