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Fischhaut lässt hartnäckige Wunden heilen

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 26.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Die Haut vom Kabeljau ähnelt in ihrer Struktur dem Aufbau der menschlichen Haut und unterstützt die Wundheilung.
Die Haut vom Kabeljau ähnelt in ihrer Struktur dem Aufbau der menschlichen Haut und unterstützt die Wundheilung. (Quelle: witoldkr1/getty-images-bilder)
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Chronische Wunden an den Beinen und Füßen heilen bei Menschen mit Diabetes oder einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) oft langsam, manchmal aber auch gar nicht. In diesem Fall ist eine Amputation meist unvermeidbar. Transplantate aus Fischhaut vom Kabeljau könnten radikale chirurgische Eingriffe in Zukunft überflüssig machen.

Eine hartnäckige Wunde am Fuß, eine "offene Stelle" am Bein – was zunächst harmlos klingt, kann schwerwiegende Folgen haben. Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 40.000 Zehen, Füße oder Unterschenkel aufgrund chronischer Gewebedefekte amputiert. Eine aus Fischhaut gewonnene Wundabdeckung erzielt vielversprechende Behandlungsergebnisse und könnte vielen Patienten den schwerwiegenden Eingriff ersparen, teilt die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) mit.


Diese fünf Arten von Narben gibt es

Fibröse Narben: Diese unauffälligen Narben sind nicht abgesunken oder erhaben, sondern unterscheiden sich nur farblich von der umliegenden Haut.
Atrophe Narben: Sie entstehen durch eine mangelnde Produktion an Bindegewebe und Kollagen. Es kommt zu einer Narbenvertiefung, die wie eine eingesunkene Narbe aussieht. Atrophe Narben treten häufig bei Akne oder Windpocken sowie kleineren Platz- oder Schürfwunden auf.
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Kabeljau-Haut schließt hartnäckige Wunden

Beim Essen wird sie meist achtlos beiseitegeschoben, doch hoch im Norden Islands weiß man die Haut des atlantischen Kabeljaus oder Dorschs medizinisch zu nutzen. Dort wird die Fischhaut so aufbereitet, dass nur die zellfreie Stützstruktur, die sogenannte Matrix, bestehen bleibt. Erste Erfahrungen zeigen, dass sich dadurch in vielen Fällen hartnäckige Wunden verschließen lassen.

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"Die Matrix kann man sich als Gerüst vorstellen, das den patienteneigenen Zellen dabei hilft, in das Wundgebiet einzuwandern und sich dort zu verankern", erklärt Dr. Holger Diener von der DGG. Der Chefarzt für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie am niedersächsischen Krankenhaus Buchholz arbeitet bereits seit einigen Jahren mit dem Transplantat.

"Seine großporige Struktur ähnelt dem Aufbau der menschlichen Haut und fördert das Einwandern und Vermehren der Hautstammzellen", sagt Diener. Im Gegensatz zu Transplantaten aus Rind, Schwein oder menschlicher Nabelschnur kann die Kabeljau-Haut bei der Herstellung der Matrix schonender verarbeitet werden.

Fischhaut wirkt entzündungshemmend und antibakteriell

"Zwischen Fisch und Mensch besteht kein Risiko der Krankheitsübertragung", sagt Diener. Das fertige Produkt, das reinweißem Karton ähnelt, enthalte noch die Fisch-typischen Omega-3-Fettsäuren in hoher Konzentration. Sie tragen vermutlich ebenfalls zur Wundheilung bei, wirken entzündungshemmend und antibakteriell.

Von chronischen Wunden sind vor allem Menschen mit Diabetes betroffen. Die Stoffwechselerkrankung führt zu Durchblutungsstörungen und Nervenschädigungen in den Füßen. "In der Folge bleiben kleine Verletzungen oft unbemerkt, heilen schlecht ab und infizieren sich", erklärt Diener.

In den USA bereits zugelassen

Ähnliche Wundheilungsstörungen können auch bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) auftreten, einer Durchblutungsstörung der Beine, die oft durch starkes Rauchen, Bluthochdruck oder ungünstige Blutfettwerte verursacht wird. "Bei beiden Patientengruppen hat sich die Behandlung mit der Fischhaut in der Praxis bewährt", berichtet Diener. In den USA habe das Produkt eine FDA-Zulassung erhalten, in Europa ist es CE-zertifiziert.

Die aktuelle EU-Studie, an der neben Kliniken in Frankreich, Schweden, Italien und der Schweiz das Krankenhaus in Buchholz, das Kölner Universitätsklinikum und das Städtische Krankenhaus Karlsruhe beteiligt sind, soll die Wirksamkeit der Methode nun umfassender überprüfen.

Wundheilungsstörungen früh behandeln

In Deutschland leiden schätzungsweise 800.000 Menschen unter chronischen Wunden am Bein, die in vier von fünf Fällen auf Erkrankungen an den Venen oder Arterien zurückzuführen sind. Nicht alle Patienten erhalten eine erweiterte Gefäßdiagnostik, die am Anfang einer wirkungsvollen Therapie stehen sollte.

Je mehr Zeit vergeht, umso größer wird das Infektionsrisiko – eine Amputation droht. Wer länger als drei Monate an einer offenen Wunde leidet, sollte sich nach Möglichkeit in Kliniken mit zertifizierten Gefäßzentren vorstellen, die auf Wundbehandlung spezialisiert sind.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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